FHP-Erfolge

Übersicht



Flugsteuer

Flugabgabe für Kurz- und Mittelstrecke gesenkt

Ein erster Schritt in die richtige Richtung: Der Ministerrat und das österreichische Parlament haben
per 1. Jänner 2013 eine teilweise Senkung der seit April 2011 erhobenen Flugsteuer beschlossen.
Auf der Kurzstrecke sind statt 8 künftig nur mehr 7 Euro fällig, auf der Mittelstrecke 15 statt 20
Euro. Auf der Langstrecke bleibt sie weiterhin bei 35 Euro. 

E-Rechnung

Elektronische Rechnung mit Papierrechnung gleichgestellt

Ab Jänner 2013 wird die elektronische Rechnungsstellung in Österreich vereinfacht. Im Mittelpunkt
dieser Neuregelung steht die grundsätzliche Gleichbehandlung von Rechnungen auf Papier und
elektronischen Rechnungen. Unternehmen dürfen ab 2013 Rechnungen auch per E-Mail (sofern der Empfänger zustimmt) oder als E-Mail-Anhang, Web-Download, PDF oder Textdatei übermitteln.
Bisher war dies per E-Mail nur möglich, wenn die Echtheit der Herkunft und Unversehrtheit des
Inhalts durch eine fortgeschrittene elektronische Signatur oder mittels EDI-Verfahren gewährleistet
war. Dieser Nachweis kann nun auch durch ein innerbetriebliches Steuerungsverfahren erbracht
werden. 

Auftragsforschung

Forschungsprämie: Deckelung von 100.000 auf 1 Mio. Euro angehoben

Bis 31. Dezember 2011 gab es für die Auftragsforschung bis zu einer maximalen
Bemessungsgrundlage von 100.000 Euro eine Prämie von 10 Prozent. Die Maximalprämie dafür
betrug also 10.000 Euro. Diese Deckelung wurde ab 1. Jänner 2012 auf 1 Mio. Euro angehoben,
wodurch für die Auftragsforschung eine Forschungsprämie von bis zu 100.000 Euro möglich ist. Für
die eigenbetriebliche Forschung gilt bei Vorliegen der Voraussetzungen generell eine Prämie von 10
Prozent (ohne Deckelung).

Auslandsmontagen steuerlich entlastet

WKO erreicht Nachfolgereglung für vom VfGH aufgehobene Steuerbegünstigung für Auslandsmontagen

Die Nachfolgeregelung für Auslandsmontagen ist ein wichtiger WKO-Erfolg für international tätige
Unternehmen.

Gute Nachrichten gibt es für österreichische Unternehmen, die etwa im Anlagenbau oder im Export
von Maschinen und Anlagen tätig sind: Die von der WKO geforderte und am 8.7.2011 vom
Nationalrat beschlossene Nachfolgeregelung für die vom Verfassungsgerichtshof aufgehobene
Steuerbegünstigung für Auslandsmontagen garantiert ihnen eine spürbare steuerliche Entlastung.
Ab dem kommenden Jahr werden 60 Prozent der Einkünfte für Tätigkeiten im Ausland - max. 4.200 Euro pro Monat - steuerfrei sein. Wichtige Voraussetzungen dafür: Es muss sich um eine
vorübergehende Entsendung von mindestens einem Monat an einen mindestens 400 Kilometer von
der österreichischen Staatsgrenze entfernten Einsatzort handeln.

Neuregelung nützt mehr Branchen

Für die steuerliche Erleichterung zählt nicht mehr – wie bisher – die Branche. Die im Ausland zu
leistenden Arbeiten müssen überwiegend unter "erschwerenden Umständen“ geleistet werden.
Darunter sind Umstände wie jene zu verstehen, die eine begünstigte steuerliche Behandlung von
Schmutz-, Erschwernis- und Gefahrenzulage bewirken. Auch belastende Aufenthaltsbedingungen
im Einsatzland oder regionale Gefährdungssituationen können die Arbeit erschweren. Mit diesen
Bestimmungen ist jedenfalls sichergestellt, dass mehr belastende Auslandstätigkeiten als bisher
von der steuerlichen Entlastung profitieren können.

Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit

Die steuerliche Entlastung unterstützt nicht nur die Beschäftigung in Österreich und fördert die
Mobilität der Arbeitskräfte, sondern erhöht vor allem die Konkurrenzfähigkeit österreichischer
Unternehmen im Ausland. Die neue, EU-konforme Regelung erleichtert heimischen Unternehmen
nun die wirtschaftliche Planung ihrer Auslandsaktivitäten. Der nunmehr beschlossenen
Nachfolgeregelung für Auslandsmontagen waren überaus intensive Verhandlungen der WKO
vorausgegangen.

Kreditvertragsgebühr abgeschafft

Kosten der Kreditfinanzierung für Unternehmen gesenkt

Mit der Abschaffung der Kreditvertragsgebühr per 1.1.2011 wurde eine langjährige Forderung der
WKÖ erfüllt.

Bisher war es so, dass für ein Darlehen bzw. einen Kredit – unabhängig von der Laufzeit – eine
gesetzliche Gebühr in Höhe von 0,8 Prozent der Darlehens- bzw. der Kreditsumme angefallen ist.
Bei längerfristigen Kontokorrentkrediten / Rahmenkrediten machte die Kreditvertragsgebühr 1,5
Prozent des vereinbarten Rahmens aus.

Durch den Wegfall der Kreditvertragsgebühr sollten die Kosten der Kreditfinanzierung für
Unternehmen vermindert werden und eventuelle negative Effekte der neuen Bankensteuer sowie
der künftigen neuen Eigenkapitalregeln für Banken (Basel III) abgefedert werden.

Laut Berechnungen des Finanzministeriums betrug das Aufkommen der Kreditvertragsgebühr rund
150 Mio. EUR. Geht man davon aus, dass jeweils die Hälfte von Privaten bzw. von Unternehmen
aufgebracht wurde, so ergibt sich ein Einsparungsvolumen für unsere Mitglieder von rund 80 Mio.
EUR.

Entlastung der Kleinunternehmen durch vierteljährliche statt monatliche Umsatzsteuervoranmeldung

Mit dem Beschluss des Abgabenänderungsgesetzes 2010 heute, Donnerstag, im Nationalrat wurden auch Änderungen umsatzsteuerlicher Meldepflichten beschlossen. "Die WKÖ begrüßt die nun vorgenommene Entlastung für Klein- und Kleinstunternehmer, da die Umsatzsteuervoranmeldungen von nun an nicht mehr monatlich sondern nur mehr vierteljährlich zu erfolgen haben. Auch in anderen administrativen Bereichen kommt es zu Entlastungen. Damit wird im Sinne der Unternehmen gehandelt“, betonte der Leiter der Finanzpolitischen Abteilung in der Wirtschaftskammer Österreich, Ralf Kronberger.

Bisher hatte ein Unternehmer seinem Finanzamt erst dann eine (monatliche oder ¼-jährliche) Umsatzsteuervoranmeldung (UVA) zu übersenden, wenn sein Vorjahresumsatz 100.000 Euro überstiegen hat (aber auch unter dieser Grenze waren Voranmeldungen vom Unternehmer zu erstellen und unternehmensintern aufzubewahren). Ab Beginn des kommenden Jahres sind UVA bereits ab einem Jahresumsatz von 30.000 Euro der Finanzverwaltung zu übermitteln.

Umsatzsteuererklärungen erst ab einem Jahresumsatz von 30.000 Euro 

Dieser (geringfügigen) Mehrbelastung stehen jedoch beträchtliche Liquiditätseffekte und administrative Entlastungen gegenüber. So müssen Kleinunternehmer Umsatzsteuererklärungen erst ab einem Jahresumsatz von 30.000 Euro (und nicht wie bisher schon ab 7.500 Euro) abgeben. Außerdem können UVA künftig bis zu einem Jahresumsatz von 100.000 Euro nur ¼-jährlich abgegeben werden. Bis jetzt war das nur möglich, wenn der Umsatz 30.000 Euro nicht überstiegen hat.

USt-Erklärung und Vorauszahlung erleichtert

Administrative Entlastungen für Klein- und Kleinstunternehmer ab 2011

Mit dem Abgabenänderungsgesetz 2010 wurden die umsatzsteuerlichen Meldeverpflichtungen neu
geregelt, die den Klein- und Kleinstunternehmern administrative Entlastung sowie einen positiven
Liquiditätseffekt bescheren. Die Änderungen treten mit 1.1.2011 in Kraft.

