DI Martin Zandonella (UBIT Berufsgruppensprecher IT), Mag. Alfred Harl (Fachverbandsobmann UBIT), Univ. Prof. Dr. Gerald Steinhardt (Vorsitzender Informatik Austria), Univ. Prof. Dr. Norbert Wohlgemuth (KIHS)

DI Martin Zandonella (UBIT Berufsgruppensprecher IT), Mag. Alfred Harl (FV-Obmann UBIT), Prof. Dr. Gerald Steinhardt (Vorsitzender Informatik Austria), Univ. Prof. Dr. Norbert Wohlgemuth (KIHS) (Foto: FV UBIT/Tsitsos)

Um mit der Entwicklung Schritt zu halten, müssen wir an Geschwindigkeit zulegen. Vor allem für den Fachkräftemangel müssen schnelle Lösungen gefunden werden.

Die Digitalisierung hat unglaublich an Fahrt aufgenommen. Kein Trend der letzten Jahre war so bedeutend und wird sowohl die Gesellschaft als auch die Unternehmen so nachhaltig verändern. Viel zu langsam wird in Österreich auf diese prägnante Entwicklung reagiert. Die Gefahr, den Anschluss am globalen Markt zu verlieren und den Weg an zurück die Spitze nicht mehr zu schaffen ist mehr als real. Schon heute fehlen nicht nur die nötigen Strukturen und Maßnahmen sondern auch 5.000 Fachkräfte für die IT-Unternehmen. Und der Bedarf an gut ausgebildeten Fachkräften nimmt zu. Laut AMS in den letzten zwei Jahren um das Doppelte. Bis 2020 schätzt die EU-Kommission europaweit sogar mit rund einer Million fehlender IT-Arbeitskräfte.

Auf der anderen Seite fällt die Zahl der Studierenden in Österreich, seit nur noch gesicherte und finanzierte Studienplätze zur Verfügung stehen. Doch auch diese helfen nur wenig, da die Drop-Out-Chance im Studienzweig Informatik bei knapp unter 50 Prozent liegt. Bessere Studienbedingungen könnten diese Quote zwar senken, insgesamt brauchen wir aber mehr Studienplätze, um den Bedarf der Wirtschaft künftig auch nur annähernd decken zu können. Das funktioniert aber nur mit wesentlich höheren Budgets für die Universitäten und Fachhochschulen.

Österreich zur "Digi Nation" machen
Um im internationalen Wettbewerb bestehen zu können, muss Österreich zu einer "Digi Nation" werden. Daher fordere ich eine österreichweite IT-Offensive und einen fundierten Masterplan, um dieses Ziel rasch und sicher zu erreichen. Zusammen mit meinen Kollegen im Fachverband schwebt mir ein ganzes Bündel an Maßnahmen vor, um den Standort Österreich nachhaltig zu stärken. Um zur "Digi Nation" zu werden und um Österreich sicher, effizient und zukunftssicher durch den Digitalisierungsprozess zu bringen, brauchen wir gut qualifizierten und motivierten Nachwuchs in der IT-Branche. Daher fordern wir von der Regierung eine konkrete Stärkung der Informatik in Österreich und mehr Transparenz beziehungsweise ein Monitoring bezüglich der offenen Stellen im IT-Bereich.

Österreich braucht eine ambitionierte IKT-, Standort- und Bildungspolitik sowie Umsetzungsstärke und einen Masterplan zur "Digi Nation". Wir müssen jetzt handeln!

Zum Download:

IKT-Statusreport

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