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Industrietag 2011 - Neue Zeiten brauchen neues Denken

 

 


     

 

Besucherrekord am Industrietag 2011!

Mit einem Rekordbesuch von über 500 Topmanagern aus der OÖ Industrie ging der
20. Industrietag der sparte.industrie der WKO Oberösterreich unter dem Motto „Neue Zeiten brauchen neues Denken“  im Design Center Linz über die Bühne.

Der Managementberater und Autor Fredmund Malik hat bei den Besuchern mit seinen provokanten Thesen für Diskussionsstoff gesorgt. Eine davon ist, dass laut Malik unsere derzeitigen Finanz-kennzahlen als Navigationsgröße ausgedient haben und durch den Kundennutzen und Konkurrenzfähigkeit ersetzt werden sollten.

Für den Obmann der sparte.industrie der WKO Oberösterreich, Anton Helbich-Poschacher, braucht die OÖ Industrie für eine erfolgreiche Zukunft eine weitere Flexibilisierung der Arbeitszeit, die Einführung von Qualifikationsstandards in der Pflichtschule zur Rekrutierung von mehr Industrie-lehrlingen sowie einen beschleunigten Ausbau der Stromnetze für eine sichere Energieversorgung.


 

 

Weitere Impressionen:

Bilder: www.cityfoto.at/industrietag 2011

Printmedien:  www.nachrichten.at/interview malik
                     Nachbericht OÖWirtschaft
                     OÖN Nachlese_28.05.2011

 

 

 

 

 

FREDMUND MALIK - Neue Zeiten brauchen neues Denken

"Es handelt sich bei den aktuellen Entwicklungen nicht um eine Finanz- oder Wirtschaftskrise im herkömmlichen Sinne, sondern um eine umfassende Systemkrise. Sie wird auch dann weitergehen, wenn die Wirtschaftslage sich eine Zeitlang wieder aufwärts entwickeln sollte.


Diese Entwicklung, die ich die Transformation 21 nenne verändert die Alte Welt des 20. Jahrhunderts in die Neue Welt des 21. Jahrhunderts – entweder mit schweren Geburts-komplikationen, insoweit man an herkömmlichen Denkweisen festhält oder sanft und weitgehend komplikationslos, insoweit man auf ein neues Denken und daraus entstehende neue Methoden und Tools umsteigt. So sind etwa die bisherigen Regierungsprogramme weitgehend Alte Welt, und die von Ökonomen verbreitete Inflationsfurcht ebenfalls. Auf diesem Wege können die Geschehnisse nicht verstanden werden. Welchen Weg die Entwicklung nimmt, hängt unter anderem von den Lösungen ab, die den Führungseliten weltweit für das Meistern dieser immensen Herausforderungen verfügbar sind, welche davon sie als solche erkennen und für welche sie sich entscheiden. Herkömmliche Mittel werden dafür keinesfalls genügen, denn diese haben die heutige Weltkrisenlage maßgeblich herbeigeführt. Es geht darum die richtigen Navigations-instrumente und Change-Methoden zu kennen, um die grossen Herausforderungen der Zeit zu bewältigen."

 

   

Prof. Dr. Fredmund Malik

Professor Universität St. Gallen, Unternehmer, Malik Management Zentrum St. Gallen

Studium an den Universitäten Innsbruck und St. Gallen, Promotion summa cum laude, Habilitation, venia legendi für Unternehmensführung, Lehrtätigkeit: Universitäten Wien und St.Gallen

Unternehmer: Gründung der Management Zentrum St. Gallen AG 1984. Seither Inhaber, Chef und Präsident des Verwaltungsrates, rund 300 Mitarbeiter, größte Knowledge Organisation für ganzheitlichkybernetische General Management Systeme, General Management Education und Consulting. Mitglied und Vorsitzender von Aufsichtsräten, Stiftungsräten und anderen Corporate Governance Organen.

Autor und Kolumnist: Mehrfach ausgezeichneter Bestseller Autor von mehr als 10 Büchern und 150 weiteren Publikationen. Regelmäßige Kolumnen in Manager Magazin Online, Bilanz, Handelsblatt.

