2.020 neue Firmen im ersten Halbjahr

Elf neue Betriebe täglich wurden im ersten Halbjahr in der Steiermark eröffnet - ein Plus von 2,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Die Zahl der Unternehmensgründungen steigt. Das ist ein gutes Zeichen für den Wirtschaftsstandort, denn Jungunternehmen tragen nicht nur zur Wettbewerbsfähigkeit eines Landes bei, sie sorgen auch für Beschäftigung: Laut einer Studie der Donau-Universität in Krems (NÖ) entstehen durch jede Gründung 2,4 Arbeitsplätze.

Gute Zahlen
Deshalb lesen sich die Gründerzahlen des ersten Halbjahres gleich doppelt positiv: 2.020 neue Betriebe wurden aufgesperrt, inklusive der selbstständigen Personenbetreuer waren es sogar 3.058. Im Vergleich zum ersten Halbjahr 2014 sind die Gründungen damit um 2,5 Prozent gestiegen und haben wieder das Niveau von 2009 erreicht. Diese positive Dynamik gelte es jetzt zu nutzen, fordert WKO Steiermark-Präsident Josef Herk. "Und zwar mit Strukturreformen, nicht zuletzt am Arbeitsmarkt. Wir müssen den Betrieben wieder Luft zum Atmen lassen. Die Lohnnebenkosten müssen runter, die Leistungsanreize rauf. Dann werden aus den Gründern von heute auch die Arbeitgeberbetriebe von morgen."

Start-ups als Rockstars
Erfreulich ist laut Herk, dass "Start-ups die neuen Rockstars unserer Zeit sind. Zu Recht, denn Unternehmertum ist weit mehr als reiner Broterwerb, es ist eine Lebenseinstellung – ein Lifestyle, bei dem man Herausforderungen nicht scheut, sondern anpackt. Deshalb gibt es auch keinen mutigeren, aber auch keinen interessanteren Schritt als jenen in die Selbstständigkeit", macht Herk potenziellen Jungunternehmern Mut.

Wir stehen Ihnen zur Seite!
Um diesen Lifestyle bestmöglich zu unterstützen, sind Michaela Steinwidder und ihr Team vom WKO-Gründerservice im Dauereinsatz: 23.492 Beratungen gab es allein im ersten Halbjahr 2015. "Darüber hinaus organisieren wir Workshops, Netzwerktreffen und die Gründermesse mit heuer mehr als 600 Teilnehmern", sagt Steinwidder. Am häufigsten gegründet wird übrigens im Alter zwischen 30 und 40 Jahren sowie fachlich gesehen in Gewerbe und Handwerk (42,1 Prozent aller Neugründungen). Das wichtigste Motiv bleibt die flexible Zeit- und Lebensgestaltung: 65 Prozent gaben dies als Grund für ihren Schritt an. Die Statistik widerlegt auch die Mär von der "Notlösung": Weniger als zehn Prozent fühlen sich "in die Selbstständigkeit gedrängt".

Rückfragen:
Wirtschaftskammer Steiermark
Stabsstelle für Kommunikation & Marketing
E redaktion.stwi@wkstmk.at

30.7.2015
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