WKOÖ: Arbeitszeit-Flexibilisierung
muss jetzt gemeinsam umgesetzt werden

Präsident Trauner: Thema hat bei Wirtschaft oberste Priorität!

Gestärkt von einer wichtigen Lohnnebenkostensenkung mit einem Volumen von rund 400 Mio. Euro starten die heimischen Arbeitgeber ins neue Arbeitsjahr. Alle Umfragen zeigen, dass auch das Thema „Arbeitszeit-Flexibilisierung“ weiterhin oberste Priorität bei den heimischen Betrieben genießt.  

Nun beginnt sich mehr und mehr eine faktenorientierte Diskussion zum Arbeitszeitrecht zu entwickeln und auch die Bundesregierung hat das Thema aufgegriffen. „Die Wirtschaftskammer wird sich als Sozialpartner aktiv und lösungsorientiert in diese Diskussion einbringen“, betont WKOÖ-Präsident Rudolf Trauner und bietet an, die Diskussion auf folgender fairen Grundlage zu führen:  

  • Oberste Priorität kommt dem Ziel zu, eine Win-Win-Situation für Arbeitgeber und Arbeitnehmer zu schaffen. Das dies möglich ist, zeigt der Blick ins benachbarte Ausland. 
  • Es geht nicht darum, das Ausmaß der Arbeitszeit zu verlängern, sondern lediglich Möglichkeiten einer flexibleren Verteilung zu schaffen. Die Ausweitung der täglichen Höchstarbeitszeit auf maximal 12 Stunden ist letztlich alternativlos — im Gegenzug kann es attraktive Arbeitszeit- und Freizeitmodelle für die Mitarbeiter geben.  
  • Es geht nicht darum, der Belegschaft die „Butter vom Brot“ zu nehmen (z.B. durch Reduk­tion von Zuschlägen), sondern faire, moderne und vor allem wettbewerbsfähige Rahmenbedingungen zu schaffen, die unternehmerischen Erfolg und damit die Sicherung von bestehenden sowie das Schaffen von neuen Arbeitsplätzen ermöglichen.
WKOÖ-Präsident Rudolf Trauner: „Sozialpolitische Experimente, wie beispielsweise die Einführung eines 6-Stunden-Tages oder Arbeitszeitreduktionen bei vollem Lohnausgleich, die in Schweden oder Frankreich nachweislich gescheitert sind, sollten jedoch tunlichst vermieden werden. Ich wünsche mir eine offene Diskussion in bester sozialpartnerschaftlicher Tradition, um die Arbeitszeitbestimmungen auf die Bedürfnisse der heutigen Arbeitswelt und Gesellschaft anzupassen.“
16.1.2017 Medienabteilung
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