 

Talkrunde

   

Dr. Ludwig Scharinger

ist seit mehr als 25 Jahren Vorstandsvorsitzender der Raiffeisenlandesbank Oberösterreich.

Die stärkste Regionalbank Österreichs ist mit einem starken Kerngeschäft, neuen Finanzierungsmodellen wie Private-Public-Partnership sowie einem umfassenden Beteiligungsportfolio breit aufgestellt. Basis der Geschäftsstrategie sind die Grundsätze Kundenorientierung, Nachhaltigkeit, Sicherheit, Vertrauen, Gestaltungskraft und Risikotragfähigkeit. Das schätzen auch 80 Prozent der Industriebetriebe im Bundesland, die wichtige Konjunkturträger und Exportmotoren sind und mit Raiffeisen in Oberösterreich zusammenarbeiten. Neben der Betreuung vor Ort kann die Raiffeisen-landesbank OÖ ihre Kunden auch weltweit bei ihren Export- und Auslandsprojekten begleiten. Dazu besteht ein leistungsstarkes Netzwerk aus 1.668 dynamischen Korrespondenzbanken und Kooperationsabkommen.

 

 

   
   

Dr. Georg Emprechtinger

ist geschäftsführender Eigentümer von TEAM 7, dem Pionier und Marktführer für maßgefertigte Öko-Design Möbel.

TEAM 7 verbindet traditionelles, heimisches Tischlerhandwerk mit innovativer Technik und einer zeitgemäß klaren Formensprache. Mit dieser Erfolgsstrategie erwirtschaftete das Unternehmen 2010 einen Umsatz von 69 Millionen Euro und beschäftigt 610 Mitarbeiter. Gefertigt wird ausschließlich heimisch und auch bei der Lieferanten-struktur wird auf regionale Nähe geachtet. Mit insgesamt 13 TEAM 7 Häusern - etwa in Miami, Budapest, Taipei und Tel Aviv – ist aus der kleinen oberösterreichischen Manufaktur längst eine internationale Premium Marke geworden. Weltweit betreibt das Unternehmen ein selektives Händlernetz mit über 500 Verkaufsstellen und sechs eigenen Stores, unter anderem den gerade eröffneten Flagship-Store in Wien.

 

   
   

Andreas Fill

ist Geschäftsführer und Eigentümer der Fill Gesellschaft m.b.H. Der gelernte Betriebswirt führt seit dem Jahr 2000 den Industriebetrieb im oberösterreichischen Gurten. Wertorientiertes Management und Marketing sind ihm besondere Anliegen.

Fill ist ein international führendes Maschinen- und Anlagenbau-Unternehmen für verschiedenste Industriebereiche. Modernste Technik und Methoden in Management, Kommunikation und Produktion zeichnen das Familienunternehmen aus. Die Geschäftstätigkeit umfasst die Bereiche Metall, Kunststoff und Holz für die Automobil-, Windkraft-, Luftfahrt- und -Bauindustrie.

 

   
   

Dipl.-Bw. Axel Kühner

ist seit April 2009 Vorstandsvorsitzender der Greiner Holding AG. Die Greiner Gruppe mit Sitz in Kremsmünster zählt zu den führenden Unternehmen in der Schaum- und Kunststoffindustrie mit 122 Standorten in 27 Ländern rund um den Globus. Seit der Gründung im Jahr 1868 verfolgt die Unternehmensgruppe ein ertragsorientiertes Wachstum und setzt dabei auf Diversifikation, Innovation und Internationalisierung. So wuchs der Familienbetrieb von einem kleinen Greißlerladen zu einem weltweit tätigen Konzern mit mehr als 7.200 Mitarbeitern.

Das Besondere an der Gruppe ist, dass die vier Sparten (Greiner Packaging International, Greiner Foam International, Greiner Technology & Innovation, Greiner Tool.Tec) sowie die Greiner Bio-One eigenständig geführte Unternehmen sind: Das fördert die Flexibilität, Schlagfertigkeit und Kreativität – drei Eigenschaften, die die Unternehmen in vielen Bereichen zu Weltmarktführern aufsteigen ließen.