WKO-FV Schienenbahnen: Erfolgreicher Abschluss der Kollektivvertragsverhandlungen

Obmann Scheiber: Für die Unternehmen wurde ein guter Abschluss erreicht, damit auch KMUs konkurrenzfähig bleiben

„Nach anfangs sehr unterschiedlichen Positionen und einem Beinahe-Abbruch der Verhandlungen konnten wir die Gewerkschaft zu einer für die Unternehmen wirtschaftlich umsetzbaren Lösung überzeugen, die sich auch an den Abschlüssen in vergleichbaren Branchen orientiert“, so der Chefverhandler auf Arbeitgeberseite und Obmann des Fachverbandes Schienenbahnen in der WKO, Thomas Scheiber.

Einigung berücksichtigt wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Die Vorgabe der Verhandler auf Arbeitgeberseite wurde in den Verhandlungen von der Gewerkschaft erfüllt: Ziel war ein Kollektivvertragsabschluss, der sich an den aktuellen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen orientiert, insbesondere dem prognostizierten durchschnittlichen Verbraucherpreis-Index im Jahr 2015 von 1,2%.  

Die erzielte Einigung zwischen dem Fachverband Schienenbahnen in der WKO und der Gewerkschaft vida schaut im Detail wie folgt aus:

Die Ist-Gehälter werden rückwirkend per 1.7. um 1,9 % erhöht, mindestens jedoch um 55 Euro brutto. „Nach den sehr langwierigen und schwierigen Verhandlungen im vergangenen Jahr sind wir mit dem konstruktiven Verhandlungsklima sowie dem beschlossenen Ergebnis zufrieden. Ein Abschluss unter 2% war wichtig für die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit der Unternehmen in der Schienenbahnbranche, insbesondere der privaten Regionalbahnen und der KMUs“, betont Scheiber. 

Flexibilisierung im Dienstrecht beschlossen

Die Arbeitgeber haben sich im Rahmen der Verhandlungen zusätzlich für eine Flexibilisierung des Dienstrechtes eingesetzt, auch diese Forderung des Fachverbandes wird ab Herbst im Rahmen einer Arbeitsgruppe umgesetzt. Dabei sollen die bestehenden Regelungen im Kollektivvertrag hinsichtlich ihrer euroapaweiten Wettbewerbsfähigkeit überprüft werden.  

„Die große Herausforderung des heimischen Schienenverkehrs ist das Thema Liberalisierung. Um weiterhin ‚Europas Bahnland Nr. 1‘ zu bleiben, müssen wir unsere Branche im internationalen Wettbewerb optimal aufstellen und gleiche Rahmenbedingungen für in- und ausländische Anbieter gewährleisten. Dafür benötigen wir noch mehr Flexibilität im Dienstrecht“, so Scheiber. (PWK531/PM)

Rückfragen:
Wirtschaftskammer Österreich
Fachverband Schienenbahnen
Mag. Robert Woppel
T: +43 5 90 900 3165
E: robert.woppel@wko.at
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