3.000 Besucher am Österreichischen Exporttag in der Wirtschaftskammer Österreich

Auszeichnung „Born Global Champions“ an Tech-Start-Ups und Exportpreis-Verleihung durch Vizekanzler Mitterlehner und WKÖ-Präsident Leitl als Höhepunkte

„Der Konsum in Österreich ist schwach, die Investitionen gehen zurück – der Export ist derzeit der einzige Lichtblick. Dafür danke ich allen 52.500 österreichischen Exporteuren, die das möglich machen“, betonte Christoph Leitl, Präsident der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), heute in seiner Eröffnungsrede zum Österreichischen Exporttag, der größten Export-Informationsveranstaltung des Landes. Leitl: „Wir sind heute auch hier, um der österreichischen Exportwirtschaft eine Bühne zu bieten, um sich zu informieren und um sich selbst zu präsentieren.“  

Walter Koren, Leiter der AUSSENWIRTSCHAFT AUSTRIA, wies darauf hin, „dass wir mit dem Exporttag auch die Erfolge unserer Exportunternehmen ins rechte Rampenlicht rücken wollen. Wir zeigen unseren Unternehmen mit dieser Veranstaltung aber auch, dass sie bei der Bearbeitung von Auslandsmärkten nicht alleine sind, sondern von erfahrenen Dienstleistern sowie unseren Experten begleitet werden.“ Das Programm am Exporttag präsentiert sich einmal mehr sehr umfangreich: geboten werden u.a. individuelle Beratungsgespräche mit über 70 österreichischen Wirtschaftsdelegierten aus aller Welt. „Diese Treffen sind die ideale Möglichkeit, um sich einen Überblick über Geschäftschancen und Entwicklungen in den Auslandsmärkten zu verschaffen oder aber um individuelle Anliegen und Wünsche zu besprechen“, so Koren. Erwartet werden über 3.000 Besucher und ebenso viele Beratungsgespräche werden geboten.  

In ihrer Keynote-Rede zeigte die oberösterreichische Extrembergsteigerin Gerlinde Kaltenbrunner Parallelen zwischen Extremsport und Unternehmertum auf: „Scheitern und Erfolg stehen oft nahe nebeneinander. Das Ziel darf dennoch nie aus den Augen verloren gehen, auch wenn man manchmal umkehren und neu beginnen muss - so wie ich es bei der Besteigung des Achttausenders K2 erfahren musste, den ich erst im elften Anlauf bezwingen konnte.“ Für die Zielerreichung - im Sport ebenso wie im Unternehmertum - nannte Kaltenbrunner mehrere Schlüsselfaktoren: Begeisterung für das angestrebte Ziel, akribische Vorbereitung, Geduld, Disziplin, Willensstärke und Selbstreflektion sowie der respektvolle Umgang mit Partnern und Mitarbeitern.

Claus Raidl, Präsident der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB), fügte in seiner anschließenden Rede den Faktor „Risiko“ hinzu: Risikofreudigkeit sei wichtig, jedoch mit Augenmaß und Vernunft, nicht zu viel zu riskieren. Bezugnehmend auf die erfolgreiche Exportperformance der österreichischen Unternehmen, wies Raidl aber auch auf Schwachstellen des Standorts Österreich hin: „Österreich hat in den letzten Jahren kontinuierlich in den verschiedensten (Wirtschafts)Rankings und internationalen Vergleichen Plätze verloren. Das muss uns – und vor allem den politisch Verantwortlichen - zu denken geben. Schlechter bewertet wird Österreich vor allem im Bereich der öffentlichen Verwaltung, bei Genehmigungsverfahren aber auch bei Korruptionsindizes. Das zeigt, dass in diesem Land etwas nicht funktioniert. Das Schiff sinkt langsam, aber es sinkt.“ Im unternehmerischen Bereich stehe Österreich erfreulicherweise aber immer besser da, als im öffentlichen.  

Auch die "Kleinen" vor den Vorhang

Der Österreichische Exporttag findet heute Abend bei der Exportpreis-Gala seinen krönenden Abschluss, wenn Österreichs Top-Exporteure im Mittelpunkt stehen und die Exportpreise durch Vizekanzler Reinhold Mitterlehner und WKÖ-Präsident Leitl vergeben werden. Die Exportpreise würdigen überdurchschnittliches Engagement und Erfolge heimischer Unternehmer auf internationalen Märkten. Leitl: „Wir zeichnen heute aber nicht nur die ‚großen‘ Exportpreissieger aus. Der Tag steht auch im Zeichen der vielen kleineren Unternehmen, die weltweit in Nischen erfolgreich sind, die wir heute unter dem Motto ‚Born Global Champions‘ ehren.“

Es werden junge Tech Start-Ups (Gründung 2010 oder danach), die von Anfang an weltweit tätig waren, innovative Produkte und Dienstleistungen anbieten und schnelles internationales Wachstum zeigen, ausgezeichnet. Insgesamt werden 65 Unternehmen die Auszeichnung „Born Global Champions“ von Staatssekretär Harald Mahrer und WKÖ-Präsident Leitl erhalten. Es handelt sich dabei um Unternehmen, die in Spezialsegmenten mit hervorragenden Produkten oder Dienstleistungen weltweit erfolgreich sind, Firmen mit Vorbildfunktion für andere, Unternehmen, die zeigen, wie man mit Export erfolgreich neue Märkte erobert und Potentiale weltweit nutzt.  

Die Nominierten für die Exportpreise 2015 in den sechs Kategorien: 

  • Gewerbe und Handwerk:

Frequentis AG (Wien); VENTREX Automotive GmbH (Steiermark); UNIHA Wasser Technologie GmbH (Oberösterreich).

  • Handel:

Jacques Lemans GmbH (Kärnten); CAMCAT-Systems GmbH (Niederösterreich); Hermann Souvenir - Hermann Schnugg (Salzburg).

  • Industrie:

Doka GmbH (Niederösterreich); Bachmann electronic GmbH (Vorarlberg); Remus Innovation Forschungs- und Abgasanlagen ProduktionsGmbH (Steiermark).

  • Information und Consulting:

AUSTRIA CARD-Plastikkarten und Ausweissysteme GmbH (Wien); Compost Systems GmbH (Oberösterreich); Lichttechnische Planung - Lighting Design Austria e.U. (Niederösterreich).

  • Tourismus und Freizeitwirtschaft:

"Mondial Congress" Mondial GmbH & Co KG (Wien); Larimar Hotel GmbH (Burgenland); PremiQaMed Privatkliniken GmbH, Privatklinik Döbling (Wien).

  • Transport und Verkehr:
    Austrian Airlines AG (Wien); Unitcargo Speditions GesmbH (Wien); Rail Cargo Austria AG (Wien). (PWK512/BS)

Rückfragen:
Stabsabteilung Presse
Mag. Bernhard Salzer
T: +43 5 90 900 4464
E: bernhard.salzer@wko.at

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