Chaloupek*) JEL No F16, F22, J61
Kommentar: Globalisierung und Arbeitsmärkte – Verteilungs- und
Beschäftigungswirkungen
Der Beitrag behandelt mögliche Auswirkungen der Globalisierung auf die
Arbeitsmärkte über den internationalen Warenhandel sowie über
Wanderungsbewegungen. Bei wechselseitig einigermaßen gleichgewichtiger
Expansion des Außenhandels sollten Beschäftigung, Lebensstandard und
Wettbewerbsfähigkeit in den Industrieländern generell nicht negativ betroffen
sein. Hingegen wären die negativen Auswikungen einer Liberalisierung der
internationalen Arbeitskräftewanderung auf Beschäftigung und Lohnhöhe in den
Hochlohnländern beträchtlich.
Commentary: Globalisation and Labour Markets - Effects on Distribution and
Employment. A Survey of the Theoretic Literature.
This paper deals with various effects of globalisation on the labour market,
trade and migration flows. A balanced growth of trade should not have a negative
impact on economic growth, employment, living standards and competitiveness. On
the other hand a free movement of labour would have strong effects on employment
and wages in industrial countries.
*) Dr. Günther Chaloupek, Leiter, Abteilung Wirtschaftswissenschaft und
Statistik, Bundesarbeiterkammer (BAK), Wien
Karayiannis*) JEL N° B31, M13
Entrepreneurial functions and characteristics in a proto-capitalist economy:
The Xenophonian entrepreneur
The present paper analyzes the various ideas, arguments and policy suggestions
of Xenophon on the issue of entrepreneurship, and demonstrates that he had
already recognized the role of the entrepreneur as a leading force in the free
market economy that existed in the proto-capitalist environment of ancient
Greece. While not actually using modern economic terminology, Xenophon
nonetheless adequately described the fundamental role of the head of enterprise
and distinguished it from those roles played by other economic agents, such as
the labourer and the pure capitalist. Moreover, several modern concepts and
theories regarding the appropriate treatment of labourers, under the function of
specific material motives, in order to increase voluntarily their work effort,
can be seen to have Xenophon as their real predecessor.
Aufgabe und Charakteristika von Unternehmern in einer protokapitalistischen
Wirtschaft: Das Unternehmerbild nach Xenophon.
Dieser Beitrag analysiert die verschiedenen Ideen und wirtschaftspolitischen
Empfehlungen von Xenophon in Bezug auf die Rolle des Unternehmers in der
Gesellschaft. Er zeigt in seinem Arbeiten deutlich die Bedeutung des
Unternehmers und seiner Rolle in einer freien Marktwirtschaft, in dem es um ein
gesellschaftliches Miteinander, aber auch deutliche Abgrenzungen zu anderen
Marktteilnehmern wie der Arbeitnehmer und den reinen Kapitalisten geht. Es wird
gezeigt, dass viele moderne Managementtheorien der Mitarbeitermotivation und –steuerung
auf Xenophon zurück gehen.
*) Prof. Dr. Anastassios D. Karayiannis, University of Piraeus, Greece
Kronberger*) JEL No F16, F22, J61
Kommentar: Globalisierung und Arbeitsmärkte – Verteilungs- und
Beschäftigungswirkungen
Internationaler Dienstleistungshandel und temporäre Migration
Die Mainstream-Diskussion zu internationalem Handel und Faktorbewegungen hat
ihren Schwerpunkt primär auf Warenhandel und permanenter Migration. In diesem
Beitrag wird auf die besondere Form der temporären Migration im Zusammenhang
mit dem Dienstleistungshandel Bezug genommen, die im General Agreement on Trade
in Services (GATS) der Welthandelsorganisation unter der Erbringungsart
"Präsenz natürlicher Personen" erfasst ist. Bislang vorliegende
ökonomische Modelle vermögen es nicht, die Effekte der GATS-Liberalisierung
umfassend abzubilden, da u.a. die betrachteten Märkte sehr segmentiert sind.
Die Politik sollte ihr Augenmerk zuerst auf den erfolgreichen Abschluss von
Übergangsregelungen für den freien Personenverkehr zwischen Österreich und
den EU-Beitrittsländern richten, bevor weitere Liberalisierungen im
Personenverkehr unter GATS angegangen werden.
Commentary on globalisation and Labour Markets: International Trade in
Services and Temporary Migration
The mainstream on international trade and factor movements concentrates on trade
in goods and permanent migration. The comment deals with trade in services and
temporary migration. This trade form is also covered by the General Agreement on
Trade in Services within the multilateral framework of WTO under mode 4.
