Iris-Diagnose: Gewerberechtliche Beurteilungen

Ab sofort auch für Energetiker zugänglich.

Anlassfall für diese neue höchstgerichtliche Entscheidung ist die Iris-Diagnose, für welche nunmehr auch klargestellt ist, dass sie Energethikern zugänglich ist. Im Zusammenhang damit hat sich das Höchstgericht der Ansicht angeschlossen, dass entscheidendes Abgrenzungskriterium zum Vorbehaltsbereich der Ärzte nur das Wissenschaftlichkeitskriterium sein kann.​

Keine Klarheit über Praxis.
Das bedeutet, dass alle nicht wissenschaftlich anerkannten Methoden den Energetikern zugänglich sind, diese allerdings in ihrer Aufklärung darauf hinweisen müssen. Ist die Arbeitsmethode wissenschaftlich widerlegt, muss der Energetiker auch auf diesen Umstand hinweisen. Wie letzteres in der Praxis gehandhabt werden soll, ist allerdings durch das Höchstgericht nicht geklärt worden. Es wird hier die Aufgabe sein, darüber in der Zukunft mehr Klarheit zu bekommen.​

Aufklärungspflicht.
Auf jeden Fall hat das Höchstgericht wiederum darauf hingewiesen, dass Ärzten und Nicht-Ärzten irreführende Angaben über die eigenen Leistungen untersagt sind. Dabei kann auch das Verschweigen von Tatsachen irreführend sein, wenn eine Aufklärung des Publikums zu erwarten ist. Eine solche Aufklärungspflicht wird jedenfalls immer dann anzunehmen sein, wenn eine Methode zum Einsatz kommt, die zwar nicht wissenschaftlich ist, aber einen solchen Eindruck erweckt oder wenn die Unwirksamkeit einer Methode aufgrund empirischer Untersuchungen erwiesen ist. Aufgrund dieser Entscheidung ergeben sich nunmehr neue geänderte Aufklärungspflichten. Verwenden Sie bitte in Zukunft nur mehr die neuen Aufklärungsformulare! Iris-Diagnostiker sind auf jeden Fall verpflichtet, darauf hinzuweisen, dass diese Methode wissenschaftlich widerlegt ist.​

Rückfragen:
Wirtschaftskammer Kärnten
Fachgruppe der persönlichen Dienstleister
Mag. Petra KREUZER
T 05 90 90 4 - 160, 165
E petra.kreuzer@wkk.or.at
26.1.2016
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