LEISTUNGEN DER SPRACHDIENSTLEISTER

Übersetzen:
Das schriftliche Übertragen eines Textes aus einer Ausgangssprache in eine Zielsprache.

Beglaubigte Übersetzungen:
Das schriftliche Übertragen eines Ausgangstextes in einen Zieltext unter Beglaubigung der genauen Übereinstimmung der beiden Texte und Bestätigung mit dem Rundsiegel des beeideten Gerichtsdolmetschers.

Dolmetschen:
Das mündliche Übertragen von Ausführungen aus einer Ausgangssprache in eine Zielsprache. Dolmetschen ist ein hochkomplexer Vorgang bei dem der Dolmetscher oder die Dolmetscherin parallel zuhören und reden muss. Das bedeutet, Gehörtes zu analysieren, noch nicht Gesagtes zu antizipieren und zugleich in die Zielsprache zu übertragen. Die Aussage muss auf Anhieb verstanden werden, eine Rücksprache mit dem Sprecher ist meist nicht möglich. Dieser Analyse- und Formulierungsvorgang nimmt eine gewisse Zeit in Anspruch und kann nie rein mechanisch erfolgen. Oft müssen Sätze völlig umgestellt werden, manche Begriffe erfordern eine erklärende und damit wortreichere Übersetzung. Bei zu großer Redegeschwindigkeit der Vortragenden ist nur mehr eine zusammenfassende Wiedergabe möglich. Die nonverbalen Botschaften der Vortragenden (Gestik, Mimik, Körperhaltung) sowie Grafiken und Tabellen sind für den Dolmetscher / die Dolmetscherin wichtige Informationsquellen.

Konsekutivdolmetschen:
Die Reproduktion der Ausführungen in der Zielsprache erfolgt zeitversetzt, wobei bei längeren Ausführungen mitnotiert wird. Aufgrund des erhöhten Zeitaufwandes ist der Einsatz eher für kleine Arbeitsgruppen, Pressekonferenzen und Tischreden geeignet.

Simultandolmetschen:
Die Reproduktion der Ausführungen in der Zielsprache erfolgt zeitgleich mit den Ausführungen in der Ausgangssprache und häufig unter Einsatz von technischen Einrichtungen. Dolmetscher hören den Vortragenden über Kopfhörer in einer schallisolierten Kabine zu und übertragen fast zeitgleich (simultan) die Aussagen der Sprechenden in eine andere Sprache. Pro Sprache wird eine Kabine mit je zwei Dolmetschenden benötigt. Als technische Hilfsmittel sind eine Simultan- und Tonanlage sowie Funkmikrophone für Diskussionen notwendig

SimultandolmetscherInnen werden bei internationalen Konferenzen, Kongressen, bei Gesprächen und Verhandlungen zwischen Personen und Firmen im Geschäftsverkehr sowie im Rahmen der Rechtspflege und Verwaltung, z.B. vor Gerichten oder bei behördlichen und notariellen Beurkundungen eingesetzt.

Gebärdensprach-Dolmetschen:
Das Übertragen eines Ausgangstextes in die Gebärdensprache. Die Dolmetscher müssen für die gehörlosen Zuseher gut sichtbar sein (auch bei Dia- und Filmvorführungen) und sollten am besten neben den Sprechenden stehen.

Flüster-Dolmetschen:
Das Gesagte wird simultan, aber im Flüsterton und ohne technische Hilfsmittel höchstens 2-3 Personen in der gewünschten Sprache zugeflüstert. Flüster-Dolmetschen kann aufgrund des erhöhten Geräuschpegels bisweilen ein wenig störend wirken, hat aber große Vorteile, wenn nur Einzelpersonen eine Dolmetschung brauchen

Konferenzorganisation:
Die Planung, Organisation und Durchführung der sprachlichen Betreuung einer Konferenz. Dies kann folgende Tätigkeiten umfassen: Beratung und Planung der Art des Dolmetschens, der Anzahl der Dolmetscher, Bereitstellung der Kongresstechnik, Zusammenstellung des Teams bis hin zu eventuell nötiger druckfertiger Übersetzung von Kongressunterlagen für alle Fachbereiche und Sprachen sowie die Erstellung von Terminologielisten.