Accurate and concise economic models on mode 4 are not yet available, since -
inter alia - markets are too segmented. Therefore, the policy advice of such
models has to be interpreted cautiously. Politicians should focus on the closing
of an adequate transitional regulation of the movement of persons between
Austria and the new EU members before taking further steps of mode-4
liberalization.
*) Dr. Ralf Kronberger, Abteilung für Finanz- und Handelspolitik,
Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), Wien
Kubin/Rosner*) JEL No F11, F16, F22
Globalisierung und Arbeitsmärkte: Verteilungs- und
Beschäftigungswirkungen
Thesen zur theoretischen Literatur
Der vorliegende Beitrag gibt einen Überblick über Beschäftigungs- und
Verteilungswirkungen, die sich bei verstärktem Güterhandel und/oder bei
verstärkter Faktormobilität ergeben können. Theoretischer Bezugsrahmen ist
dabei die neoklassische Außenhandeltheorie und ihre modernen Erweiterungen, die
insbesondere auch Arbeitsmarktunvollkommenheiten berücksichtigen. Abschließend
werden auch stilisierte Schlussfolgerungen für Österreich gezogen.
Globalisation and labour markets: Effects on distribution and employment. A
survey of the theoretic literature
The present contribution surveys possible employment and distribution effects of
intensified international trade and/or stronger factor mobility. The
argumentation is set within the frame of neoclassical trade theory and its
modern extension which explicitly account for labour market rigidities. Finally,
some stylized conclusions for Austria are drawn.
*) Univ. Prof. DDr. Ingrid Kubin, Institut für Volkswirtschaftslehre und
Politik, Abteilung für Außenwirtschaft und Entwicklungsplanung,
Wirtschaftsuniversität Wien
Ao Univ. Prof. Mag. Dr. Peter Rosner, Institut für
Wirtschaftswissenschaften, Universität Wien, Wien
Lehner*) JEL No L16, F23, F43
Globalisierung und Unternehmen
Die Globalisierung wird immer stärker zum bestimmenden Faktor für die
weltwirtschaftliche Gesamtsituation. Sie ist für ein Unternehmen immer mehr
gleichzeitig eine schmerzhafte Herausforderung und eine positive Chance. Dies
wird im vorliegenden Beitrag am Beispiel des Textilkonzerns Linz Textil Holding
AG gezeigt.
Globalisation and Enterprises
Globalisation is becoming the determining factor for universal economic
developments around the world. It is increasingly emerging as a combination of
challenge and opportunity at the enterprise level. The following article
describes these shifting conditions by using an example from the textile sector;
namely, Linz Textil Holding AG in Austria.
*) Konsul Dr. Dionys Lehner, CEO, Linz Textil Holding AG, Linz
Nauschnigg*) JEL No E42, F32, F33, F34, F43, G15, H26, O16
Globalisierung und Kapitalverkehr: Kapitalverkehrsliberalisierung
Entwicklung und Rahmenbedingungen der internationalen Finanzströme seit dem
19. Jahrhundert und die Zu- und
Abnahme der globalen Integration werden kurz dargestellt. Auf die
wirtschaftlichen Effekte der Kapitalverkehrsliberalisierung wird eingegangen.
Probleme bestehen durch ungleiche regionale und zeitliche Verteilung der
Finanzströme sowie Instabilitäten auf den Finanzmärkten, mit einem Anstieg
der Zahl der Finanzkrisen. Zur Lösung des Problems des Steuerwettbewerbs wird
eine "Steueroasen-Transaktionsteuer" vorgeschlagen. Einige
Reformvorschläge zur Prävention und Lösung von Finanzkrisen werden
vorgestellt.
Globalisation and Capital Movement: Capital Movement Liberalisation
The development and framework for international capital flows and the ups and
downs of global integration since the nineteenth century are presented. The
economic effects of capital movement liberalisation are shown. Problems exist
because of the uneven distribution of capital flows in time and space, as well
as increased instability in the financial markets with an increase in financial
crisis. A "transaction tax for tax heavens" as a solution for the
problem of tax competition is proposed. Some Reform proposals for preventing and
solving financial crisis are mentioned.
