KWF-Bericht ist "unangemessener Luxus"

Fachgruppe Werbung & Marktkommunikation kritisiert Auftragsvergabe an Wiener Agentur

Differenziert beurteilt die Fachgruppe Werbung in der Wirtschaftskammer den KWF-Jahresbericht 2014. Zum einen sei es erfreulich, dass das 96 Seiten starke Werk nach Intervention der Wirtschaftskammer diesmal endlich bei einer Kärntner Druckerei in Auftrag gegeben wurde, zum anderen ist die gesamte Konzeption und Gestaltung des Berichtes wiederum an ein Wiener Grafikbüro vergeben worden. Dies stößt bei Volkmar Fussi, Sprecher der Kärntner Werbebranche, auf massives Unverständnis: "Es kann nicht sein, dass eine Organisation wie der KWF, die für die Förderung der Kärntner Wirtschaft zuständig ist und von unseren Steuergeldern finanziert wird, solche Großaufträge immer wieder außer Landes vergibt, zumal diese Leistungen in Kärnten in bester Qualität und sicherlich preiswerter eingekauft werden können." Fussi ist auch nicht bekannt, dass es für die Gestaltung des Jahresberichtes eine Ausschreibung seitens des KWF gegeben hätte.

Der KWF-Jahresbericht ist übrigens nicht der einzige attraktive Job, um den die Kärntner Werbebranche umgefallen ist: Bereits im März 2014 gab es einiges Aufsehen darüber, dass ein Imagefilm der Landesholding in Wien produziert wurde - von derselben Agentur, die nun auch den Auftrag für den teuren KWF-Jahresbericht erhalten hat.

Fussi abschließend: "Es ist zu begrüßen, wenn Auftraggeber Wert auf Qualität legen, im Fall des KWF-Jahresberichtes handelt es sich um ein unangemessenes Luxusprodukt." Nicht einmal eine Großbank würde sich in Zeiten wie diesen einen derart aufwändig produzierten Geschäftsbericht leisten.
Rückfragen:
Wirtschaftskammer Kärnten
Fachgruppe Werbung
Obmann Volkmar Fussi
M
0664 4322520
E
volkmar.fussi@fussi.at
17.7.2015 Jan Leber
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