Wirtschaftspolitische BlätterDie Beiträge kurz skizziert in alphabetischer Reihenfolge in englischer und deutscher Sprache |
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Brandner/Frisch/Hauth*)
Is Austria´s Balanced Budget Stable?
This paper analyzes Austria´s updated stability program and its implied path
of public debt for 20002004, as presented in December 2000. We examine the budgetary
developments by means of a new fiscal indicator, following an idea of Braconier/Holden
(Measuring Changes in Fiscal Policy, mimeo, 2001). This concept decomposes changes in the
budget balance into induced and discretionary ones. Induced changes are due to changes in
the economy while discretionary changes are due to changes in fiscal policy. The
discretionary fiscal indicator, representing the net effect of discretionary revenue and
expenditure measures, is used to assess the stance of Austria´s fiscal policy. According
to the fiscal indicator, induced revenues lie systematically above the projections of the
consolidation program, reflecting some leeway on the revenue side. Induced expenditures,
however, exceed the projections of the stability program, signalling a built-in pressure
to increase spending. The necessity of frequent adoptions of discretionary measures
(especially on the expenditure side) indicates that the general governments zero
deficit does not imply a structural fiscal balance. We conclude that sustainability of the
zero deficit must be improved mainly on the expenditure side.
Ist das Nulldefizit von Österreich stabil?
Der vorliegende Artikel analysiert die Defizit- und Verschuldungsentwicklung
aller öffentlichen Haushalte in Österreich auf Basis des aktualisierten
Stabilitätsprogramms 2000 bis 2004, das im Dezember 2000 präsentiert wurde. Für die
Analyse wurde ein neuer methodischer Ansatz gewählt, der die Budgetgebarung in eine
"induzierte" und in eine "diskretionäre" Komponente zerlegt
(Braconier/Holden, Managing Changes in Fiscal Policy, mimeo, 2001). Induzierte
Veränderungen der öffentlichen Einnahmen und Ausgaben ergeben sich durch die
ökonomischen Rahmenbedingung, während fiskalpolitische Maßnahmen unter der
diskretionären Komponente subsumiert sind. Mit Hilfe des "diskretionären
Saldos" der Gesamteinnahmen- und -ausgabenentwicklung können Aussagen über die
Fiskalpolitik im Hinblick auf ihre makrökonomische Ausrichtung (restriktiv versus
expansiv) abgeleitet werden. Die Berechnungen ergeben, daß die "induzierten
Budgeteinnahmen" tendenziell über den Einnahmen des Stabilitätsprogramms liegen,
was einen budgetären Polster auf der Einnahmenseite signalisiert. Demgegenüber
überschreiten die "induzierten Ausgaben" systematisch den vorgesehenen
Konsolidierungspfad, was die Nachhaltigkeit des angestrebten Nulldefizits in
Frage stellt. Für eine Absicherung des Konsolidierungspfades dürften daher weitere
Maßnahmen primär in bezug auf die Ausgaben zu setzen sein.
*) Peter Brandner, Österreichisches Institut
für Wirtschaftsforschung, Wien;
Helmut Frisch, Staatsschuldenausschuß; Institut für Volkswirtschaftslehre der TU-Wien;
Eva Hauth, Staatsschuldenausschuß; Oesterreichische Nationalbank, Wien.
Bruni*)
On the Quality and Sustainability of Fiscal Consolidation in Italy
This paper discusses the process of fiscal adjustment that has taken place in
Italy during the last 15 years. It analyses how and why fiscal consolidation has been
obtained, looking at the different stages in which it can be divided. It argues that it
has been stimulated mostly by external discipline. It examines the quality and the
sustainability of the consolidation both from a short and from a long-run perspective. In
the long-run sustainability requires that external discipline does not weaken and that the
country is able to deal with the consequences of its rapidly ageing population, which has
a crucial impact on public finances.
Die Qualität und Nachhaltigkeit der Budgetsanierung in Italien
In diesem Aufsatz wird der Prozeß der Sanierung des Staatshaushaltes während
der vergangenen 15 Jahre diskutiert. Es wird gezeigt, warum die einzelnen Schritte
notwendig waren und wie man versuchte, die jeweiligen Probleme zu lösen. Die
Nachhaltigkeit wird dabei sowohl aus kurzfristiger als auch aus langfristiger Perspektive
untersucht. Auf lange Sicht wird es unbedingt notwendig sein, daß die Fiskaldisziplin
auch weiterhin anhält und daß man die Probleme der alternden Bevölkerung in den Griff
bekommt, die eine wesentliche Belastung der öffentlichen Finanzen darstellen (damit
befaßt sich ein eigener Beitrag).
