Vorarlbergs Betriebe auch weiterhin top in Sachen energieeffizienter Produktion

Wie effizient, belegen die aktuellsten Zahlen der Statistik Austria.

„In Vorarlberg wurde wieder höchst effizient produziert“, freut sich Mag. Marco Tittler, Leiter der wirtschaftspolitischen Abteilung bei der Analyse der gerade veröffentlichten Daten der Statistik Austria. Denn die von der Wirtschaftskammer untersuchten Daten zeigen eine weitere Steigerung der Energieeffizienz des heimischen Produktionssektors.

Steigerung der Produktion
Während der Energieverbrauch in den letzten Jahren stagnierte oder teilweise sogar leicht rückläufig war, konnte der Wert der abgesetzten Produktion stetig gesteigert werden. Der Wert für die abgesetzte Produktion des heimischen Produktionssektors stieg von 9,56 Mrd. Euro im Jahr 2009 auf über 12,5 Mrd. Euro im Jahr 2015. Dies bedeutet eine Steigerung von über 30 Prozent. Im gleichen Zeitraum stieg der energetische Endverbrauch im Produktionssektor von 8.573 TJ (Terajoule) auf 8.730 TJ um nur 1,8 Prozent und stagnierte zwischenzeitlich sogar.
 
Anders ausgedrückt: Der Vorarlberger Produktionssektor produzierte 2015 mit dem annähernd selben Energieverbrauch wie 2009 um 30 Prozent mehr. „Das ist äußerst erfreulich und zeigt den sorgsamen Umgang der Unternehmen mit Energie und dem Thema Energieeffizienz in Vorarlberg“, betont Mag. Marco Tittler.


Die Unternehmen beteiligen sich freiwillig an Energieeffizienznetzwerken oder nehmen an Lehrgängen zum Europäischen Energiemanager teil. Dieses Engagement schlägt sich auch in den Kennzahlen nieder.
 
„Der Einsatz von Energie ist bereits seit geraumer Zeit zu einem strategischen Wettbewerbsfaktor geworden und die Betriebe überlegen sich hier sehr genau, wie mit der kostbaren Ressource am effizientesten umzugehen ist. Das wirtschaftlich zu realisierende Potenzial wird dabei aber immer geringer“, sagt Tittler und warnt davor, diese Entwicklung als gegeben hinzunehmen. „Hinter dieser Entwicklung stecken ein hoher Aufwand und ein beachtliches Engagement der heimischen Wirtschaft“, so Tittler.

Globaler Wettbewerb
Die Unternehmen stehen im globalen Wettbewerb mit Unternehmen aus Regionen, in denen Umwelt- und Klimaschutz ebenso eine untergeordnete Rolle spielen, wie beispielsweise der Arbeitnehmerschutz. Mehr denn je braucht es daher die richtigen Rahmenbedingungen und die Unterstützung durch die Politik. Unpraktikable Vorschriften wie das Bundesenergieeffizienzgesetz erzeugen hingegen nur bürokratischen Aufwand.

7.12.2016 Sabine Barbisch
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