Endlich: Weg mit der Kalten Progression

Die Abschaffung der Kalten Progression bringt mehr Steuergerechtigkeit und dringend benötigte Impulse für den Standort.

Jürgen Bodenseer, Präsident der Wirtschaftskammer Tirol.

Jürgen Bodenseer, Präsident der Wirtschaftskammer Tirol. Foto: WKT


Seit Jahren kämpft die Wirtschaftskammer gegen die so genannte Kalte Progression. Nun gibt es erstmals seitens Finanzminister Schelling positive Signale zur Abschaffung dieses unfairen Steuer-Tricks. „Das wäre ein Riesenschritt für Österreich. Die Abschaffung der Kalten Progression bringt mehr Steuergerechtigkeit und dringend benötigte Impulse für den Standort“, erklärt Wirtschaftskammer-Präsident Jürgen Bodenseer.

 

Kalte Progression ist die schleichende Steuererhöhung aufgrund der Tatsache, dass zwar die Löhne steigen, aber die Lohnsteuergrenzen starr sind. Das führt zu höherer Besteuerung, ohne dass die Arbeitnehmer real mehr Geld zur Verfügung haben. Eine Abschaffung der Kalten Progression bedeutet, dass die Steuerzahler jährlich 400 Millionen Euro mehr im Geldbörserl haben. Das schafft Entlastung und kurbelt Konsum und Wirtschaft an.

 

Die Kalte Progression ist ungerecht und belastend

Dass der Staat ohne dieses zusätzliche Geld auskommen kann, ist für den WK-Präsidenten klar: „Wenn der Staat nur ein Prozent bei den wachsenden Staatsausgaben einbremst, ist der fehlende Betrag mehr als kompensiert. Das kann doch nicht so schwer sein! Betriebe müssen tagtäglich wesentlich größere Herausforderungen meistern“, erklärt Bodenseer. Unkenrufen gegen die Abschaffung kann der Präsident nichts abgewinnen: „Die Kalte Progression ist ungerecht und belastend. Es gibt kein ernstzunehmendes Argument, das deren Beibehaltung rechtfertigen könnte“, so Bodenseer.

 

Die Abschaffung der Kalten Progression - eine Trendwende

Besonders hebt der WK-Präsident die Nachhaltigkeit dieser Maßnahme hervor: „Wenn ein Automatismus bei der Anpassung der Lohnsteuergrenzen an die Inflation eingebaut wird, wirkt das langfristig und verhindert, dass sich der Staat wie bisher stillschweigend an Steuergeldern bedient, die nicht für ihn vorgesehen sind“, so Bodenseer. Das schränkt auch den Spielraum für zukünftige „großzügige“ Steuergeschenke und Wahlzuckerln ein, da Tarifsenkungen alljährlich automatisch passieren würden: „Dann hört sich dieses politische Theater auf und es kehrt mehr Sachlichkeit ein“, stellt Bodenseer fest. „Oft schon ist das Wort ‚Trendwende‘ strapaziert worden. Wenn die Abschaffung der Kalten Progression tatsächlich gelingt, hat das diese Bezeichnung wirklich verdient“, sagt der Wirtschaftskammer-Präsident.



Rückfragen:
Wirtschaftskammer Tirol
Öffentlichkeitsarbeit
Peter Sidon
T 05 90 90 5-1482
E peter.sidon@wktirol.at 

21.7.2015
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