Salzburg sucht den Lehrling 2015

Der Countdown läuft: Gemeinsam mit dem ORF macht sich die Wirtschaftskammer wieder auf die Suche nach „Salzburgs Lehrling 2015“. Mit­machen lohnt sich. Auf die Gewinner warten tolle Preise.

Die „SW“ berichtet im Vorfeld über frühere Gewinner. Was wurde aus Stefanie Schitter – Lehrling des Jahres 2012?

Stefanie Schitter war eine aufgeweckte, unbekümmerte junge Frau – bis September 2011. Da erlitt die angehende Friseurin einen Schlaganfall. Die damals 16-Jährige meisterte ihr persönliches Schicksal bemerkenswert und zeigte eine Kämpfernatur. Sie arbeitete sich mühsam ins Leben und in den Beruf zurück: „Ich habe große Unterstützung von meiner Familie und von meiner Chefin erhalten. Sie sicherte mir zu, dass ich mir für das Gesundwerden alle Zeit der Welt nehmen könne und dass sie mich behält. Nach drei Monaten habe ich zuerst stundenweise gearbeitet und dann die Arbeitszeit langsam wieder ausgebaut.“

Für ihre Chefin Felicitas Zoroaster vom „Salon Erika“ in Tamsweg war klar, Stefanie nach dem Schicksalsschlag beiseitezustehen: „Wir standen am Anfang auch unter Schock. Dann haben wir alles daran gesetzt, die Steffi aufzufangen, sie zu motivieren und ihr Mut zu machen. Für sie war es einfach wichtig zu wissen, dass sie nicht alleine ist.“

Javascript und ein HTML5 oder Flash fähiger Browser werden benötigt um dieses Video anzuzeigen

Die Lehre hat Schitter im Juli 2014 abgeschlossen. An den Sieg als „Lehrling des Jahres“ denkt die Lungauerin gerne zurück: „Das war schon cool, vor allem, dass sie mich ohne mein Wissen angemeldet haben. Viele Leute sprachen mich darauf an, haben mitgefiebert und beim Voting mitgestimmt. Die Kunden brachten mir sogar Geschenke ins Geschäft – das war für mich überaus motivierend und hat mir Kraft gegeben, um wieder voll durchzustarten.“

Anderen Lehrlingen empfiehlt Schitter, sich weiterzubilden und die Arbeit engagiert auszuüben. Ihr Lebensmotto lautet: „Es passiert nichts ohne Grund. Ich weiß zwar bis heute nicht, warum ich den Schlaganfall erleben musste. Aber vielleicht deswegen, weil ich dadurch viel an Lebenserfahrung sammeln konnte. Ich war gerade erst 16. Dann siehst du plötzlich andere junge Leute, die teils noch schwerere Krankheiten haben. Das ändert die Lebensperspektive.“

Zu ihren Zukunftsplänen meint die junge Tamswegerin: „Ich mache meine Arbeit als Friseurin nach wie vor gern und habe mir inzwischen meinen eigenen Kundenstamm aufgebaut. Ich will auf alle Fälle in dem Beruf bleiben. Als Friseurin lernt man eigentlich nie aus, weil sich die Mode ständig ändert. Ich besuche laufend Seminare und möchte auch noch eine Visagisten-Ausbildung machen. Und auch selbst Lehrlinge auszubilden wäre schön. Es gibt noch viel zu tun.“

Die Anmeldung zum Wettbewerb „Bist du g’scheit“ ist bis 5. September möglich. Lehrlinge können sich selbst bewerben oder von Ausbildnern, Eltern, Geschwistern oder Freunden nominieren lassen. Informationen und Anmeldung unter

www.sehrgscheit.at


Rückfragen:
Mag. Rudolf Eidenhammer
Leiter der Bildungspolitik in der WKS
Tel: 0662/8888-320
E-Mail: bildungspolitik@wks.at
30.7.2015 Robert Etter
auf Facebook teilen | auf Twitter teilen | Teilen mit Google+ diese Seite per E-Mail versenden diese Seite drucken als PDF downloaden