Zusatzkollektivvertrag
vollkontinuierliche Betriebsweise

Geltungsbereich | Vollkontinuierliche Betriebsweise | Übergangsregelung | Günstigkeitsklausel | Geltungsbeginn

Zusatzkollektivvertrag für die Angestellten der Papier-, Zellulose-, Holzstoff- und Pappenindustrie Österreichs über die Einführung der vollkontinuierlichen Betriebsweise in Papierfabriken.

Auf Grund des § 22 des Kollektivvertrages für die Angestellten der Industrie wird zwischen dem Fachverband der Papier-, Zellulose-, Holzstoff- und Pappenindustrie Österreichs einerseits und der Gewerkschaft der Privatangestellten, Sektion Industrie und Gewerbe, anderseits der nachstehende Zusatzkollektivvertrag vereinbart (i. d. F. d. Kollektivvertrages vom 19. Juni 1986).

§ 1. Geltungsbereich

a) räumlich: für alle Bundesländer der Republik Österreich;

b) fachlich: für alle Mitgliedsfirmen des Fachverbandes der Papierindustrie Österreichs;

c) persönlich: wie im § 2 Rahmenkollektivvertrag für Angestellte der Industrie in der jeweils geltenden Fassung.

§ 2. Vollkontinuierliche Betriebsweise

(1) Die Einführung der vollkontinuierlichen Betriebsweise bleibt im Einzelfall der schriftlichen Vereinbarung zwischen Betriebsleitung und Betriebsrat unter Mitwirkung der vertragschließenden Organisationen überlassen.

(2) Es besteht Einvernehmen darüber, daß an folgenden Sonntagen und gesetzlichen Feiertagen die Arbeit in den vollkontinuierlichen Betriebsabteilungen ruht:

              1. Jänner                          1. Mai                       25. Dezember

          Ostersonntag               Pfingstsonntag                26. Dezember

           Ostermontag                 Pfingstmontag

(3) Die Anzahl der von der vollkontinuierlichen Betriebsweise erfaßten Arbeitsplätze bleibt im Rahmen der gesetzlichen Genehmigung der jeweiligen Betriebsvereinbarung gemäß Punkt (1) überlassen.

§ 3 (Arbeitszeit in den vollkontinuierlichen Abteilungen) und § 4 (Gehaltsausgleich) entfallen auf Grund des Kollektivvertrages vom 18. Juni 1986 ab 1. Mai 1987.

§ 2a Übergangsregelung

Die Regelung dieses Zusatzkollektivvertrags über die Stillstandsfeiertage in den vollkontinuierlichen Betriebsabteilungen gemäß § 2 gilt bis 31. 12. 2001.

Wird aus betrieblichen Gründen mit Zustimmung des Betriebsrats eine Übergangsfrist gemäß

§ 4 Absatz 1b des Rahmenkollektivvertrags für Angestellte der Papierindustrie vereinbart, so gilt die Regelung über die Stillstandsfeiertage in vollkontinuierlichen Betriebsabteilungen bis zum Ende der Übergangsfrist.

§ 3. Günstigkeitsklausel

Betriebsvereinbarungen, die für die Dienstnehmer günstiger sind als der vorliegende Kollektivvertrag, werden durch diesen in ihrer Wirksamkeit nicht berührt.

§ 4. Geltungsbeginn

Der vorliegende Zusatzkollektivvertrag tritt mit 1. Jänner 1970 in Kraft. Für die Vertragsdauer gelten die Bestimmungen des § 3 des Rahmenkollektivvertrages für die Angestellten der Industrie, ausgenommen Absatz (1), sinngemäß. 

Wien, am 15. März 1970