"Fake-Postings" und ihre Folgen

Alles wird im Internet von Usern bewertet. Doch was, wenn die "User" gefälscht und "Statements" erfunden sind?

Sommer, Sonne, Sonnenschein - da stellt sich bei vielen nur mehr die Frage: Wohin geht die Reise? Und in welchem Hotel wird man absteigen? Bewertungsportale sind dabei wichtige Entscheidungshilfen - und das nicht nur in der Reisebranche: In fast allen Bereichen des Onlinehandels kann man heute Bewertungen abgeben und finden. Viele Menschen verlassen sich auch darauf, was andere als "Erfahrungswerte" auf den verschiedenen Plattformen mitgeteilt haben. Spätestens seit dem Skandal um eine Wiener Werbeagentur im vergangenen Jahr, die unter anderem für politische Parteien gezielt wohlwollende Postings in Onlinemedien lanciert hat, ist das Vertrauen in manches Posting aber erschüttert - und Unternehmer quer durch alle Wirtschaftszweige vermuten, dass sich Konkurrenten dieser zweifelhaften Instrumente bedienen, um sich selbst einen Vorteil zu verschaffen: Unlauterer Wettbewerb hätte man früher dazu gesagt.

Experte: "Nur freiwillige Selbstbeschränkung hilft"
Wie aber soll man als Konsument oder Unternehmer Fakes erkennen? Dazu haben wir den Online-Marketing-Spezialisten Richard Pettauer - selbst Unternehmer und Lektor an der Uni Wien - befragt. "Meiner Meinung nach hat man in Wirklichkeit überhaupt keine Chance, ein geschicktes Fake-Posting als solches zu enttarnen", sagt Pettauer. Zwar gelte grundsätzlich im Netz, dass man "authentisch" sein müsse. "In Wirklichkeit wird es aber nur eine Möglichkeit geben, solche Dinge einzudämmen - und das ist die freiwillige Selbstbeschränkung einer ganzen Branche." Genau hier setzt der Fachverband für Werbung und Marktkommunikation an: In intensiver Arbeit hat man in den vergangenen Monaten alle Fragen rund um Fake-Postings zusammengetragen. Auch rechtlich relevante Fragen wurden ausgearbeitet: So können Agenturen, die für Unternehmen posten, durchaus etwa mit dem Gesetz gegen unlauteren Wettbewerb in Konflikt geraten. Um das zu verhindern, gibt es nun eine umfassende Empfehlung hier.

Rückfragen:
Wirtschaftskammer Steiermark
Stabsstelle für Kommunikation & Marketing
E redaktion.stwi@wkstmk.at

16.7.2015
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