Aussenwirtschaft Austria, Export your Career

Wie lässt es sich vereinbaren. Und was gerade in mir vorgeht. Plus Tipps und Tricks, wie es mit dem privaten Umfeld klappt

Kürzlich habe ich meinen langjährigen Partner geheiratet. Wir sind beide Österreicher, leben aber seit unserer Matura nicht mehr in der Heimat, waren nie länger als 3 Jahre an einem Ort und meist oft auch nicht gemeinsam. Dennoch haben wir es geschafft, über die Distanz unsere Beziehung aufrechtzuerhalten und nachhaltig weiterzuentwickeln. Seit drei Jahren bin ich stellvertretende Wirtschaftsdelegierte in Zürich, mein Mann lebt und arbeitet in Luxemburg, 500 km von Zürich entfernt. Sehen tun wir uns lediglich an den Wochenenden.

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Meine Trainee-Kolleginnen Elisabeth, Johanna und Undine kamen zu meiner Hochzeit


Unser Lebenswandel gehört wohl eher zu der unkonventionelleren Sorte. Aber wir sind glücklich, so wie es ist. Auch eine „Fern-Ehe“ funktioniert sehr gut, wenn das Vertrauen stimmt. Sie hat sogar viele Vorteile: Alltagsthemen rücken in den Hintergrund, die gemeinsame Zeit wird bewusster und qualitativer verbracht und die verbleibende Zeit allein kann freier und flexibler gestaltet werden.

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Unsere Freizeit verbringen wir meist in der Schweiz (hier gerade beim Schloss Schadau in Thun). Aber auch in Luxemburg und Österreich.


Wir sind bezüglich unserer Beziehung immer wieder mit Vorurteilen konfrontiert – („Das ist doch keine Beziehung“ „Fern-Ehe gibt es nicht.“ „Wann seid ihr denn endlich wirklich zusammen?“) Diese stören uns aber wenig. Wir haben dieses Leben bewusst gewählt und sind vollkommen im Reinen damit. 
Was natürlich nicht heißt, dass wir uns nicht darauf freuen, z.B. in absehbarer Zukunft ein gemeinsames Heim zu haben. Bald wird es sich entscheiden, in welche Stadt ich nächstes Jahr versetzt werde. Mein Mann und ich würden uns freuen, wenn wir dort gemeinsam hingehen könnten. Dies setzt natürlich auch einen gewisse Flexibilität, was seinen Job betrifft, voraus. Das ist nicht ganz einfach, da er in seinem Job in Luxemburg schon sehr gut etabliert ist und eigentlich das Land nicht verlassen möchte. Irgendwie werden wir versuchen eine Lösung zu finden.

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Beim Swiss Business Marathon mit dem Team vom AußenwirtschaftsCenter Zürich und der Österreich Werbung. Mein Mann war auch dabei, da das Event am Wochenende statt fand.


Als Fazit, möchte ich euch aus meiner Erfahrung, was das Privatleben betrifft, folgende kurze Tipps auf den Weg geben:

  1. Achte auf deine innere Einstellung. Unser Job setzt regelmäßige Ortswechsel voraus. Sei dir dessen bewusst und stelle dich von vorn herein darauf ein. Somit gehst du schon mit einem ganz anderen Mindset an die Sache heran und ein Wechsel ist dann selbstverständlich. Ich weiß, dass ich nächstes Jahr in ein anderes Land gehen werde und ich bereite mich innerlich schon darauf vor, dass dann der Wechsel in ein anderes Land nicht wie ein Schock kommt. 

  2. Sprich darüber. Bereite auch dein privates Umfeld auf deinen Lebenswandel vor. Nicht alle verstehen deinen Lebenswandel. Das müssen sie auch nicht. Wenn er für dich selbstverständlich ist, dann wird es aber auch nach und nach für dein Umfeld.

  3. Arrangiere dich mit dem Partner. Viel wichtiger als bei anderen Paaren ist, dass man diesen in die Karriereplanung miteinbezieht. Möchte dein Partner mitgehen mit dir? Bleibt es lieber an einem Ort? Gibt es innerhalb seines Jobs Möglichkeiten in einem anderen Land zu arbeiten? Ist er bereit zu pendeln? All das ist entscheidend, ob auch eine gem. Karriereplanung funktioniert.

  4. Sei flexibel. Zu guter Letzt ist es essentiell immer offen für Neues zu sein. Neue Länder, neue Kulturen, neues Jobumfeld neue Bekanntschaften und Freundschaften. Mach das Beste draus!


Dieser Artikel wurde von Maria verfasst.

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