*) Franco Bruni, Institut für
Wirtschaftspolitik, Bocconi Universität, Mailand.
Bruni/Rizza*)
The Ageing Problem and the State Budget The Case of Italy
The population of Italy is expected to experience substantial changes in its
size and structure during the next fifty years. This could have a very strong impact on
public expenditure for pensions and health care as well as on the level of aggregate
life-cycle-based saving. The problem is particularly serious also because both pension and
health care expenditures have already been for many years among the main causes of
increase of the burden of the Italian public debt. Therefore the paper deals with the
problems of reforming the pension and health-care systems as well as with the consequences
of ageing for the availability of national saving.
Die Alterung der Bevölkerung als Budgetproblem (Italien)
Im Laufe der nächsten 50 Jahre wird sich sowohl die Größe als auch die
Struktur der italienischen Bevölkerung beachtlich verändern. Das wird durch steigende
öffentliche Ausgaben für Pensionen und das Gesundheitssystem das Budget stark belasten.
Dazu kommt der Einfluß des Alterungsprozesses auf das Sparverhalten im Lebenszyklus. Da
Pension und Gesundheit schon in der Vergangenheit zu den Hauptursachen der italienischen
Staatsverschuldung zählten, müssen die Reformen in diesen Bereichen die Budgetsanierung
sichern.
*) Franco Bruni, Institut für
Wirtschaftspolitik, Bocconi Universität, Mailand; Pietro Rizza, Italian Ministry of the
Treasury, Rome.
Buti*)
Strategies for Sound Public Finances A Euro Area Perspective
Public finances in Europe have been characterised by three fiscal failures:
persistent structural deficits feeding into a mounting stock of debt, a rising tax burden
and a pro-cyclical fiscal stance. The Maastricht-induced retrenchment of the last decade
has put public budgets on a sounder footing. The major threat to the long run
sustainability of public finances is the ageing of populations. The Stability and Growth
Pact will ensure a steady fall in the stock of public debt. However, the offsetting
effects of lower interest payments will be far from sufficient to defuse the budgetary
impact of the demographic shock.
Strategien für gesunde öffentliche Finanzen: Eine Perspektive für die
Euro-Zone
Die öffentlichen Finanzen in Europa waren in der Vergangenheit durch drei
Arten von fiskalischem Versagen gekennzeichnet: anhaltende strukturelle Defizite mit einer
daraus resultierenden beachtlichen Staatsschuld, steigende Steuerbelastung der
Bevölkerung und prozyklisches Verhalten der Fiskalpolitik. Die Beschränkungen durch die
Maastricht-Kriterien haben im letzten Jahrzehnt dazu beigetragen, die öffentlichen
Finanzen auf eine gesündere Basis zu stellen. Die Nachhaltigkeit der Finanzsysteme wird
am stärksten vom Altern der Bevölkerung bedroht. Die Verringerung der Zinsenlast durch
die in allen Staaten vorgesehene Reduktion der Staatsschuld gleicht zwar tendenziell die
zu erwartenden weiteren Belastungen aus, man ist aber weit davon entfernt, daß diese
Verringerung der Ausgaben die zunehmenden Probleme durch die demographischen
Veränderungen tatsächlich wirkungsvoll entschärfen wird können.
*) Marco Buti, GD Wirtschaft und
Finanzen (ECFIN-C-2), Europäische Kommission, Brüssel.
Dornbusch*)
Fewer Monies, Better Monies
In the aftermath of emerging market crises from Russia to Asia and Latin America, there
is a quest for better monetary arrangements that are more crisis-proof. Fixed rates are
out, flexible rates are in with a policy focus on inflation targeting. But there is, of
course, the alternative of abolishing exchange rates altogether. This paper revisits the
issue of dollarization or currency boards to review what arguments in the debate stand up.
The case for flexible exchange rates emphasizes the need for a tool to accomplish relative
price adjustment. This paper argues that in an intertemporal perspective most shocks
require financing in the capital market rather than adjustment. Moreover, countries
frequently do not use their flexible rate to play a cyclical role and, as a result, only
pay a premium for the option to depreciate but do not take advantage of the flexibility;
on the contrary, they engineer systematic overvaluation in the context of inflation
targeting.