*) Franz Nauschnigg, Abteilungsleiter, Abteilung für
Integrationsangelegenheiten und internationale Finanzorganisationen,
Österreichische Nationalbank (ÖNB), Wien
Noll*) JEL No K2
Strategische Interaktionen bei Konventionalstrafen
Angesichts der enormen Verbreitung in der Vertragspraxis sowie der Fülle an
Entscheidungen der Rechtsprechung ist es verwunderlich, wie wenig sich sowohl
die juristische als auch (zumindest deutschsprachige) ökonomische Forschung mit
Konventionalstrafen beschäftigt. Als Fortsetzung eines früheren Beitrags
(Noll, 2002a) soll das Augenmerk der Analyse nunmehr weniger auf die jeweils
eigene Gewinnmaximierung der beteiligten Parteien gelegt werden, sondern eher
auf die strategische Situation, die daraus entsteht, dass die Interessen der
Parteien einander im Extremfall diametral entgegengesetzt sein mögen. Grundlage
der Analyse wird ein spieltheoretisches Modell sein, aus welchem in gleicher
Weise rechtspolitische Empfehlungen wie auch Hinweise für die Wirtschaftspraxis
gefolgert werden können.
Strategic interactions with conventional penalties
Considering the widespread use of conventional penalty agreements as well as the
amount of case law it surprises that there hardly is research on that subject
(at least in the german-speaking branch of economics). In this paper we continue
the analysis started in a former issue. We have already found that contractual
penalties increase incentives for diligence and lead to higher prices. Both can
be beneficial as an indiviual means of risk-allocation. But now we use a
game-theoretic approach to analyse possibilities for strategic behaviour.
Several constellations of parameters are considered in order to determine each
player's optimal strategy. Even some political conclusions regarding optimal
adjucation will be drawn since the model makes up for the circumstance that
legally granted indemnities could be used instead of contractual penalties.
*) Univ. Ass. Mag. DDr. Jürgen Noll, Lehrstuhl für Industrie, Energie
und Umwelt, Institut für Betriebswirtschaftslehre, Universität Wien, Wien
Raffer*) JEL No F0, B5
Kommentar: Globalisierung und internationaler Handel
Die widersprüchliche Argumentationslinie Prof. Sieberts wird kritisiert, die
ein und dasselbe Modell je nach Bedarf als realistisch oder unrealistisch
bezeichnet, stets um einen ideologischen Freihandelsoptimismus
"stützen" zu können. Das Papier präsentiert logische Argumente und
theoretische Vorbehalte gegen die unkritische, neoliberale These, der real
existierende Weltmarkt entspräche dem Lehrbuchmarkt und man könne daher aus
diesem einfach wirtschaftspolitisch sinnvolle Handlungsanweisungen ableiten,
zeigt die Schwächen und Doppelstandards der WTO auf, die diese als Regelsystem
disqualifizieren, sowie die durch Liberalisierung des Kapitalverkehrs
ausgelösten Katastrophen. Es zeigt, dass sich die These globaler Konvergenz
nicht aus Sieberts Argumenten ableiten läßt.
Globalisation and International Trade: Some Critical
Remarks
The contradictory way of Prof. Siebert’s argumentation is criticised.
Depending on his needs he declares one and the same model to represent reality
or to be totally unrealistic, always in order to "support" an
ideologically determined freetradism. This paper presents logical arguments and
theoretical caveats against the uncritical neoliberal assertion really existing
global markets would be identical with textbook markets, which would thus be
useful blueprints for prudent economic policies. It shows the deficiencies and
double standards of the WTO that disqualify it to be an appropriate rule based
framework for the global economy, and it discusses the crashes brought about by
capital account liberalisation. It shows that the thesis of global convergence
is not proved by Siebert’s arguments.
*) Ao Univ. Prof. DDr. Kunibert Raffer, Institut für
Wirtschaftswissenschaften, Universität Wien, Wien
Schuh*) JEL No F02, F23, L19
Kommentar: Globalisierung und Unternehmen -Reaktionsstrategien von
Unternehmen auf Chancen und Herausforderungen in globalen Märkten
Im vorliegenden Kommentar zum Beitrag von Springer und Rufera wird eine
differenziertere Sichtweise bei der Behandlung von Globalisierungsstrategien
eingefordert. Das Umwelt-Strategie-Struktur-Paradigma wird als Leitkonzept für
die betriebswirtschaftliche Globalisierungsforschung vorgestellt. Konzepte wie
das Integration-Responsiveness-Grid und das der Globalisierungstreiber erlauben
eine differenzierte Analyse der Globalisierungsbetroffenheit auf
Geschäftsebene. Zur Abgrenzung der Globalisierungsstrategie von traditionellen
Internationalisierungsstrategien ist auf ein mehrdimensionales Konstrukt
zurückzugreifen. Im Gegensatz zur vorherrschenden Meinung steht dem Management
im multinationalen Unternehmen (MNU) eine Vielfalt an Reaktionsmöglichkeiten
zur Verfügung. Die organisatorische Umsetzung von Globalisierungsstrategien
wird als größte aktuelle Herausforderung erkannt.
