REACH wirft Schatten voraus: Wirtschaftskammer bietet Betrieben Hilfe bei Chemikalien-Registrierung

Letzte Etappe der Chemikalienverordnung tritt in 3 Jahren in Kraft –Registrierungen sind aufwendig und zeitintensiv

Mit 1. Juni 2018 endet die letzte Übergangsfrist der Chemikalienverordnung REACH. Danach müssen grundsätzlich alle Chemikalien eine aufwendige Registrierung durchlaufen. Deren Vorbereitung ist aufwendig und sollte bereits jetzt angegangen werden. 

Das europäische Chemikalienrecht wurde besonders durch die REACH-Verordnung grundlegend verändert. Diese Verordnung tritt in mehreren Etappen in Kraft, die letzte davon ist der 1. Juni 2018. Ab da können nur noch solche Chemikalien hergestellt, verwendet, importiert oder vermarktet werden, die registriert sind. 

Eine Registrierung ist aufwendig und benötigt ausreichend Vorbereitungszeit. Dabei müssen Chemikalien auf ihre Eigenschaften geprüft und vorhandene Risiken für Umwelt und Gesundheit bewertet werden. Stephan Schwarzer, Umweltrechtsexperte der Wirtschaftskammer Österreich, empfiehlt, dass Unternehmen dafür genügend Zeit und Ressourcen einplanen: „Eine Registrierung kann nicht nebenher erledigt werden, man sollte am besten heute damit anfangen“. 

Spezielle Info-Initiative für KMU

Die Experten der Europäischen Chemikalienagentur ECHA sehen das ähnlich. Deshalb wurde in enger Zusammenarbeit mit Wirtschaft und nationalen Behörden eine Strategie erarbeitet, wie besonders kleine und mittlere Unternehmen unterstützt und informiert werden können. Die Umsetzung dieser Strategie erfolgt durch eine Steuerungsgruppe, die sich „REACH 2018 Communicators‘ Network“ nennt. Die Unterstützungsleistungen der Agentur finden sich auf deren Homepage in einem eigens dafür geschaffenen Bereich, genannt „REACH 2018“. 

Eine aktuelle Initiative innerhalb der erwähnten Strategie ist der Aufruf der ECHA an Unternehmen, Mitarbeiter der Agentur zwei Tage lang als Gäste zu empfangen. Das soll dazu dienen, dass diese Mitarbeiter den betrieblichen Alltag in KMU und deren tägliche Problemstellungen besser verstehen lernen. Im Gegenzug ergibt sich auch für Unternehmen die Gelegenheit, die ECHA und deren Abläufe besser zu begreifen.

Sollten Sie als Unternehmer Interesse haben, bitte um Anmeldung bei: marko.susnik@wko.at  (PWK558/PM)

Rückfragen:
Wirtschaftskammer Österreich
Abteilung für Umwelt- und Energiepolitik
Dr. Marko Sušnik
T: +43 (0)5 90 900-4393
E: marko.susnik@wko.at 

10.7.2015 Petra Medek
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