Ist es günstiger, weniger Währungen zu haben?
Die Krisen der Emerging Markets von Rußland, Asien und Lateinamerika
haben den Ruf nach krisenfesteren Wechselkursregimen laut werden lassen. Fixe Wechselkurse
sind out, flexible Wechselkurse mit inflation targeting sind in. Nicht zuletzt existiert
aber auch die Möglichkeit, auf den Wechselkurs als Instrument komplett zu verzichten. In
diesem Artikel werden das Für und Wider von currency boards und Dollarisierung
beleuchtet. Der Vorteil eines flexiblen Wechselkursregimes wird darin gesehen, daß es ein
Instrument zur Anpassung der relativen Preise darstellt. In diesem Artikel wird
argumentiert, daß aus intertemporaler Sicht die meisten Schocks vielmehr
einer Finanzierung durch die Kapitalmärkte bedürfen als einer Anpassung. Zudem zahlen
viele Länder eine hohe Prämie auf die Option abzuwerten, ohne jedoch einen Nutzen aus
der Flexibilität zu ziehen. Im Gegenteil, die betroffenen Länder erkaufen sich eine
systematische Überbewertung ihres Wechselkurses durch den Einsatz des inflation
targeting.
*) Rudi Dornbusch, Massachusetts
Institute of Technology, Cambridge, MA.
Jörg/Pointner/Zinöcker*)
Encouragement of Technology Transfer Part I: Evaluation Results
Enhancing technology transfer has become one of the top issues on
the agenda of technology policies on regional, national and European level. This article
highlights some of the challenges policy makers have to face when translating a widely
accepted mission into concrete actions. The first part of the article identifies those
areas where policy action is eventually needed. The second part presents the main results
of the evaluation of the Austrian technology transfer programme (ITF-Impulsprogramm
Technologietransfer). Both were inputs for the design of the new technology transfer
programme just launched by the Ministry of Economic Affairs and Labour.
Technologietransfer-Förderung - Teil I: Die Weiterentwicklung
von Förderinstrumenten vor dem Hintergrund der Evaluierung
des ITF-Impulsprogramms
Die Förderung von Technologietransfer ist zu einem wichtigen
Aktionsfeld regionaler, nationaler und europäischer Innovationspolitik geworden.
Österreich hat Mitte der 90er Jahre das Thema mit dem ITF-Impulsprogramm
Technologietransfer erstmals mit einem eigenen Förderprogramm adressiert. Das Auslaufen
des Programms war Anlaß für die Weiterentwicklung des technologiepolitischen
Instrumentariums zur Förderung von Technologietransfers. Einen wichtigen Input dazu
lieferte die Evaluierung des Programms. Dieser Beitrag präzisiert den
technologiepolitischen Handlungsbedarf in der Förderung von Technologietransfer und gibt
die wichtigsten Evaluierungsergebnisse wieder. Beides waren wichtige Inputs für das
Design des neuen Programms zur Förderung von Technologietransfer.
*) Leonhard Jörg,
Technolpolis Austria Forschungs- und Beratungs GesmbH, Wien; Wolfgang Pointner, Institut
für Technolgie- und Regionalpolitik, Joanneum Research, Wien; Klaus Zinöcker, Institut
für Technologie- und Regionalpoliti, Joanneum Research, Wien.
Kronberger*)
Dollar or Euro for Argentina?
10 years ago Argentina implemented a currency board that led to a
successful stabilization of the Argentinean economy. The resulting real appreciation of
the Argentinean Peso followed by a series of negative exogenous shocks to the Argentinean
economy paved the way for a deep recession, as predicted by the optimum currency area
theory. The exchange rate splitting recently introduced by the adidtional inclusion of the
Euro will not provide sufficient room for exchange rate adjustment. Furthermore, in the
near future the Euro will not play a similar role to the dollar in the Argentinean
economy.
Dollar oder Euro für Argentinien?