Commentary: Globalization and Firms - Reactive strategies of firms to cope
with chances and challenges in global markets
Springer and Rufera offer a general framework to explain the response strategies
of firms towards globalization – at the expense of a more differentiated view.
This article adds a few key concepts and gives comments upon statements of the
authors. The "environment – strategy – structure"-paradigm is
presented as the dominant inquiry perspective of international business and
management researchers when studying globalization. Frameworks such as the
"integration – responsiveness"-grid or the "globalization
drivers" allow a profound analysis of the impact of globalization at the
level of the single business. In order to distinguish between the global and the
common international strategy a multi-dimensional construct is necessary. In
contrast to the opinion of the authors, management can choose among a variety of
responses to the increasing globalization of industries. The implementation of a
global strategy is currently seen as the largest challenge for the management in
MNCs.
*) Ass. Prof. Mag. Dr. Arnold Schuh, Institut für Absatzwirtschaft –
Abteilung Marketing, Wirtschaftsuniversität Wien, Wien
Siebert*) JEL No F0
Globalisierung und Internationaler Handel: Dimensionen, Ängste und Chancen
Der Artikel analysiert die Dimensionen der Globalisierung und setzt sich mit den
fünf prominentesten Ängsten der Globalisierungsgegner auseinander, nämlich,
dass internationaler Handel mit Wohlstandsverlusten einhergeht, dass die
Arbeitnehmer verlieren, dass die Entwicklungsländer Wohlstand einbüßen, dass
der Nationalstaat verschwindet und dass die Globalisierung zwangsläufig mit
Währungs- und Finanzkrisen verbunden ist. Ferner zeichnet der Beitrag die
Konturen einer zukünftigen "global governance" auf.
Globalization - Dimensions, Fears and Opportunities
The paper analyzes the dimensions of globalization and discusses the five most
prominent fears of anti-globalizationers, namely that the international division
of labor implies a welfare loss, that workers lose, that the well-being of
developing countries is reduced, that the national state vanishes and that
globalization necessarily leads to currency and financial crises. Furthermore,
the outline of a future system of governance for the world economy is drawn.
*) Prof. Dr. Dr. h.c. Horst Siebert, Institut für Weltwirtschaft,
Universität Kiel, Deutschland
Spahn*) JEL No E6, F2, F3, H2, H3
Globalisierung und Kapitalverkehr: Devisentransaktionssteuer -
Wechselkursstabilisierung oder "neues Finanzinstrument"?
Eine Devisentransaktionssteuer soll zwei Zielen dienen: der
Wechselkursstabilisierung und der Erschließung neuer Finanzierungsquellen für
"globale öffentliche Güter". Dieser Zielkonflikt lässt sich
auflösen, indem der klassischen Tobin-Steuer, die zur Stabilisierung von
Wechselkursen ungeeignet ist, eine speziell auf die Stabilisierung von
Preisschwankungen zugeschnittene Zusatzsteuer zugeordnet wird. Die Tobin-Steuer
hat dann rein fiskalische Ziele. Der Aufsatz diskutiert einige der mehr
technisch-administrativen Probleme, die bei der Konzeption und Implementierung
einer Devisentransaktionssteuer auftreten.
Globalisation and Capital Movement: Tax on foreign exchange transactions -
Exchange-rate stability, or "new financial instrument"?
A tax on foreign exchange transactions is supposed to serve two purposes: the
stabilization of exchange rates, and the exploitation of new sources of finance
for "global public goods". This conflict of objectives could be
resolved by supplementing the Tobin tax, unsuited for the stabilization of
exchange rates, by a surcharge that is tailored to stabilizing prices in foreign
exchange markets. The Tobin tax would then assume purely fiscal purposes. The
paper discusses some of the more technical and administrative problems that must
be considered when implementing a tax on foreign exchange transactions.