Technical Writing:
Das Erstellen von Gebrauchstexten (technischen Dokumentationen) aus einer oder mehreren Ausgangssprachen in eine Zielsprache unter sprachlicher Berücksichtigung der Zielgruppe und der Zielkultur.

Lokalisierung:
Die sprachliche und kulturelle Anpassung einer Übersetzung von Softwareanwendungen, technischen Beschreibungen, Gebrauchsanweisungen und ähnliches für den lokalen Markt der Zielgruppe.

Editing / Korrektorat:
Nachbearbeitung eines Zieltextes und Überprüfen auf formale und/oder inhaltliche, stilistische und grammatikalische Unkorrektheiten. Etwaige Adaptionen (Kürzung oder Strecken des Textes, etc.) sind explizit zu vereinbaren und als solche auszuweisen.

Terminologiedatenbank:
Das Erstellen von Datenbanken mit mehrsprachiger Fachterminologie. Der detaillierte Umfang (nach Wunsch mit Quellenangabe, etc.) ist gemeinsam mit dem Auftraggeber genau festzulegen.

Layouten:
Das Überarbeiten eines Textes nach genauen, vom Auftraggeber festgelegten Vorgaben wie Länge des Textes, optische Gliederung, Eingliederung und Beschriftung von Graphiken, korrekte Silbentrennung, etc.

Desktop-Publishing:
Das Digitalisieren von Unterlagen, die nur in Papierform vorliegen von Texten bis zu Plänen und technischen Zeichnungen nach genauen, vom Auftraggeber festgelegten Vorgaben wie Format, optische Gestaltung, Version der Softwareprogramme, Eingliederung und Beschriftung von Graphiken in Texte, etc.

Sprachcoaching:
Umfassende beratende Tätigkeiten und vollständige Betreuung im Zusammenhang mit sprachlichen Belangen einschließlich Sprachschulungen.

Translation Memories:
Zentrale Datenbank mehrsprachiger Textblöcke zur Wiederverwendung und Effizienzsteigerung in der Übersetzung. Ideal geeignet bei sich wiederholenden Themen und oftmaligen Versionsänderungen oder langfristigen Kundenbeziehungen.

Machbarkeitsstudien:
Studie zur Bewertung des Kosten-Nutzen-Faktors einer Übersetzungsleistung sowie deren Zweck- und Sinnhaftigkeit.

         

Woran erkennen Sie einen guten Sprachdienstleister?

Er bietet Ihnen - je nach Spezialisierung - weit mehr als...

  • nur ein Textdokument von einer Sprache in die andere zu übertragen.
  • Er wird auch - wenn nötig - Fahnenkorrekturen durchführen,
  • die Beschriftung von technischen Plänen selbst bearbeiten
  • oder Daten digitalisieren.

Professionelle SprachdienstleisterInnen arbeiten mit

  • professionellen Layoutprogrammen (DTP),
  • erstellen Terminologiedatenbanken,
  • führen wichtige Verhandlungen gemeinsam mit Ihnen,
  • dolmetschen für Auslandsdelegationen
  • oder texten mit Ihnen zusammen Werbebroschüren für internationale Geschäftskontakte, damit ein einheitliches Bild Ihres Unternehmens nach außen vermittelt wird.

Professionelle SprachdienstleisterInnen halten sich an die ÖNORMEN und sind somit ein Garant für Kommunikation auf höchstem Niveau.

  • Sie bilden die Basis für eine erfolgreiche internationale Geschäftsbeziehung.
  • Sie halten Termine ein und behandeln Ihre Daten streng vertraulich.
  • Sie arbeiten eng mit Ihnen zusammen und können Ihnen jederzeit über den Status Ihres Auftrages Auskunft geben.

Sie kooperieren auch mit Ihren Lieferanten wie zB Druckereien und Werbeagenturen, um Ihnen Arbeit abzunehmen und somit Kosten einzusparen

 

ABLAUF

Für den Ablauf eines idealtypischen Falles einer Übersetzungsleistung ist die enge
Kooperation zwischen Auftraggeber und Auftragnehmer erforderlich.

