Spartenobmann Martin Zandonella in Singapur

Zukunft ist jetzt! Jedenfalls ist man in Singapur sehr nahe dran. Futuristisch anmutende Bäume aus Stahlkonstruktionen, an denen seltene echte Pflanzen nach oben wachsen, Lagerhallen und Fußgängerwege unter der Erde um Platz zu sparen und Technologie in allen Poren - so präsentiert sich der Stadtstaat bei der WK-Wirtschaftsmission.

Gemeinsam mit neun anderen Unternehmern habe ich mich hier auf die Suche nach den neuesten Zukunftstrends gemacht und bin fündig geworden. Die Smart City Singapur ist im Bereich Raumplanung ihrer Zeit weit voraus. Aufgrund des Platzmangels wird nicht nur in die Höhe, sondern auch in die Tiefe gebaut. Die Dynamik der Stadt beeindruckt und kann sicher auch für Kärnten ein Vorbild sein. Besonders ist, wie transparent mit der Zukunft umgegangen wird: In der City Gallery, eine Art Stadtplanungszentrum, kann sich jeder Bürger die Ideen für ein noch smarteres und grüneres Singapur ansehen. Beteiligung und Ideen von kreativen Unternehmen scheinen hier genau richtig zu sein.

Start-ups sind auch in Singapur ein großes Thema, allerdings erst in den vergangenen zwei Jahren. Das Budget ist groß: Förderungen gib’s von Organisationen, Unis und der Regierung. Einige Milliarden Euro sind es, wie wir im KPMG Digital Village erfahren. Dort bringt der Deutsche Jan Reinmueller Start-ups, Unternehmen, Investoren und Regierungsbehörden zusammen, um innovative Lösungen voranzutreiben. In der A*Star Fusion World findet man die Prototypen der Zukunft. Als Forschungszentrum wird hier an innovativen Lösungen für die Industrie und den Alltag gearbeitet: Vom Notfall-Ruf-System für ältere Alleinlebende oder Mitarbeiter, die in gesicherten Bereichen alleine arbeiten bis hin zum Problemlösungs-Tool per „Snap“ am Smartphone.

Industrie 4.0 als Best Practice gab es für uns Kärntner beim deutsch-japanischen Mittelständler DGM Mori: 3D-Druck aus Metall, Smart Factory und die Geschäftsmodelle der Zukunft. Auch für Kärntner mehr als nur einen Blick wert. Immerhin bis zu neun Zehntel des Materials können Produktionsbetriebe hier einsparen. Aus einer smarten Maschine werden smarte Produktionsketten bis hin zur smarten Fabrik, die über die App am Smartphone gesteuert und kontrolliert werden kann. Mit den gesammelten Daten können sowohl das Unternehmen als auch der Kunde weiter die Produktionsabläufe optimieren.

Ich bin mir sicher, Kärnten kann sich von Singapur noch eine Scheibe abschneiden! Also: Nur Mut liebe Kolleginnen und Kollegen.

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