Schlechtes Zeugnis für Arbeitszeitverkürzung

Laut einer Market-Umfrage stehen Arbeitnehmer einer Arbeitszeitverkürzung kritisch gegenüber, positiver wird hingegen eine sechste Urlaubswoche ab 25 Dienstjahren gesehen.

Die Wirtschaftskammer Österreich hat bei Market eine Umfrage unter Österreichs Arbeitnehmern in Auftrag gegeben, die die Arbeitszeiten in den Fokus gerückt hat. Sie gibt einen klaren Befund: Die Österreicherinnen und Österreicher sind skeptisch, was die Idee einer Arbeitszeitverkürzung betrifft. Dazu wurde nach der Einschätzung einer Verkürzung auf 30 Wochenstunden bei vollem Lohnausgleich - so wie jüngst von der SPÖ Wien beschlossen - gefragt. Die Hälfte stimmt der Aussage "das Unternehmen müsste sparen und versuchen, dieselbe Arbeit in weniger Zeit unterzubringen, sodass der Stress steigt“ sehr zu, ein Drittel sorgt sich sehr, ob der Auswirkungen für das eigene Unternehmen im Vergleich zum (oft auch internationalen) Mitbewerb. Wenig überzeugt (19 Prozent bei Note 1) ist man hingegen davon, dass eine derartige Maßnahme zu zusätzlichen Anstellungen im Unternehmen führen würde, wie Werner Beutelmeyer, Institutsvorstand und Geschäftsführer Market Instituts, erläuterte. 

Auch einer Verteuerung der Überstunden kann eine Mehrheit nichts abgewinnen, so Beutelmeyer. Diese wäre aus der Sicht der Befragten ein Stressfaktor, so Beutelmeyer, da die meisten höheren Zeitdruck als Konsequenz sehen. Grundsätzlich sind die Arbeitnehmer bereit, flexibler zu arbeiten (44 Prozent sagen ja, wenn sie im Gegenzug mehr Freizeit hätten, und 45 Prozent, wenn sie mehr verdienen), sehen ihre Rechte im Job gewahrt (80 Prozent) und befürworten eine Lohnnebenkostensenkung.

Mehr Infos zur Studie gibt es hier.

27.7.2015
auf Facebook teilen | auf Twitter teilen | Teilen mit Google+ diese Seite per E-Mail versenden diese Seite drucken als PDF downloaden