Ein Vortrag beim Unternehmertag 2015, der zum Nachdenken anregt.

Wenn der ehemalige Leiter der österreichischen Staatspolizei und Gründer des Bundesamtes für Terrorismusbekämpfung Einblicke in die Arbeitsweise von Nachrichtendiensten gibt, ist der Abend nicht dafür geeignet, beruhigend zu wirken!

Was mit der Affäre Snowden ins Rollen kam und im Schrems-Urteil letzte Woche erste Konsequenzen für den Datenaustausch zwischen Europa und den USA zeigte, ist im Grunde eine Frage, wie naiv geht Europa mit den Daten seiner Bürger und der Wirtschaft um. Dr. Polli bezeichnet die Vorgehensweise der Nachrichtendienste als Datendiebstahl im großen Stil, nicht nur auf politischer Ebene, sondern auch im Bereich der Wirtschaftsspionage. Die USA hat dafür 60 Milliarden USD zur Verfügung – jährlich! Die USA investierte erst kürzlich 300 Mio Euro, um Telekommunikationsdaten in Europa zu sammeln und in die USA zu verschieben – und bitte aufgepasst, die damit aufgerüstete Anlage steht in Österreich!

Hier muss sich Europa als Einheit dagegen wehren, wobei den mutigen die Welt gehört, wie Max Schrems gezeigt hat. Aber auch jeder Einzelne kann sich genau überlegen, wie einfach er es Anderen macht, auf seine Daten zuzugreifen. Wenn wir lokale Dienste und Anbieter vorziehen, stärken wir uns doppelt, so mein Konklusio zu diesem spannenden Thema!
auf Facebook teilen auf Twitter teilen Teilen mit Google+ diese Seite per E-Mail versenden diese Seite drucken als PDF downloaden
Kommentar hinterlassen

Kommentare (0)

Keine Kommentare vorhanden