Das vor rund 10 Jahren eingeführte Currency Board brachte
anfänglich eine wirksame Stabilisierung der argentinischen Wirtschaft. Eine durch das
Stabilitätsprogramm bedingte reale Wechselkursaufwertung sowie eine Reihe negativer
exogener Schocks resultierten in einem nachhaltigen Beschäftigungsrückgang auf Grund
wenig flexibler Löhne und relativ immobiler Faktoren; ein Ergebnis, wie es die Theorie
der optimalen Währungsgebiete vorhersagt. Das jüngst vorgenommene Wechselkurssplitting
mit zusätzlicher Einbindung des Euro verspricht demgemäß noch immer nicht ausreichend
Anpassungspotential durch den Wechselkurs. Zudem hat der Euro gegenwärtig nur geringe
Chancen, auch annähernd die Rolle des Dollar in Argentinien einzunehmen.
*) Ralf Kronberger,
Abteilung für Bildung und Wissenschaft, Wirtschaftskammer Österreich, Wien.
Leibfritz*)
Tax Reform in Germany and Budgetary Constraints in the EMU
This paper discusses first some conceptual issues of fiscal
consolidation in the European Monetary Union. It argues that fiscal consolidation has to
be assessed in a broader framework and current deficits or medium-term fiscal balances are
not sufficient to assess fiscal sustainability. The paper then looks at fiscal trends in
Germany and discusses the various risks involved to reach the balanced budget goal of the
government in the near future.
Steuerreform in Deutschland und Budgetdisziplin in der
Europäischen Währungsunion
Im Rahmen des Stabilitäts- und Wachstumspakts und der
nationalen Stabilitätsprogramme spielt die Höhe des staatlichen Finanzierungsdefizits
eine große Rolle. Die Auswirkungen von Konjunkturschwankungen auf das Staatsbudget (die
sogenannten automatischen Stabilisatoren), qualitative Aspekte, also auf welche Weise der
Defizitabbau erreicht wird und die Budgetbelastungen, die sich aufgrund der
demographischen Verschlechterung ohne entsprechende Reformen längerfristig ergeben,
sollten bei der Politikgestaltung aber ebenfalls berücksichtigt werden. Im Falle
Deutschlands steigt das Defizit nach einer Konsolidierungsphase aufgrund der jüngsten
Steuerreform zwar temporär, doch wird es bei anhaltender Ausgabendisziplin
mittelfristig wieder sinken. Allerdings dürften Konjunkturrisiken die geplante Erreichung
des Haushaltsausgleichs zeitlich verzögern. Ob die jetzt geplante Rentenreform die
Haushaltskonsolidierung langfristig d.h. nachhaltig sichert, ist ebenfalls offen.
*) Willi Leibfritz,
Forschungsbereich Konjunktur und Finanzmärkte, ifo Institut für Wirtschaftsforschung,
München.
Mandl*)
Encouragement of Technology Transfer Part II: A New Programme
The last European innovation survey stated that Austrian
companies are amongst the most innovative firms in Europe with regard to new or improved
products. However, Austrian companies are below the European average concerning radical
innovations. Therefore political efforts focus more and more on the support of technology
transfer aiming at releasing the innovative potential of companies. In this context we
have to take into account that successful innovations depend not only on technical issues
but mostly on soft or non-technical matters and that effective collaboration between the
relevant actors of the innovation system is one of the keys for radical innovation. The
new technology transfer and innovation programme of the Ministry of Economic Affairs and
Labour has the goal to promote radical innovation in Austria by stimulating interactions
of several players.
Technologietransfer-Förderung Teil II: Das
Programm des Wirtschaftsministeriums
Die zuletzt durchgeführte Innovationserhebung der EU hat
gezeigt, daß die österreichischen Unternehmen zu den innovativsten in bezug auf neue
oder verbesserte Produkte in Europa zählen. Allerdings liegen die österreichischen
Unternehmen unter dem EU-Durchschnitt, was radikale Innovationen anlangt. Deshalb richtet
sich das Augenmerk der Politik mehr und mehr auf die Unterstützung des
Technologietransfers, um das innovative Potential von Unternehmen auszuschöpfen. Dabei
ist zu berücksichtigen, daß Innovation nicht nur von den technischen Komponenten
abhängt, sondern meist von weicheren oder nicht technischen Elementen bzw. daß das
effektive Zusammenwirken der relevanten Akteure des Innovationssystems zu den
Schlüsselgrößen für radikale Innovationen gehört. Das neue Technologietransfer- und
Innovationsprogramm des Wirtschaftsministeriums hat sich zum Ziel gesetzt, radikale
Innovationen zu fördern, indem die Interaktion der maßgeblichen Spieler forciert wird.
