Zandonella: Breitband-Internet in Kärnten: Schlusslicht vom Schlusslicht?

Unsere Umfrage verheißt nichts Gutes. Rund ein Drittel unserer Betriebe in Kärnten ist mit ihrem Internetzugang unzufrieden. Vor allem abseits der großen Städte sieht es mit der Versorgung düster aus.

Ein schneller Internetzugang via Glasfaser ist heute ein entscheidender Erfolgsfaktor im Standortwettbewerb. Doch obwohl Breitband-Internet mittlerweile ein infrastrukturelles Grunderfordernis ist und technologischer Strukturwandel zu den Wachstumstreibern schlechthin gehört, sieht es - vor allem abseits der Städte Villach und Klagenfurt - schlecht mit der Versorgung mit High-Speed-Internet aus.

Es ist höchste Zeit, endlich mit dem flächendeckenden Ausbau zu beginnen und im großen Rahmen zu investieren. Schon 2023 ist die Kapazität der bestehenden Kupferleistungen erschöpft. Und was noch schlimmer ist: unsere Nachbarn aus den anderen Bundesländern schlafen nicht im Standort-Wettbewerb. Tirol investiert etwa in den nächsten fünf Jahren 100 Millionen Euro in den strukturellen Ausbau. In Kärnten ist man der festen Überzeugung, mit einer Millionen Euro pro Jahr auszukommen. Wenn wir nicht dramatisch an Tempo zulegen, werden wir schon in wenigen Jahren ein gravierendes Problem haben.

Für mich schrillen aber bereits schon jetzt die Alarmglocken. 0,1 Prozent des Budgets Kärntens in den Breitbandausbau zu stecken, ist einfach zu wenig. Auch die Breitbandmilliarde des Bundes ist nur ein Tropfen auf den heißen Stein. In Deutschland, dass etwa zehn Mal so groß wie Österreich ist, wird das Hundertfache, also 100 Millionen Euro jährlich, investiert. Und obwohl Deutschland so gewaltige Summen in den Ausbau steckt, liegt unser Nachbar, leider zusammen mit uns, auf den letzten Plätzen.

Daher kann die Dringlichkeit meiner Forderung an die Politik nicht mit genug Ausrufezeichen versehen werden: Das Breitband-Budget des Landes soll auf 15 Millionen Euro jährlich aufgestockt werden. Verwaltet werden könnte dieses Geld von einer Task-Force, in der wir uns sehr gerne mit unserem Experten-Know-how einbringen werden.

Das dies dringend nötig ist, zeigt unsere Breitbandbefragung, die Sie als PDF herunterladen können.
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