Unternehmer arbeiten lassen, statt zu Tode regulieren

WK-Präsident Jürgen Bodenseer lässt kein gutes Haar an der Steuerreform

Der Vorteil für die Arbeitnehmer wird schnell von der kalten Progression aufgefressen, Unternehmer werden belastet und frustriert.

Ja, in bestimmten Punkten konnten nach intensiven Verhandlungen Entlastungen für die Unternehmen erzielt bzw. vereinzelt die Giftzähne gezogen werden (Vereinfachung Umsatzsteuer im Tourismus oder Abschwächung bei Grunderwerbssteuer und z.B. Sachbezug). „Das kann aber bei weitem nicht darüber hinwegtäuschen, dass man uns Unternehmer zu Tode reguliert, straft und kontrolliert, statt uns arbeiten und so wie früher den Markt die Entscheidungen treffen zu lassen“, kommentiert Bodenseer die am Dienstag beschlossene Steuerreform.

Nicht frustrieren, motivieren!

Dem Tiroler WK-Präsidenten ist klar, dass die Politik in Wien mit seiner Einschätzung keine Freude haben wird. „Es geht dabei aber nicht um die Politik, es geht um unsere Unternehmen, unsere Mitarbeiter und darum, dass man sie laufend frustriert, statt sie zu motivieren und sie ganz einfach arbeiten lässt.“

Forderungen nach einem Ende der Regulierungswut

Die Schwerfälligkeit der überbordenden Gesetzesflut rächt sich; ein Blick auf die Konjunktur- und Arbeitsmarktdaten in Österreich genügt um zu sehen, dass Reformen – und zwar solche, die den Namen wirklich verdienen – längst überfällig sind. AK-Präsident Erwin Zangerl schlägt in der aktuellen Ausgabe der „Tiroler Arbeiterzeitung“ in dieselbe Kerbe und fordert ebenfalls das Ende der Regulierungswut der Politik.

Druck wirkt

„Es hat sich nicht zuletzt beim Protest der Touristiker gezeigt, dass Druck wirkt. Und den werden wir aufrecht erhalten. Denn wir dürfen uns unseren Standort keinesfalls kaputtmachen lassen! Und ich will auch nicht, dass wir vom wirtschaftlichen Vorzeigeland zum Rückentwicklungsland werden“, sagt Bodenseer.

 
Rückfragen:
Wirtschaftskammer Tirol
Öffentlichkeitsarbeit
Peter Sidon
T 05 90 90 5-1482
E presse@wktirol.at
7.7.2015
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