*) Josef Mandl,
Abteilung Innovation und Technologietransfer, Bundesministerium für Wirtschaft und
Arbeit, Wien.
Rostowski*)
Unilateral Euroization in Central and Eastern Europe Why the EU should support it
The paper sets out the benefits for the transition applicant
countries of unilaterally adopting the euro before they join the EU. Arguments against
euroization are considered and dismissed. The reasons given by the EU for being against
euroization are analyzed and rejected. It is further argued that: (1) unilateral
euroization by transition countries is preferable to the traditional route to EMU
membership also from the point of view of the present members of EMU; and (2) that the
Maastricht inflation criterion is unsuitable for fast growing countries and should be
changed.
Warum die EU eine einseitige Euroisierung der
Beitrittsländer unterstützen sollte
In diesem Beitrag werden die Vorteile für die Beitrittsländer
aufgezeigt, würden sie einseitig noch vor dem Beitritt zur EU den Euro als Währung
einführen. Die Argumente gegen eine solche Euroisierung werden dargelegt und verworfen.
Auch die Gründe, warum die EU gegen diese Euroisierung sein sollte, werden widerlegt.
Vielmehr wird gezeigt, daß auch aus der Sicht der derzeitigen EU-Mitglieder die
Euroisierung der Beitrittsländer gewünscht werden müßte. In diesem Zusammenhang wird
aber auch darauf hingewiesen, daß das Inflations-Kriterium von Maastricht für rasch
wachsende Länder ungeeignet ist und geändert werden sollte.
*) Jacek Rostowski,
Economics Department, Central European University, Budapest.
Schneeberger*)
Austrias Share of Highly Qualified Employees in International Benchmarking
Austria is at the bottom of the list of highly qualified
employees with a share of 6.6%: this was one of the headlines on the occasion of the
Stockholm European Summit. Top of the list was Sweden with a proportion of 21%
higher-skilled workers. The main reason for Austrias poor result in this and other
international comparisons of formal qualification structures is this countrys
adherence to university education in the sense of long and academically oriented study
programmes (an average of seven years until the first degree is obtained). At an
international level, highly diversified university systems as well as short study
programmes with add-on character are predominant, for which reason other countries boast
much higher university completion rates. In the future, however, it will be vital to
achieve not only a more adequate formal classification of our study courses and
programmes, but also structural adjustments of the post-secondary university system (e.g.
by means of a credit transfer system) to safeguard a flexible labour market integration
according to global standards in times of increasing university participation rates.
Österreichs Quote hochqualifizierter Beschäftigter im
internationalen Benchmarking Ein Zähl-, Image- oder ein Substandproblem?
Österreich sei EU-Schlußlicht bei hochqualifizierten
Beschäftigten so lauten Schlagzeilen. Hauptgrund für das schlechte Abschneiden
Österreichs in formalen internationalen Qualifikationsstrukturvergleichen ist das
Festhalten Österreichs an langen akademischen Studien. Weltweit dominieren
hochdiversifizierte Universitätssysteme und kurze sowie gestaffelte Studien, wodurch sich
viel höhere Quoten an Hochschulabsolventen ergeben. Es geht allerdings nicht nur um
adäquatere formale Einstufungen unserer Bildungsgänge, sondern auch um
Strukturanpassungen des postsekundären Studiensystems, um bei steigenden Studienquoten
flexible Arbeitsmarktintegration nach globalen Standards zu gewährleisten.
*) Arthur Schneeberger,
IBW - Institut für Bildungsforschung der Wirtschaft, Wien.
Sennholz*)
The Languishing Euro
Economic fundamentals do not explain the weakness of the euro.
There are other reasons that keep the euro in a state of chronic depression. First, the
governments are using the introduction of the common currency as an opportunity to seize
and confiscate funds acquired illegally. Savers of illicit savings may be seeking to avoid
criminal prosecution by converting the savings into dollars. Second, millions of people
outside the euro-zone are holding European currencies. A great part of these funds is
circulating within the black-market economy. A lot of people holding European currencies
are therefore trying to convert them into dollars. This significant stock of European
currency is bound to depress the euro and lift the dollar.
