Dritte Runde der Verhandlungen um einen neuen IT-Kollektivvertrag gehen ergebnislos zuende. Forderungen der Arbeitnehmerseite nicht annehmbar. Verhandlungen werden am 10. Dezember fortgeführt.

Am 23. November ist die dritte Runde der IT-Kollektivvertragsverhandlungen ergebnislos zu Ende gegangen. Von den Positionen der Arbeitnehmervertreten trennen uns noch Welten. Die Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier (GPA-djp) hat anfangs eine Erhöhung der KV-Mindestgehälter und Ist-Gehaltssumme um fünf Prozent, zuzüglich rahmenrechtlicher Forderungen, aufgerufen. Diese Forderung konnten wir als Arbeitgebervertreter angesichts der finanziellen Tragweite für unsere Unternehmen unter keinen Umständen akzeptieren.

Und obwohl die Gespräche auf einer sachlichen Ebene geführt wurden, orten wir ein fehlendes Verständnis für die wirtschaftliche Realität in der IT-Branche. Das macht die Verhandlungen äußerst schwierig.

Nach längeren Diskussionen haben wir der GPA-djp dieses Gesamtpaket angeboten: 

  • Erhöhung der Gehälter im Ausmaß der Inflationsprognose um 2,1 Prozent.
  • Zusätzliche Einmalzahlung, die nur 2019 wirksam wird (Höhe offen).
  • Einschränkung der Anrechnung der Vordienstzeiten (Details noch zu klären).
  • Öffnung der Normalarbeitszeit im Gleitzeitrahmen (§ 4b AZG) auf die zulässigen 12 Stunden/Tag und 60 Stunden/Woche.
  • Im Fall echter Überstunden soll ein Zuschlag in der Höhe von 100 Prozent ab der 51. Stunde/Woche (daher NICHT ab der 11. Stunde/Tag beziehungsweise bei Gleitzeit) gezahlt werden.

 

Die GPA-djp hat ihre Forderung so adaptiert: 

  • Erhöhung der Gehälter um 3,8 Prozent
  • Einführung eines Mindestbetrages für das Modell Ist-Erhöhung
  • Ablehnung einer zuschlagsfreien Arbeitszeit über 10 Stunden/Tag, stattdessen
    • Forderung eines Zuschlags um 100 Prozent für Arbeiten ab der 11./12. Stunde/Tag und ab der 50. Stunde/Woche
    • Anspruch auf eine 15-Minuten-Pause ab der 11. Arbeitsstunde
  • Es besteht Gesprächsbereitschaft bei der Anrechnung der Vordienstzeiten.


Ohne klare Bewegung der GPA-djp kann es zu keinem Abschluss kommen. Die Verhandlungen wurden vorläufig im Einvernehmen unterbrochen. Die nächste Verhandlungsrunde findet am Montag, 10. Dezember 2018 statt.


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