Tabelle mit Infos

Voraussetzung für jede erfolgreiche Notfallvorsorge ist die Planung und regelmäßige Durchführung einer vernünftigen Datensicherung. Teil 2 unserer Serie zur Datensicherung stellt verschiedene Arten der Datensicherung vor

Abhängig davon, wie umfangreich die Datenmenge ist, die gesichert werden soll, und wie häufig die Daten geändert bzw. aktualisiert werden, können verschiedenen Sicherungsarten sinnvoll sein. Hier ein Überblick über die wichtigsten:

  • Volldatensicherung: Bei dieser Methode werden sämtliche zur Sicherung vorgesehenen Dateien einzeln gesichert. Volldatensicherungen sind einfach durchzuführen, und auch die Wiederherstellung der Daten ist einfach. Allerdings verbrauchen sie viel Speicherplatz auf den Sicherungsdatenträgern und dauern lange. Sie sind ideal für unbeaufsichtigte, in der Nacht oder am Wochenende durchgeführte Sicherungsläufe.

  • Inkrementelle Sicherung: Bei inkrementellen Sicherungen werden nur jene Dateien gesichert, die sich seit der letzten Vollsicherung geändert haben. Da üblicherweise der Großteil der Daten unverändert bleibt, ist der Umfang dieser Datensicherung deutlich geringer. Für die Wiederherstellung werden aber die letzte Volldatensicherung sowie alle darauffolgenden inkrementellen Sicherungen benötigt. Da eine einzige fehlgeschlagene Sicherung ausreicht, um alle darauffolgenden Sicherungen unbrauchbar zu machen, müssen in größeren Abständen (z.B. wöchentlich) zusätzliche Volldatensicherungen durchgeführt werden.

  • Differenzielle Sicherung: Bei der differenziellen Methode wird zunächst eine Volldatensicherung gemacht. Bei den nächsten Sicherungen werden nur die Dateien, die seit dieser geändert wurden, gesichert. Der Sicherungsumfang ist dadurch höher als bei der inkrementellen, aber niedriger als bei einer Volldatensicherung. Zur Wiederherstellung werden nur mehr zwei Sicherungsmedien benötigt: Das der letzten Volldatensicherung sowie das der letzten differentiellen Datensicherung.

  • Image-Sicherung: Bei Image-Sicherungen wird ein „Image“ (Speicherabbild) der Festplatte eines Rechners erstellt und auf einen Datenträger gespeichert. Im Bedarfsfall kann der Rechner damit in kurzer Zeit wieder in den exakten Zustand zum Zeitpunkt der Imageerstellung versetzt werden. Diese Methode ist auch für Backups gut geeignet, verbraucht aber ähnlich viel Platz wie eine Volldatensicherung.

 

In der Praxis hat sich eine Mischversion bewährt, z. B.:

Jeweils am Wochen- oder Monatsende wird ein vollständiges Backup erstellt, an Wochentagen ein Teil-Backup.

 

Wichtig: Die Wiederherstellung der Daten regelmäßig testen!


Um sicherzustellen, dass die Datensicherung richtig eingerichtet wurde, muss unbedingt die Wiederherstellung der gesicherten Daten getestet werden. Besonders gilt dies für die Wiederherstellung komplexer Server (Datenbank-, Mailserver, Domänencontroller): Die Notfallwiederherstellung solcher Server, von der neuen Hardware bis zur produktionsreifen Maschine, muss mindestens einmal durchgeführt und dokumentiert werden. Ohne einen derartigen Test können im Ernstfall Probleme auftreten, die eine erfolgreiche Wiederherstellung verhindern. Die gesamte Datensicherung war dann umsonst!

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