WK stellt klar: Keine Anzeigen gegen Feuerwehren oder Vereine

"Wir vertreten die Interessen der Wirte, aber wir vernadern niemanden", unterstreicht "Fairplay"-Aktivist Adi Kulterer.

Entschiedenen Widerspruch setzt es heute seitens der Fachgruppe Gastronomie der Wirtschaftskammer Kärnten gegen Vorwürfe, Mitarbeiter oder Funktionäre der WKK würden Feuerwehren, Kultur- oder sonstige Vereine wegen der Ausrichtung von Kirchtagen und anderen Festen beim Finanzamt oder der Gebietskrankenkasse anonym anzeigen. "Wir wertschätzen die vielfältigen gesellschaftlichen Aufgaben, die freiwillige Organisationen wie die Feuerwehr oder das intakte Kärntner Vereinsleben für die Gesellschaft erbringen", erklärte dazu heute der Obmann der WKK-Aktion "Fairplay in der Gastronomie", Adi Kulterer: "Wir weisen allerdings auch die gewerblichen Gastronomiebetriebe darauf hin, dass die sogenannte ‚Überlassung der Gewerbeberechtigung an Dritte‘ bei der Durchführung von Veranstaltungen bei einer dortigen Prüfung durch die Finanzpolizei oder die GKK empfindliche Konsequenzen haben kann."

Die stark regionale Kärntner Gastronomie habe aufgrund der aktuellen wirtschaftlichen Entwicklung und der enormen bürokratischen Regelungswut ohnehin um ihre Gäste zu kämpfen. Kulterer: "Wenn jetzt noch viele Vereine versuchen, die abnehmende Unterstützung des Landes durch Veranstaltungen mit Ausschank und Getränken wettzumachen, dann ist das nicht nur eine unfaire Konkurrenz für die Gasthäuser – wir warnen auch davor, die rechtlichen Konsequenzen zu unterschätzen." Den Vorwurf, die WKK würde Feuerwehren oder andere Vereine anonym anzeigen, weist Kulterer scharf zurück: "Sie sind ebenso wie die Wirtshäuser wichtige Träger der regionalen Infrastruktur und Identität. Wir klären auf, aber wir lassen niemanden auffliegen. Wofür gibt es eine Gewerbeordnung, die nur für Gewerbetreibende gilt?"

Rückfragen:
Wirtschaftskammer Kärnten
Öffentlichkeitsarbeit
T 05 90 904 – 660
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27.7.2015 Jan Leber
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