MORGENgespräch vom 17.6.2015

FRÜHSTÜCK mit der Spitzenforscherin Univ.Prof.in Dr.in Alexandra Kautzky-Willer

„Was Geschlecht und Gesundheit miteinander zu tun haben.“

Frau Univ.Prof.in Dr.in Alexandra Kautzky-Willer ist anerkannte Fachärztin und national und international renommierte Expertin für Endokrinologie und Stoffwechsel, Mitverfasserin der Leitlinien der Österreichischen Diabetesgesellschaft und Inhaberin des Lehrstuhls für Gendermedizin an der Medizinischen Universität Wien. Als wissenschaftliche Leiterin unterstützt sie im „la pura women´s health resort kamptal“ die Umsetzung neuester medizinischer Erkenntnisse aus der Gendermedizin in die klinische Praxis.

Beim Morgengespräch gab sie Einblicke in die neuesten Erkenntnisse der frauenspezifische Gendermedizin.

Gender Medizin bzw. Geschlechtsspezifische Medizin

Gender Medizin bzw. Geschlechtsspezifische Medizin hat ihren Ursprung in den USA, wo sie aus der Frauenrechtsbewegung heraus entstandt und ist die internationale Fachbezeichnung für Humanmedizin unter einer geschlechtsspezifischen Betrachtungsweise in der Erforschung und Behandlung von Krankheiten.

Schwerpunkte der Gender Medizin sind u.a. das unterschiedliche Gesundheitsbewusstsein zwischen Mann und Frau, sowie das Suchtverhalten und Unterschiede in der Wirksamkeit von Medikamenten – die meisten Medikamente werden nämlich an jungen Männern erprobt.

Symptome von Krankheiten bei Frauen und Männern

Die Gender Medizin widmet sich weiters den Symptomen und Ausprägungen von Krankheiten bei Frauen und Männern, die durch unterschiedliche genetische und biologische Voraussetzungen begründet sind. Frau Dr. Kautzky-Willer erklärte, dass Frauen herzinfarkt- und schlaganfallgefährdeter sind als Männer. Immer häufiger kommt es bei Frauen auch zu erhöhtem Blutdruck, die Rate der Herz-Kreislauferkrankungen insgesamt steigt. Bei psychischen Erkrankungen wie Depressionen lassen sich Frauen hingegen häufiger als Männer behandeln. Zusammen mit einer erhöhten Stressanfälligkeit sind diese Ausprägungen Folge der Mehrfachbelastung von Frauen.

Vorsorgeuntersuchung

Frau Dr. Kautzky-Willer erklärte, wie wichtig daher eine Vorsorgeuntersuchung einmal jährlich ist. Sie informierte mit Nachdruck, dass Entspannung in Verbindung mit ausreichend Bewegung und gesundheitsbewusster Ernährung ein ganz wichtiger Teil der Gesundheitsförderung der Frau darstelle. Sie wies darauf hin, sich auch im Alltag Zeit für sich selbst zu nehmen.

Imagebild: WKW

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