Seit Jahren setzt sich der Fachverband UBIT für den Abbau von Zugangshürden bei den heimischen Universitäten ein. Jetzt plant der Innenminister neue Hürden für Studenten aus Drittstaaten.

Besser kann man die jahrelangen Bemühungen der UBIT, Zugangshürden bei den Universitäten abzubauen, nicht durchkreuzen, als es Innenminister Kickl nun plant. Stein des Anstoßes ist der Plan, Studierenden aus Drittstaaten den Zugang zu heimischen Unis massiv zu erschweren. Wer aus einem solchen Drittstaat stammt und in Österreich an einer der zahllosen Universitäten studieren möchte, soll künftig bei Studienantritt die deutsche Sprache auf C-1-Niveau beherrschen können. Wenn dies nicht der Fall ist, muss sich der angehende Student die Fähigkeiten und Fertigkeiten im Rahmen eines Vorstudienlehrgangs aneignen. Während der zwei oder drei Jahre langen Übergangsphase kann er allerdings nur als außerordentlicher Hörer inskribiert werden.

Dies wird dem Studienstandort Österreich massiven Schaden zufügen und uns für Studierende unattraktiv machen. Dabei sind wir auf qualifizierte Zuwanderer oder Studenten, die nach dem Abschluss in Österreich bleiben, angewiesen. Gerade in unserem Bereich, der Informationstechnologie, sind internationale Vernetzung und sprachliche Vielfalt aber essenziell.

Österreich soll in unseren Augen ein internationaler IT-Knotenpunkt und ein Hub für digitale Entwicklungen werden. Beschränkungen, wie die von Kickl angedachten Verschärfungen für Studenten, laufen diesem Ziel zuwider und werfen uns auf Jahre zurück.


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