Auszug aus dem
Zusatzkollektivvertrag
vom 30. September 1974

       Zusatzkollektivvertrag abgeschlossen zwischen dem Fachverband der Papierindustrie einerseits und dem Österreichischen 
       Gewerkschaftsbund, Gewerkschaft der Chemiearbeiter, andererseits.

    § 2 Anwendung des Entgeltfortzahlungsgesetzes (EFZG)

(1) Die Ansprüche aus dem Gesetz über die Entgeltfortzahlung werden vom Arbeitsjahr auf das Kalenderjahr umgestellt (siehe § 2 Abs. 8 EFZG).

(2) Als Entgeltsbegriff im Sinne des § 3 EFZG gilt der Bruttodurchschnittsverdienst des letzten vorangegangenen Kalendervierteljahres gemäß den Punkten 47 und 70 des Kollektivververtrages vom 29.  April 1970. (Anmerkung: Durch Kollektivvertrag vom 11. Dezember 1974 Umstellung auf Berechnungshalbjahr; die angeführten Punkte entsprechen den Punkten 31 und 63 des Kollektivvertrages vom 10.  Jänner 1989.)

3) Arbeitnehmer, die in der Zeit vom 1. 1. - 30. 6. jedes Kalenderjahres eintreten, haben den vollen Anspruch auf Entgeltfortzahlung im laufenden Kalenderjahr; Arbeitnehmer, die ab 1. 7. eintreten, haben Anspruch auf die Hälfte der in § 2 (1) und (5) EFZG genannten Dauer.

(4) Der jeweils höhere Anspruch nach § 2 (1) letzter Satz und (5) zweiter Satz EFZG gebührt ab Beginn jenes Kalenderjahres, in das der Beginn jenes Arbeitsjahres fällt, das den höheren Anspruch nach Gesetz begründet.