Der ermattende Euro
Aus Unterschieden in den wirtschaftlichen Fundamentaldaten
zwischen den USA und der EU läßt sich die anhaltende Schwäche des Euro gegenüber dem
Dollar nicht erklären. Es gibt andere Gründe dafür. So bemühen sich die Staaten der
Eurozone, die Umstellung dafür zu nützen, illegale Gelder in den Griff zu bekommen. Um
dem zu entgehen, veranlagen viele Eigentümer solcher Gelder rechtzeitig in Dollar. Dazu
kommt, daß Millionen Leute außerhalb der Euro-Zone derzeit beachtliche Geldmengen in
verschiedenen europäischen Währungen (vor allem DM) besitzen. Mangelnde Information etwa
in Osteuropa, die (vor allem außerhalb der Eurozone) kurzen Umtauschfristen und die
Tatsache, daß ein Großteil dieser Mittel Bestandteil des Schwarzmarktes ist, verleiten
ebenfalls zu einem Wechsel in den Dollar noch vor der Einführung des Euro-Bargeldes. All
das drückt den Euro und stärkt den Dollar. Eine längere Umtauschfrist einerseits und
eine großzügigere Handhabung betreffend die Meldepflicht der Banken (in Hinblick auf
illegale Gelder) hätte hier dem Kurs des Euro helfen können.
*) Hans F. Sennholz,
Consultant, Author, and Lecturer of Austrian Economics, Grove City, PA.
Shostak*)
Diversification and the Modern Portfolio Theory An Austrian View
According to the of modern portfolio theory diversification is
the key to the creation of the best possible consistent returns. We argue that one must
focus on the profitability of the investments in a portfolio, before one considers their
contribution to the portfolios diversification. Whilst we agree with the general
principle of diversification, we believe that the profitability of an individual
investment should be the primary consideration for the investor.
Diversifizierung und die moderne Portfoliotheorie
Vertreter der modernen Portfoliotheorie sehen in der
Diversifizierung den Schlüssel für die optimale Sicherung nachhaltiger Erträge. Es
erscheint aber als notwendig, daß man sich auf jeden Fall die Gewinnträchtigkeit der in
einem Portfolio enthaltenen Geldanlagen/Investments genau ansieht, bevor man deren Beitrag
zur Diversifizierung des Portfolios abschätzt. Auch wenn das Prinzip der Diversifizierung
im Prinzip anerkannt wird, glauben wir, daß doch die Gewinnchancen der einzelnen
Veranlagungen bei den Investitionsentscheidungen im Vordergrund stehen müssen.
*) Frank Shostak,
Consulting economist, St.Ives/Sydney.
Wagner*)
Why is Education Not Discussed?
If education in Austria is discussed at all, it is always in
relation to teaching jobs, adult education and, recently, school discipline. Thorough
reform towards the information society is not even considered. Especially important are
the effects of holistic concentration on emotional cognitive and social intelligence in
early childhood, since, in future, work, leisure and social integration will not be
sparated. Future educational models will integrate self-organisation and institutional
offers. A self-determining society has to prepare for this. Yet to do so it must now
radically change its educational system both temporarily and structurally. And that from
earliest childhood onwards.
Warum werden bildungspolitische Fragen nicht diskutiert?
Wenn überhaupt, wird Bildung in Österreich unter den Aspekten
Lehrarbeitsplatzsicherung, Erwachsenenschulung und neuerdings Schuldisziplin diskutiert.
Jedwede gründliche Reform in Richtung Informationsgesellschaft ist nicht einmal
angedacht. Dabei ginge es vor allem um die frühkindlichen Prägungen mit einer
holistischen Konzentration auf die emotionalen kognitiven und sozialen Intelligenzen, weil
zukünftig Arbeit, Freizeit und soziale Integration nicht mehr als bisher
auseinanderfallen. Das Bildungsmodell der Zukunft wird ein Integral von Selbstorganisation
und Institutionenangebot darstellen, das Bildungsmärkte mit starken Eigeninteressen
konkurrenzieren werden. Eine sich selbst bestimmende Gesellschaft müßte sich darauf
vorbereiten. Das wird sie allerdings nur können, wenn sie umgehend ihr Bildungswesen
radikal sowohl temporär als strukturell verändert. Und von früher Kindheit an.
*) Manfred Wagner,
Institut für Kultur- und Geistesgeschichte, Universität für angewandte Kunst, Wien.
Ansprechpartner
© Letzte Aktualisierung: 29.12.2004