Die laut Mercer Studie nach Wien zweitlebenswerteste Stadt der Welt, Zürich, hat im Sommer so einiges zu bieten. Die Schweizer lieben den Sommer und haben Angebot und Infrastruktur an das Leben im Freien und am Wasser ausgerichtet – mit schweizerischen Eigenheiten.

Aqua Helveticae  - Am Anfang steht das Wasser

Die Schweiz ist zwar ein Binnenland, ist aber von weit mehr Wasser bedeckt als Österreich. Rund 1.500 Seen gibt es, die 4 Prozent der Landesfläche ausmachen. Man ist nie mehr als 16 km von einem See entfernt. Aber auch die zahlreiche Flüsse, wie etwa Rhein, Inn und Aare sorgen für Abkühlung, Tourismus, Sport und Stromversorgung. Rund 57 Prozent des Stroms werden durch Wasserkraft generiert. Klar, dass sich daher ein guter Teil des Lebens um das kühle Nass dreht .
Auch die Zürcher wissen die Lage ihrer Stadt am „Zürisee“ und an der Limmat sehr zu schätzen.

Die Mittagspause verbringen die Zürcher meist am Wasser.


Auch mitten in der Stadt lässt es sich gut "bööteln" und schwimmen.  

Bööteln – floaten rein, Alltag raus

Fröhnt man doch einer speziellen Freizeitaktivität, die ihresgleichen sucht – das „Böötlen“: Man setzt sich mit Freunden in ein Schlauchboot mit reichlich Proviant ausgestattet, um einige Stunden in der glasklaren Limmat flussabwärts zu „floaten“. Das Plätschern und Glitzern des Wassers, die üppig grüne Natur, dazwischen die ein oder andere Kulturperle der Sommer in der Schweiz lässt sich anders kaum intensiver genießen. „Einsteigen“ tut man in Zürich, muss während des Floatens auch die ein oder andere (ungefährliche) Wehr überbrücken und steigt dann an einem Grillplatz wieder aus. Dieser liegt natürlich, wie die meisten Orte in der Schweiz, direkt an einer S-Bahnstation liegt, die Einen schnurstracks wieder zurück in die Stadt bringt. So lässt es sich leben.

Die Stadtzüricher Seeüberquerung lockt jährlich tausende von Hobby- Schwimmern an.  Ein "Team Advantage Austria" bestehend aus den Mitarbeitern des AC Zürich und Wirtschaftstreibenden aus der Schweiz wagte sich mit in die Fluten und überquerte erfolgreich die 1,5 km lange Strecke vom einen zum anderen Ufer des Zürisees.


Ein guter Schwumm im Badi

In der Schweiz geht man nicht ins Freibad sondern ins Badi. Das sind Naturbäder am Fluss oder am See. Rund 600 gibt es davon. Zürich rühmt sich mit der höchsten Badi-Dichte der Welt. Manchmal wird sogar eine Beckenumrandung in den Fluss gebaut und nach Frauen und Männern getrennt. Das älteste noch in Betrieb stehende Naturbad ist das Männerbad Schanzengraben in Zürich- gleich beim AußenwirtschaftsCenter. Ein sehr traditionelles Badevergnügen, das sich aber auch bei den Millennials großer Beliebtheit erfreut. So wird zum Beispiel so manch eine SaNaPa (eine Samstags-Nachmittags-Party: Sie beginnt am frühen Nachmittag und endet um 22:00 Uhr) in einem solchen gefeiert. Aber nicht nur Party- sondern auch echte Schwimmhungrige gibt es unter den Badi-Gehern. Das hat auch das AußewirtschaftsCenter Zürich bei der diesjährigen Zürcher Seeüberquerung bewiesen. Gemeinsam mit einem Team aus Österreichern and Friends querte man schwimmender Weise die mit 1,5 km schmalste Stelle des Zürisees. Zu diesem Massen-Schwumm stürzen sich rund 10.000 Schwimmbegeisterte in die Fluten des Sees. 

Auch das "Grillieren" direkt am See ist sehr beliebt.

Bräteln – es zischt und brutzelt in der Schweiz

Perfekt lässt sich das Baden oder Bööteln mit einer darauffolgenden Grillsession verbinden. Das Bräteln oder Grillieren, wie es in der Schweiz genannt wird ist an jedem beliebigen Ort, auch auf einer noch so schön gepflegten Wiese, erlaubt und erfreut es sich größter Beliebtheit. An lauen Sommerabenden raucht es daher nicht nur aus Gärten und von Balkonen, sondern auch von jeder Ecke der Parks und Wiesen. Jedes Jahr untersucht die größte Handelskette, Coop, in einer Studie die Grillgewohnheiten der Schweizer. Dabei wird klar: Die Schweiz ist Grill-Nation Nummer Eins. Durchschnittlich grillieren die Schweizer an 21 Sommertagen, sprich an jedem vierten Tag im Sommer. Als liebste „Grillage“ brutzelt man eine sogenannte Cervelat auf dem Rost, das ist eine Art Knackwurst - auf dem oft portablen Grill. Na dann Mahlzeit.

Abendstimmung am Zürisee. Die Baukräne gehören zum Stadtbild dazu - ständig wird die zweitlebenswerteste Stadt der Welt erneuert.

Beim Schreiben dieser Zeilen wird mir noch deutlicher bewusst, wie toll doch der Sommer in der Schweiz ist. Also weg vom Schreibtisch hinaus zum See, oder doch lieber ins Badi, oder an den Fluss oder hole ich mir noch schnell das Schlauchboot, oder doch lieber Grillen… 

Wer die Wahl hat, hat die Qual.

Diesen Blogpost hat Maria verfasst.


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