Die Umsatzgrenze zur verpflichtenden Abgabe der Umsatzsteuererklärung für Kleinunternehmer
wurde von 7.500 Euro auf 30.000 Euro angehoben. Außerdem können Unternehmer mit einem Vorjahresumsatz bis zu 100.000,- Euro die Umsatzsteuervoranmeldung nur mehr ¼-jährlich abgeben.

Bis Ende 201 war das nur möglich, wenn der Umsatz 30.000,- Euro nicht überstiegen hat. Die
Änderung von einer monatlichen auf eine vierteljährliche Abgabe wirkt sich sehr positiv auf die
Liquidität der Kleinunternehmer aus.

Gewinnfreibetrag: Steuervorteil für UnternehmerInnen

Bis zu 13 Prozent Ihres Gewinns bleiben steuerfrei

Mit Einführung des Gewinnfreibetrages erhalten UnternehmerInnen eine steuerliche Begünstigung. Bis zu einem Gewinn von Euro 30.000,-- fiel ab 1.1.2010 die Verpflichtung weg, in gewisse Wertpapiere oder Anlagegüter zu investieren.

Die Hartnäckigkeit der WKO hat sich ausgezahlt: Teil der Steuerreform ist der lange geforderte
Unternehmer-Freibetrag ab 2010.

Der Freibetrag wird für Gewinne von derzeit 10 % auf 13 % erhöht. Für die ersten 30.000 EUR
Gewinn entfällt die Investitionsbedingung. Sie erhalten den Grundfreibetrag automatisch – ohne
eine Investition zu tätigen oder Wertpapiere anzuschaffen.

» Beispieltabelle für den Gewinnfreibetrag

Steuerreform 2009

Am 11.3. 2009 hat der Nationalrat die Steuerreform 2009 beschlossen. Im Wesentlichen wurden alle Punkte des Entwurfes übernommen. Maßnahmen, wie die neuen günstigeren Tarife und Tarifstufen in der Einkommensteuer, die im Familienpaket festgelegten Entlastungen und die Möglichkeit einer vorzeitigen 30%-igen Abschreibung auf gewissen Wirtschaftsgüter kommen den Unternehmen schon ab 1.1.2009 zu Gute. Maßnahmen, wie der neue Gewinnfreibetrag, sind erst ab der Veranlagung 2010 anwendbar.

Entlastung bei der Lohn- und Einkommensteuer

Eine Entlastung wird durch folgenden neuen Lohn- bzw. Einkommensteuertarif erreicht:

  • Steuerpflichtige Einkommen bis € 11.000,- pro Jahr bleiben steuerfrei (bisher € 10.000,-)
  • Einkommen zwischen € 11.000,- und € 25.000,- werden mit 36,5% Grenzsteuersatz besteuert (bisher 38,33% ab € 10.000,-).
  • Einkommen zwischen € 25.000,- und € 60.000,- werden mit 43,143% Grenzsteuersatz besteuert    (bisher  43,6%  zwischen € 25.000,- und 51.000,-)
  • Einkommen über € 60.000,- (bisher € 51.000,-) werden mit 50% Grenzsteuersatz besteuert.
  • Bei einem Einkommen von € 30.000,- bedeutet das eine jährliche Entlastung von € 659,-, ab € 60.000,- erreicht die Entlastung € 1.350,-!


Im Rahmen des Konjunkturbelebungsgesetzes 2009 wurde zudem eine 30%-ige vorzeitige Abschreibung für die Jahre 2009 und 2010 beschlossen. Demnach können Unternehmen für abnutzbare körperliche Wirtschaftsgüter (Katalog der begünstigen Wirtschaftsgüter ist weitgehend deckungsgleich mit dem für Zwecke des investitionsbedingten Gewinnfreibetrages), die nach dem 31.12.2008 und vor dem 1.1.2010 angeschafft bzw. hergestellt werden, eine vorzeitige einmalige Absetzung für Abnutzung von 30% der Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten vornehmen.

