Burgenlands Unternehmer mit Registrierkassenpflicht unzufrieden

Sinnlose Investitionen und kein Mehrumsatz

Künftig sollen elektronische Registrierkassen über einen Chip vor Datenmanipulation gesichert werden. Die Unternehmer der betroffenen Branchen - Handel, Tourismus und Gewerbe - sind mit der Regelung unzufrieden und raten, mit der Anschaffung von Registrierkassen erst einmal zu warten.

 

Ob Handel, Gewerbe oder Tourismus, künftig sollen elektronische Registrierkassen über einen Chip vor Datenmanipulation verpflichtend gesichert werden. Der Chip erzeugt eine digitale Signatur, die jeden Kassenbon kennzeichnet. Manipulationen können auf diese Art von der Finanz bei Prüfungen aufgespürt werden.

 

"Man glaubt, zusätzliche Einnahmen in Millionenhöhe zu erzielen, wenn man eine Registrierkassenpflicht einführt, anstatt attraktive und faire Steuersysteme zu implementieren. Dies führt jedoch lediglich zu weiteren Belastungen für Klein- und Mittelbetriebe und im gleichen Zuge werden wir Unternehmer als Verbrecher und Steuerhinterzieher dargestellt", stellt Franz Rumpolt, Obmann der Sparte Gewerbe und Handwerk, fest. Seine Kollegen in anderen Branchen schließen sich dieser Meinung an.

          

"Bei der Finanzierung der Steuerreform hätte man locker bei den Ausgaben des Bundes und der Länder einsparen können, anstatt die Wirtschaft über Gebühr zu belasten", meint Kommerzialrätin Andrea Gottweis, Obfrau der Sparte Handel. "Wenigsten haben wir noch ein paar Anpassungen bei einigen Steuermaßnahmen erreicht", meint die Branchenvertreterin.

 

"Auf jeden Fall sollten alle betroffenen Unternehmer mit voreiligen Investitionen zuwarten", rät Kommerzialrat Helmut Tury, Obmann der Sparte Tourismus und Freizeitwirtschaft. "Wir empfehlen, erst nach Bekanntgabe der Durchführungsverordnungen aktiv zu werden und nicht vorschnell zu handeln, sondern erst einmal abzuwarten."

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