WKÖ-Gleitsmann zu Pensionen: Reformansätze kommen keinen Moment zu früh

Budgetsituation drängt – Frauenpensionsantrittsalter angleichen, um Chancen und Fairness zu schaffen

„Dass sich die Österreicher von der Tradition der allzu frühzeitigen Pensionierung verabschieden müssen, ist eine Tatsache. Dass dieser in konkreten Reformschritten des Pensionssystems Rechnung getragen werden muss, auch. Daher begrüßen wir die heue angekündigten Initiativen der ÖVP in diese Richtung“, so Martin Gleitsmann, Leiter der sozialpolitischen Abteilung der Wirtschaftskammer Österreich. „Wir brauchen nachhaltige Lösungen zur Erhaltung und Finanzierbarkeit unseres Pensionssystems – und zwar besser heute als morgen, denn die Zeit drängt“, stellt Gleitsmann in Bezug auf die von der Regierung gesetzte Frist bis Ende Februar 2016 klar.  

Die Pensionen fressen einen immer größeren Anteil am Budget: Allein von 2013 bis 2019 steigt der Anteil der Pensionsausgaben an den gesamten Ausgaben von 24,4 auf 29,7 Prozent. Ab 2020 wird dieser Anstieg durch das Ausscheiden der starken Baby-Boomer-Jahrgänge aus dem Erwerbsleben noch massiver ausfallen. „Es müssen daher rasch Reformen umgesetzt werden, die das System leistbar erhalten“.  

Zum „Dauerthema“  Frauenpensionsalter erneuert Gleitsmann die Forderung der  Wirtschaft nach einer raschen Anhebung des Antrittsalters. „Das schafft Fairness und Chancen, schließlich sind Frauen durch den frühzeitigen Pensionseintritt oftmals beim Lebenseinkommen und der Karriereentwicklung stark benachteiligt.“  (PWK570/PM)

Rückfragen:
Wirtschaftskammer Österreich
Abteilung für Sozialpolitik und Gesundheit
Dr. Martin Gleitsmann
T: +43 5 90 900 4286
E: Martin.Gleitsmann@wko.at
16.7.2015 Petra Medek
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