» Gesetzestext Steuerreformgesetz 2009

» Gesetzestext Konjukturbelebungsgesetz 2009

KMU-Bankenpaket

Die Haftung für Firmenkonten wurde von 20.000 auf 50.000 Euro erweitert. Für KMU (Kleine und mittlere Unternehmen) in der Form von Einzelunternehmen (somit die Mehrheit der KMU) gilt 2009 - wie für Private - die unbegrenzte Einlagensicherung. Ab 2010 liegt die Obergrenze bei 100.000 Euro. 

Weiters wurde auf europäischer Ebene eine Gleichstellung der KMU, die als Personen- und Kapitalgesellschaften geführt werden, erreicht. Damit gilt für KMU dieselbe Obergrenze (100.000 Euro) wie für Private. Somit wurde eine zentrale Forderung der Wirtschaft zur Absicherung der Einlagen realisiert.

Abschaffung der Erbschafts- und Schenkungssteuer

Per 1. August 2008 wurde die Erbschafts- und Schenkungssteuer ersatzlos abgeschafft. Schenkungen unter Lebenden müssen jedoch - bei Überschreiten bestimmter Wertgrenzen - dem Finanzamt gemeldet werden. Zwischen Angehörigen bei mehr als 50.000 Euro pro Jahr und zwischen Nichtangehörigen bei mehr als 15.000 Euro binnen 5 Jahren. 

Wichtig für die Unternehmensübergabe ist: Der vormals im Erbschafts- und Schenkungssteuergesetz geltende (anteilige) Freibetrag für Unternehmensübertragungen in Höhe von 365.000 Euro wurde in das Grunderwerbssteuergesetz übernommen. Zudem wurden noch Verbesserungen gegenüber der alten Rechtslage erreicht. 

Laut KMU-Forschung stehen jährlich etwa 5.000 Betriebe zur Übergabe an. Davon finden ca. zwei Drittel innerhalb der Familie statt, die Mehrheit davon sind Schenkungen.

KMU-Paket

Einführung eines Freibetrags für Gewinne, die im Unternehmen investiert werden.

Zur Stärkung der über 300.000 Einnahmen-/Ausgabenrechner soll ein Gewinnfreibetrag gepaart mit einem Anreiz für Investitionen gewährt werden. Bis max. 10% des Gewinns bleiben steuerfrei, wenn dieser Betrag in Anlagenvermögen investiert wird. Das bewirkt eine Entlastung von rund 140 Mio Euro.

Allgemeiner Verlustabzug

Bisher konnten Einnahmen-/Ausgabenrechner nur die Anlaufverluste der ersten 3 Jahre mit Gewinnen gegenrechnen. Ab 2007 können Gewinne mit bis zu 3 Jahren zurückliegenden Verlusten gegenverrechnet werden. 

Ausdehnung der Kleinunternehmergrenze 

Bei der Umsatzsteuer wird die für die Steuerbefreiung von Kleinunternehmern geltende Umsatzgrenze von 22.000 auf 30.000 Euro hinaufgesetzt. Dadurch haben ca. 100.000 Unternehmer die Möglichkeit, ihre Umsätze unecht steuerbefreit anzuführen und profitieren davon mit einer Entlastung von ca. 10 Mio. Euro. 

Zusätzliche Förderinitiativen für KMU

Die Austria Wirtschaftsservice GmbH (AWS) kann künftig kleinere Kredite als bisher (sog. Mikrokredite bis 25.000 Euro) mit Haftung besichern, was die Kreditaufnahme für Kleinunternehmen erleichtert.

Die AWS betreibt auch den Double Equity-Garantiefonds: Wenn ein Jungunternehmer frisches Eigenkapital in seine Firma einbringt, verdoppelt Double Equity das Eigenkapital durch einen Anschlusskredit in derselben Höhe. Mit dem KMU-Paket wurde Double Equity durch Erhöhung des Haftungsrahmens von 1 auf 2 Mio. Euro pro Projekt aufgestockt.

Ein Innovationsschutzprogramm, das einen besseren Schutz für Innovationen österreichischer KMU bietet. Die Hälfte der Kosten einer Patentanmeldung übernimmt das AWS.

Lukrative Exportförderung: Das Entgelt für Wechselbürgschaften bei Exportfonds-Krediten wird um ein Drittel reduziert.


21.12.2016
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