WK-Bezirksobmann Walser sorgt sich um Kleinwasserkraftwerke

„Wasserrahmenrichtlinie ist so anzupassen, dass Kleinkraftwerke bestehen können!“

Im Bezirk Innsbruck-Land gibt es Kleinwasserkraftwerke schon seit über 100 Jahren. Nach der Ausweitung der EU-Wasserrahmenrichtlinie ist die Sorge um Kleinkraftwerke groß. „Die rund 1.000 Kleinwasserkraftwerke in ganz Tirol erzeugen 23 Prozent der Energie in Tirol und sind damit eine krisensichere, dezentrale Stütze des heimischen Energiesystems. Ein energieautonomes Land ist ohne Kleinwasserkraft nicht realisierbar. Die Richtlinie ist so anzupassen, dass bestehende Betriebe erhalten und revitalisiert werden können“, betont Christoph Walser, Wirtschaftskammer-Bezirksobmann Innsbruck-Land. Die Befürchtung, Betreiber würden nach Auslaufen der Genehmigung keine Verlängerung mehr bekommen, ist groß.

Nach strengen Regeln betrieben

Beim Bau von Kleinwasserkraftwerken gelten bereits strenge Regeln. „Es ist gewährleistet, dass eine gewisse Restwassermenge in den Bächen verbleibt, dass Flüsse nicht austrocknen und weder Fischbestand noch Ökologie in Gefahr sind“, so Walser. „Ohne Kleinwasserkraft droht der Verlust historischen Kulturgutes und den rund 1.000 Unternehmen, landwirtschaftlichen Betrieben, Privaten und Gemeinden wird eine wesentliche wirtschaftliche Grundlage entzogen.“

Keine Alternative zur Beschneiung von Pisten 

Darüber hinaus, so der Obmann, muss nach diesem Urteil des Europäischen Gerichtshofes auch sichergestellt werden, dass die heimischen Pisten beschneit werden dürfen. „Wir sind das Tourismusland Nummer eins und stark vom Wintertourismus geprägt. Es gibt keine Alternative zu Beschneiungsanlagen.“

Rückfragen:
Wirtschaftskammer Tirol
Bezirksstelle Innsbruck-Land
Mag. Matthias Pöschl
T 05 90 90 5-1414
E matthias.poeschl@wktirol.at
17.7.2015
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