Health Research Award: Gesundheitsthemen sind Zukunftsthemen

5. Österreichischer Gesundheitswirtschaftskongress beleuchtet Spannungsfeld zwischen steigender Nachfrage und Kostendruck

Zum zweiten Mal holt der Health Research Award, Preis für angewandte Forschung der Gesundheit-Fachhochschulstudiengänge in Österreich, ausgezeichnete Arbeiten von DiplomandInnen zur nationalen und internationalen Zukunftsfragen rund um das Thema Gesundheit vor den Vorhang. Gestern, Mittwoch, wurden die Awards, die von der Plattform der Gesundheitswirtschaft und den FH Gesundheitsstudiengänge ins Leben gerufen wurden, im Rahmen des 5. Österreichischen Gesundheitswirtschaftskongresses verliehen. Im Rahmen der Veranstaltung diskutierten renommierte Experten, wo im Gesundheitssystem dringender besteht.

"Unser Gesundheitssystem ist am Scheideweg. Vieles ist gelungen, doch es bleibt noch genug zu tun, um ein nachhaltiges Gesundheitssystem für die Zukunft zu sichern. Bereits gesetzte Reformschritte wie ELGA müssen jetzt auch zum Laufen gebracht werden“, betonte Martin Gleitsmann, Leiter der Abteilung Sozialpolitik und Gesundheit in der WKÖ und Mitbegründer der Plattform Gesundheitswirtschaft. "Was unser Gesundheitssystem vor allem braucht, ist ein kompetitiver Markt und stärkerer Wettbewerb, aber nicht im Sinne eines Kosten-, sondern eines Qualitätswettbewerbs zum Nutzen der Versicherten“, so Gleitsmann.

"Gesundheitsthemen sind Zukunftsthemen. Das Verständnis von Gesundheit und Krankheit hat sich in den vergangenen Jahrzehnten massiv verändert. Fragen wie: "Was müssen wir ändern, um in Zukunft möglichst lange bei guter Gesundheit leben zu können?“ werden mehr und mehr in den Fokus öffentlicher Diskussionen rücken. Es freut mich daher umso mehr, dass uns die Preisträgerinnen und Preisträger mit ihren Abschlussarbeiten zum Thema Prävention und Gesundheitsförderung zukunftweisende Antworten auf diese Fragen anbieten", so SVA Obmann Stv. Peter McDonald.

Gute Medizin zu bezahlbaren Preisen

"Die Diskussionen im Rahmen des 5. Österreichischen Gesundheitswirtschaftskongresses machen ganz deutlich: Der Veränderungsdruck wird von Jahr zu Jahr immer heftiger. Hintergrund ist die steigende Nachfrage nach Gesundheitsleistungen bei gleichzeitig begrenzten Mitteln aus dem Sozialtransfer. Es geht künftig um gute Medizin zu bezahlbaren Preisen. Deshalb ist es so wichtig, dass die Politik mehr Wettbewerb im System zulässt, um Methoden und Technologien aus anderen Branchen in die Gesundheitswirtschaft erfolgreich zu übertragen“, sagte Heinz Lohmann, Gesundheitsunternehmer und Präsident des Gesundheitswirtschaftskongresses.

Der Health Research Award

Der Award wurde in vier Kategorien verliehen. In der Kategorie E-Health gewann Philipp Neurohr (FH Joanneum), in der Kategorie Gesundheitsversorgung wurde die Arbeit von Julia Bobek (FH Joanneum) als beste prämiert, in der Kategorie Gesundheitsförderung gewann Karin Krottmayer (FH Burgenland) und in der Kategorie Management im Gesundheitswesen siegte Axana Hellmann (FH Joanneum). Neben WKÖ und SVA wird der Preis von VAMED, FEEI, Vinzenz Gruppe und FOPI gesponsert.

"Gesundheit und Lebensqualität zählen zu den wichtigsten Herausforderungen der Zukunft. Daher sind besonders auch im Management des Gesundheitswesens stets neue und kreative Konzepte notwendig. Daher unterstützen wir als führendes Unternehmen im Bereich Gesundheitswesen gerne den Health Research Award“, so Christian Krebs, Geschäftsführer der VAMED KMB.

"Als Gründer der Fachhochschule Technikum Wien freut es uns natürlich besonders, dass heuer bereits zum zweiten Mal ein Absolvent unserer Fachhochschule unter den Preisträgern ist. Dies zeigt, dass AbsolventInnen des Studiengangs Biomedical Engineering Sciences zu Österreichs Top-Experten im Bereich E-Health zählen“, stellt Manfred Müllner, stv. Geschäftsführer des FEEI – Fachverband der Elektro- und Elektronikindustrie in der WKÖ, zufrieden fest.

Michael Heinisch, Geschäftsführer der Vinzenz Gruppe: "Wir wollen mit der Unterstützung des Health Research Award besondere Leistungen junger Menschen für das Gesundheitswesen auszeichnen. Große Herausforderungen wie jene unseres Gesundheitswesens brauchen Kreativität, innovative Ideen und großen Mut zur Veränderung. Wir hoffen, dass dieser Preis wie eine Motivationspille zur Stärkung der Neugier und Freude an der Veränderung zum Wohle des Patienten wirkt“.

Ronald Pichler, FOPI-Generalsekretär: "FOPI, das Forum der forschenden pharmazeutischen Industrie in Österreich, steht für Forschung, Entwicklung und Innovation. Es ist uns ein großes Anliegen, die Rahmenbedingungen für Innovation von der Forschung bis zum Markteintritt weiter zu entwickeln. Weiters wollen wir die Vernetzung zwischen Wissenschaft und Wirtschaft nach Kräften unterstützen. Unsere herzliche Gratulation gilt den Preisträgern und unser großer Dank geht an all jene, die diese hervorragende Initiative ermöglichen.“ (PM)
 

 

 

 

Rückfragen:
Abteilung für Sozialpolitik und Gesundheit
Dr. Dietmar Schuster
Telefon: +43 (0)5 90 900 3714
E-Mail: dietmar.schuster@wko.at

11.3.2015
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