WKÖ-Hadschieff fordert steuerliche Absetzbarkeit von persönlicher Gesundheitsvorsorge

Österreicherinnen und Österreicher im Schnitt um 1,5 Lebensjahre weniger bei guter Gesundheit als europäischer Durchschnitt

Die kürzlich unter der Mitwirkung der Donau-Universität Krems veröffentlichte „Global Burden of Disease Study“ hat aufgezeigt, dass Österreicherinnen und Österreicher rund 1,5 Lebensjahre weniger in guter Gesundheit verbringen als der europäische Durchschnitt. „Dabei könnten regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen vielen Krankheiten vorbeugen“, zeigt sich Julian M. Hadschieff, Obmann des Fachverbandes der Gesundheitsbetriebe, überzeugt, dass ein stärkeres Bewusstsein für eine gesunde Lebensweise und die Förderung persönlicher Gesundheitsvorsorge die wichtigsten Schritte am Weg zu mehr gesunden Lebensjahren sind.

„Gesundheit ist unser höchstes Gut. Wir wollen die Bevölkerung daher motivieren, mehr auf sich zu schauen. Neben der aktiven Bewusstseinsbildung sehen wir die steuerliche Absetzbarkeit, wie sie im Zuge der aktuellen Steuerreform vorgeschlagen wird, als ersten wichtigen Schritt, dem aber unbedingt weitere folgen müssen. So sollten etwa Betrieben, die in die Gesundheit ihrer Mitarbeiter investieren, verstärkt steuerliche Anreize geboten werden“, fordert Hadschieff. 

Hadschieff: Anreize schaffen, damit mehr in eigene Gesundheit investiert wird

Aktuell belaufen sich die Ausgaben für Gesundheit in Österreich laut Statistik Austria auf 34.869 Mio. Euro bzw. 10,8 Prozent des BIP. Davon fließen nur 1,7 Prozent in die Prävention. Österreich liegt damit im OECD-Schnitt im untersten Drittel (Quelle: Plattform Patientensicherheit, 2013). „Hier haben wir deutlichen Nachholbedarf, ist Hadschieff überzeugt und fordert daher die Eigenverantwortung durch Incentives zu stärken. Es müssen Anreize geschaffen werden, vermehrt in die eigene Gesundheit zu investieren. Als beispielhaften Schritt in die richtige Richtung nennt er das Modell der Sozialversicherungsanstalt (SVA), die bei der Erreichung individueller Gesundheitsziele eine Reduktion des Selbstbehaltes gewährt.  (PWK533/ES)

Rückfragen:
Wirtschaftskammer Österreich
Fachverband der Gesundheitsbetriebe
Mag. Bernhard Gerstberger
T: 05 90 900 – 3543
E: gesundheitsbetriebe@wko.at

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