Als boomende Branche präsentierte sich das NÖ Landesgremium des Direktvertriebes bei der Jahrestagung 2003 in Obergrafendorf. Mit mittlerweile 4000 Mitgliedern und einer Zuwachsquote von durchschnittlich 15 Prozent jährlich zählt das noch junge Gewerbe – erst seit zehn Jahren ist es in einem eigenständigen Gremium vertreten - zu den gründungsmäßig erfolgreichsten.
| Rund 900 Teilnehmer fanden sich bei der Fachtagung des Direktvertriebes im Festaal von Obergrafendorf ein |
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„Eine Entwicklung, die uns von der Schnelligkeit her sogar selbst ein wenig überrascht hat“, gab Landesgremialvorsteher Walter Stummer, offen zu. „Aber unser Gewerbe zeichnet eben eine besondere Dynamik aus“, zeigte er sich stolz auf seine „Gruppe“.
In einer Phase, in welcher der klassische Handel in Niederösterreich Umsatzverluste zu verzeichnen habe, so Stummer, könne sich der Direktvertrieb über Umsatzzuwächse in der Höhe von 8 Prozent freuen.
Und noch ein Grund zur Freude für Stummer: Bei der Landestagung konnte er das 4000. Mitglied in der "Direktvertriebsfamilie" - Frau Christine Krumböck aus Günbach am Schneeberg - herzlich willkommen heißen.
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Obmann KommR. Walter Stummer gratuliert dem viertausendsten Mitglied des Gremiums, Frau Christine Krumböck
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Dass sich die „Alternativen des Handels“ schon längst innerhalb der Sparte etabliert haben, steht auch für den stellvertretenden Spartenobmann des Handels, Komm.-Rat Karl Kloucek, fest.
Gerade in Niederösterreich sei der Direktvertrieb oftmals dort eingesprungen, wo die klassische Nahversorgung schon längst nicht mehr funktioniert, ist Kloucek überzeugt. Überrascht zeigte er sich allerdings über die hohe Teilnehmerzahl – an die 900 Mitglieder waren nach Obergrafendorf gekommen.
Kloucek wörtlich: „Als ich in den Saal gekommen bin, habe ich momentan geglaubt, ich bin irrtümlich bei Starmania gelandet. Ich bin tief beeindruckt über den Zusammenhalt Ihrer Gruppe.“
„Modell Österreich“
Große Zukunftschancen für die „Boom-Branche“ sieht die niederösterreichische Landtagsabgeordnete Marie-Luise Egerer in der EU-Erweiterung. „Ich bin überzeugt, dass Sie die Chancen, die ein Markt von 450 Millionen Menschen in 25 Staaten bieten wird, zu nutzen wissen“, meinte sie.
Beeindruckend waren auch die Zahlen, welche der international anerkannter Experte für Network Marketing, Prof. Dr. Michael Zacharias, in Obergrafendorf präsentierte: Weltweit sind bereits 44 Millionen Berater im Direktvertrieb tätig. Der Umsatz macht dabei allein in Österreich weit über 100 Millionen Euro aus, wobei Japan die unangefochtene Nummer Eins noch vor den USA und Deutschland ist. Und die wohl erfreulichste Mitteilung die Zacharias seinen Zuhörern machen konnte: "Der österreichische Direktvertrieb besitzt Modellcharakter für ganz Europa!" Anhand einer Studie belegte er, dass die Zuwachsrate im Direktvertrieb zwischen 1991 und 2001 weltweit 14 Prozent betrug.
Über das Unternehmensgründungsprogramm informierte der Geschäftsführer des AMS NÖ, Dr. Werner Homringhausen.
Wer eine derartige Förderungen in Anspruch nehmen will, der muss folgende Kriterien erfüllen:
1) Arbeitslosigkeit
2) die Absicht, sich selbstständig zu machen
3) berufliche Eignung
4) Innerhalb von drei Jahren vor Aufnahmen in das Gründungsprogramm darf keine Versicherungspflicht nach GSVG vorgenommen werden.
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Der Landesgeschäftsführer des AMS, Dr. Werner Homringhausen, referierte über das Neugründungsförderungsprogramm für Arbeitslose
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"Golden Card" gegen "Schwarze Schafe"!
Auch einen großen Erfolg für den Direktvertrieb in Niederösterreich konnte Stummer nun verbuchen. Durch intensive Bemühungen, gemeinsam mit dem Bundesgremium, gelang es ihm, dass der Direktvertrieb in das Förderprogramm für Jungunternehmer des AMS aufgenommen wurde. Bisher verhinderten eindeutige Richtlinien im Unternehmergründungsprogramm eine derartige Förderung für den Direktvertrieb.
Für das laufende Jahr hat sich das Gremium einiges vorgenommen. Zu den wichtigsten Punkten zählt die Imageverbesserung. Um den zahlreichen „schwarzen Schafen“ ohne Gewerbeberechtigung, die den Mitgliedern jährlich hohen finanziellen Schaden verursachen, das „Handwerk zu legen“, erhält ab sofort jedes neu gemeldete Mitglied eine Legitimationskarte.
„Mit dieser `Golden Card`, die wir natürlich auch an alle schon bisher gewerbeberechtigten Mitglieder verschicken, wollen wir gleichzeitig auch das Image des Direktvertriebes aufpolieren“, kündigt Walter Stummer an. Dieser Ausweis stehe gleichzeitig für die Seriosität des Gewerbes, so Stummer.
Die „ Golden Card“ solle gleichzeitig zu einem Synonym für Seriosität, Qualität und fachliche Beratung werden. Stummer: „All das, wofür unser Landesgremium eben steht.“
Des weiteren werden als Serviceleistung für Neo-Mitglieder kostenlos Sammelmappen verschickt, die ausführlich über rechtliche Belange, Förderungsmöglichkeiten u.a. informieren. Neu ist auch die Möglichkeit für Mitglieder zweimal jährlich an einer Steuerschulung teilzunehmen. Darüber hinaus werden heuer zwei Seminare zum Thema „Direktvertrieb – Chance für die Zukunft" angeboten.