Sicherheit auf der Piste

Skifahren ist keine Risikosportart und das Verletzungsrisiko ist rückläufig!

Die vergangenen 20 Jahre lassen erkennen, dass sich Skifahren enorm zur klassischen Breitensportart entwickelt hat, die in Österreich gerne und oft ausgeübt wird. Weltweit werden ca. 200 Mio. Skifahrer geschätzt. Umso mehr kann man nur immer wieder betonen, dass die Anzahl der Skiunfälle in Relation zu der Anzahl der Beförderungen sehr gering ist – österreichweit und international.

Die heimischen Seilbahnen zählen nicht nur in Sachen Modernität, Qualität und Komfort zur Weltspitze sondern auch im Bereich der Sicherheit. Jährlich werden in einer Wintersaison zwischen 540 – 600 Mio. Personen befördert und zwischen 50 – 55 Mio. Skierdays produziert. Trotz dieser stetig steigenden Zahlen ist die Zahl der Verletzten in den letzten Jahren drastisch gesunken.

Die Fakten und zahlreiche Studienergebnisse beweisen es: Skifahren ist keine Risikosportart und das Verletzungsrisiko ist rückläufig!

Die interne Unfallerhebung des Fachverbandes der Seilbahnen Österreichs verzeichnete im Winter 12/13 österreichweit rund 0,7 Unfälle/1.000 Skierdays bzw. einen Pistenunfall pro 1.400 Skierdays. Bei 50 Mio. Skierdays müsste – statistisch betrachtet ein Skifahrer 70 Jahre lang, jedes Jahr intensiv Ski fahren, um ein Unfall zu erleiden, der eine Bergung nötig macht.

Die aktuellste ÖSV Skiunfallerhebung vom Winter 2012/13 kommt ebenfalls zu diesem erfreulichen Ergebnis: 2012/2013 gab es 50% weniger Skiunfälle als noch vor 10 Jahren! Daraus ergibt sich das Verhältnis 0,57 verletzte Skifahrer pro 1.000 Skierdays bzw. 1 Verletzung in 175 Jahren!

Dass das Verletzungsrisiko in den vergangenen Jahren so drastisch gesunken ist, ist der Verdienst des Engagements aller im Wintersport Beteiligten:

Österreichs Seilbahnbetreiber sorgen für perfekte Pistenverhältnisse und können so wesentlich zur Steigerung der Sicherheit auf Österreichs Pisten beitragen, die österreichischen Skischulen tragen durch gezielte Aufklärungsmaßnahmen im Skiunterricht maßgeblich zur Unfallprävention bei und die Ski-Industrie treibt das Thema Sicherheit mit stetig neuen Entwicklungen bei der Ausrüstung voran. Auch die bewusstere Einstellung der Skifahrer, wie sie in den vergangenen Jahren mit Hilfe zahlreicher Maßnahmen propagiert wurde, trägt maßgeblich zu den rückläufigen Zahlen bei. So zählt der Skihelm mittlerweile bei fast allen als fixer Bestandteil zur Skiausrüstung dazu.

Die Seilbahnbranche investiert zusätzlich jährlich rund elf Millionen Euro in die Pistenrettung sowie in Schulung und Ausbildung von MitarbeiterInnen für den sicheren Rettungseinsatz. Insgesamt sind in Österreich derzeit in etwa 2.370 Seilbahn-Mitarbeiter im Einsatz, die speziell für den Bergungsbereich bzw. als Pistenrettungssanitäter ausgebildet sind. In Verbindung mit Transportmitteln wie vor allem Hubschraubern, ambulanten und stationären Einrichtungen verfügt Österreich damit über eines der engmaschigsten Rettungsnetze weltweit.

Die Investitionen der heimischen Seilbahnen setzen allerdings auch schon einen Schritt vorher an, nämlich bei der Unfallvermeidung. So zählen die perfekte Pistenpräparierung und –absicherung zu den wichtigsten Maßnahmen der Unfallminimierung.

Österreichs Seilbahnen haben in den vergangenen Jahren eine Vielzahl an Eigeninitiativen und erfolgreichen Konzepten zur Unfallprävention im Alpinen Wintersport, die vor allem auf eine verstärkte Bewusstseinsbildung für mehr Eigenverantwortung auf der Piste abzielt, durchgeführt. Diese reichen von Sicherheitsbroschüren und –filmen bis hin zu Aufklärungsoffensiven in Schulen, bei Kinder und Jugendlichen, Online-Gewinnspiele zum Thema Sicherheit bis hin zu länderübergreifenden Schulwettbewerben mit Sicherheitsschwerpunkt.
Mit der Initiative "Safer snow - more fun" leistet der FV der Seilbahnen seit 2000 gezielte Aufklärungsarbeit bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen, um die Gefahren und Risiken im Skigebiet zu minimieren.

All diese Anstrengungen können aber nicht Eigenverantwortung und persönliche Fitness ersetzen. Tatsächlich sind es vor allem individuell beeinflussbare Faktoren, die zu einer Vermeidung von Unfällen beitragen können. Ein Großteil der Unfälle wird durch Eigenverschulden und Selbstüberschätzung verursacht. Eigene körperliche Verfassung, bestens gewartete Ausrüstung, angepasste Verhaltensregeln auf der Piste und richtige Selbsteinschätzung sind das Um und Auf und müssen für jeden Skisportler eine Selbstverständlichkeit sein.

auf Facebook teilen | auf Twitter teilen | Teilen mit Google+ diese Seite per E-Mail versenden diese Seite drucken als PDF downloaden

Downloads

zu diesem Dokument