*) Prof. Dr. Paul Bernd Spahn, Universitätsprofessor, Fachbereich
Wirtschaftswissenschaften, Goethe-Universität, Frankfurt, Deutschland
Springer/Rufera*) JEL No F15, F21, F23
Globalisierung und Unternehmen: Reaktionsstrategien von Unternehmen auf
Chancen und Herausforderungen in globalen Märkten
In diesem Beitrag wird die Globalisierung aus Sicht von Unternehmen bewertet.
Ausgangspunkt ist die Annahme, dass eine fortschreitende Globalisierung die
Rahmenbedingungen für unternehmerisches Handeln grundsätzlich und nachhaltig
ändert. Nach einer Definition der Globalisierung werden jene Faktoren
diskutiert, welche die Globalisierung beschleunigen oder hemmen. Ein
wesentliches Ergebnis der Wirkung dieser Faktoren ist eine verschärfte
Wettbewerbssituation für Unternehmen. Aus globalisierungsbedingten Chancen und
Risiken für Unternehmen werden Reaktionsstrategien abgeleitet und nach den
Entscheidungsfeldern wettbewerbsstrategische Ausrichtung,
Internationalisierungspfad, Standardisierung versus Differenzierung des
Marketingkonzeptes und Organisation von Unternehmen besprochen.
Globalization and Firms: Reactive strategies of firms to cope with chances
and challenges in global markets
In this article the globalization will be evaluated from a firm’s perspective.
The authors assume that a progressing globalization will change the framework
for firms in principle and sustainable. After having defined globalization those
factors will be discussed which accelerate or decrease globalization. An
essential result of the impact of these factors is a more intense competitive
situation for firms. Chances and risks of globalization lead to reactive
strategies which are going to be discussed according to the decision areas
competitive positioning, internationalization track, standardization versus
differentiation of the marketing conception and organization of the firm.
*) Prof. Dr. Reiner Springer, Leiter, Institut für
Betriebswirtschaftslehre des Außenhandels, Wirtschaftsuniveristät Wien, Wien
Dr. Stefan Rufera, Universitätsassistent, Institut für
Betriebswirtschaftslehre des Außenhandels, Wirtschaftsuniveristät Wien, Wien
Zotter*) JEL No E6, F2, F3, H2, H3
Kommentar: Globalisierung und Kapitalverkehr
Sowohl bei Integrations- und Liberalisierungsschritten als auch bei
Reregulierungs- und Sta-bilisierungsschritten ist das Wie, der Weg für den
Erfolg des Unterfangens von Bedeutung. Die Reihenfolge der Schritte und das
makroökonomische Umfeld entscheiden darüber, ob die Umsetzungsmaßnahmen zur
Stabilisierung beitragen können, oder ob sie zu mehr Krisenanfälligkeit
führen. Je höher die makroökonomische Volatilität, desto kostenintensiver
wird es, die Volatilität auf den Finanzmärkten wieder einzufangen. Gegenüber
Interventionen der Zentralbank zur Stabilisierung von Wechselkursen erscheint
eine modifizierte Tobinsteuer als die für die Realwirtschaft kostengünstigere
Variante, wenn die technischen Einwände tatsächlich beherrschbar sind.
Voraussetzung scheint aber eine zumindest bilaterale Lösung etwa in einem
modifizierten EWS II im Zuge der Erweiterung der Europäischen Union. Die
Diskussion um eine modifizierte Tobin-Steuer sollte jedoch nicht von anderen
Themen ablenken, die vor allem im Zuge des europäischen Integrationsprozesses
ein mindest eben so großes Potential bieten, exzessive Volatilitäten
einzudämmen.
Commentary on Globalisation and Capital Movement
For both, integration and liberalisation as well as re-regulation and
stabilisation measures, the way of the implementation is decisive for the
success of the undertaking. The right sequence of the steps taken and the
macroeconomic environment determine whether the measure eventually lead to more
stability or whether they make the economy more susceptible for financial crises.
The higher the macroeconomic volatility, the higher the costs of stabilisation.
Compared to central bank interventions to stabilise exchange rates, a modified
Tobin tax appears to be the less costly alternative for the economy, given the
technical impediments can be mastered. A bilateral solution seems to be a
minimum requirement for the implementation, the EMS II in the process of the
enlargement of the EU being a possible "real laboratory". The
discussion on the Tobin tax should not distract our interest in other fields
bearing at least the same potential to dampen excess volatility - especially in
the context of European integration.
*) Mag. Thomas Zotter, Referent, Abteilung Wirtschaftswissenschaft und
Statistik, Bundesarbeiterkammer (BAK), Wien