Schwerer Systemfehler

Die Arbeitslosigkeit steigt und die Unternehmen suchen verzweifelt nach Fachkräften - ein Fehler im System

Angesichts der weiter steigenden Arbeitslosigkeit im Land fordert WK-Präsident Jürgen Bodenseer mehr Flexibilität bei der Zumutbarkeit für Arbeitslose. „Darüber müssen wir uns dringend unterhalten!“ Die Forderungen der Wirtschaft sind klar und deutlich: Lockerung der Wegzeit, gerade bei Vollzeitbeschäftigten, Entfall des Berufsschutzes und Lockerung des Entgeltschutzes (Schutz nur mehr auf kollektivvertragliches Entgelt und Verkürzung von 120 auf 100 Tage), Verlängerung der Sperrfrist von sechs auf acht Wochen sowie endgültiger Verlust des Arbeitslosengeldes bzw. des Notstandshilfe-Anspruchs bei wiederholter Jobverweigerung.

Mehr Konsequenz in der Beschäftigungspolitik 

„Die soziale Hängematte ist bei uns noch viel zu bequem“, sagt Bodenseer mit Hinweis auf Länder wie Deutschland, Schweden, Dänemark oder die Niederlande. „Deren Beschäftigungspolitik ist wesentlich konsequenter und sie sind damit am Arbeitsmarkt auch erfolgreicher!“

Gut ausgebildete Fachkräfte gesucht 

Was der WK-Präsident aber keinesfalls will: „Wir dürfen keine Arbeitsunwilligen ohne Ausbildung in den Arbeitsmarkt drängen: „Unsere Unternehmen brauchen und suchen dringend motivierte und gut ausgebildete Fachkräfte: Deshalb müssen wir in qualifizierte, am Arbeitsmarkt nachgefragte Ausbildungen der Arbeitslosen investieren, um diesen Menschen den Zugang zum Arbeitsmarkt wieder zu ermöglichen!“

Rückfragen:
Wirtschaftskammer Tirol
Öffentlichkeitsarbeit
Peter Sidon
T 05 90 90 5-1482
E presse@wktirol.at
3.8.2015
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