Nationalrat beschließt Gewerbereform, spart aber das Anlagenrecht aus. Unternehmensberater erhalten eine ganze Reihe neuer Rechte.

Das Gewerberecht NEU ist auf dem Weg – endlich. Damit kommen Erleichterungen für heimischen Unternehmen und schlankere Strukturen, die sich im täglichen Unternehmer positiv auswirken werden. Der Nationaltrat hat einen allgemeinen Gewerbeschein für 440 freie Gewerbe beschlossen. Dazu können Inhaber eines Gewerbes bis zu 30 Prozent in freie und bis zu 15 Prozent in reglementierte Gewerbe „hineinarbeiten“, ohne einen neuen Gewerbeschein lösen zu müssen. Die reglementierten Gewerbe werden außerdem auf 75 reduziert. Damit wird die Flexibilität erhöht und der Aufwand für Gewerbeanmeldungen reduziert. Gleichzeitig wird aber auch der hohe Ausbildungsstandard geschützt und die Fehler aus Deutschland vermieden. Alles in allem ein sehr zufriedenstellendes Ergebnis der Reform.

 

Neben allgemeinen Reformen ist dem Fachverband UBIT ein sensationeller Erfolg gelungen. Nach langjähriger Vorbereitung und intensiven Verhandlungen konnte erstmals eine signifikante Rechteerweiterung für die Unternehmensberater erzielt werden.

 

Mit der Novelle erhalten Unternehmensberaterinnen und Unternehmensberater folgende zusätzliche Rechte:

  1. Beratung in Angelegenheiten der Unternehmensgründung, Unternehmensschließung und der Betriebsübergabe
  2. Sanierungs- und Insolvenzberatung
  3. berufsmäßigen Vertretung des Auftraggebers gegenüber Dritten, wie insbesondere Kunden und Lieferanten, sowie vor Behörden und Körperschaften öffentlichen Rechts.


Ein Wermutstropfen bleibt aber: Das Anlagenrecht – ein Bereich der Unternehmen sehr hohen Kosten und Zeitaufwände abnötigt, wurde nicht angefasst. Die Reform des Anlagerechts ist am Veto von FPÖ, NEOS und Grünen gescheitet. Hier besteht nach wie vor akuter Handlungsbedarf, um unseren Unternehmen das Arbeitsleben auch nachhaltig zu erleichtern.

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