 

VORBEREITUNG

Der Auftraggeber hat den Auftragnehmer soweit wie möglich und für den Auftrag sinnvoll zu unterstützen und Unterlagen und Informationen beizustellen, wie zum Beispiel technische Unterlagen und Anschauungsmaterial, Paralleltexte, Hintergrundtexte, Graphiken, vorhandene firmeninterne Terminologie, Betriebsbesichtigungen, bereits bestehende Übersetzungen, etc.

Für etwaige Rücksprachen muss weiters ein kompetenter Ansprechpartner zur Verfügung stehen. Weiters sind Informationen über die Zielgruppe, das Land, für das der Zieltext verwendet werden soll sowie Aufgaben, die der Zieltext erfüllen soll, festzulegen. Der Auftragnehmer hat - soweit möglich - den Auftraggeber auf offensichtliche Mängel des Ausgangstextes hinzuweisen. Auf Basis dieser Informationen ist ein Kostenvoranschlag einschließlich genauem Leistungsumfang abzugeben.

   

KOSTENVORANSCHLAG

Sämtliche Transferleistungen und Kostenpunkte sind im Kostenvoranschlag aufzuschlüsseln und auszuweisen. Wurde ein Kostenvoranschlag abgegeben, so ist dieser nur in schriftlicher Form gültig. Andere Kostenvoranschläge sind als unverbindliche Richtlinie zu erachten. Darüber hinaus ist auf dem Kostenvoranschlag darauf hinzuweisen, dass die endgültige Berechnung vom jeweiligen Zieltext erfolgt.

Mehrkosten, die dem Kunden zuzuordnen sind, wie zum Beispiel schlechte Lesbarkeit von Kundenunterlagen, schadhafte oder fehlerhafte Datenträger und daraus entstehende Schäden, Fehlinformationen, mangelnde Unterstützung während des Auftrages etc. werden gesondert je nach Aufwand in Rechnung gestellt.

 

AUFTRAGSERTEILUNG

Der Auftrag ist schriftlich zu erteilen und hat mindestens folgende Zielvorgaben zu enthalten:

  • Leistungsumfang und Art der Leistung
  • Zielland
  • Zielgruppe
  • Verwendungszweck des Zieltextes
  • Sprachliche Parameter
  • Formatvorgaben
  • Termine
  • Art der Lieferung
  • Verrechnungsart(en)
  • Sonstige Leistungen

Im Zuge der Auftragserteilung müssen folgende Termine vereinbart werden:

  • Eingang des Ausgangstextes und aller zur Hintergrundinformation nötigen Unterlagen
  • Eingang eines Korrekturexemplars beim Auftraggeber (falls vereinbart)
  • Eingang der Übersetzung beim Auftraggeber in der vereinbarten Lieferform.

Auftraggeber und Auftragnehmer müssen auch die Art der Lieferung vereinbaren, d.h. auf welchem Medium und über welchen Versandweg der Ausgangstext sowie die Übersetzung zu liefern ist. Weiters ist festzuhalten, ob die seitens des Auftraggebers bereitgestellten Unterlagen nach Abschluss des Auftrages wieder zu retournieren sind.

KOSTEN

Berechnungsbasis für die Kosten einer Übersetzungsarbeit nach Zeilen ist grundsätzlich der Zieltext. Darüber hinaus richten sich die Kosten nach der Art der Leistung, der Ausführung der Leistung (exklusive oder inklusive Layout, Graphikbearbeitung, etc.) sowie (nach Vereinbarung) dem Stundenaufwand.

 

VERRECHNUNGSARTEN

Bezugsgröße für die Verrechnung ist, so nicht anders vereinbart, der Zieltext. Als Verrechnungsbasis gelten Normzeilen. Der Zeilenpreis kann je nach Schwierigkeitsfaktor variieren. Darüber hinaus gibt es weiters die Verrechnung nach Wörtern, Zeichen oder Seiten. Weiters kann nach vereinbartem Stundensatz oder pauschal abgerechnet werden. Darüber hinaus kann - je nach Leistungsart – auch eine Mischform zur Anwendung gelangen.

 

ÄNDERUNG DES VERTRAGES

Änderungen des Vertrages können ausschließlich in beiderseitigem Einverständnis erfolgen und sollten schriftlich dokumentiert werden.

29.7.2015 Kerstin Rus
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