WKÖ befürwortet die Novelle des Universitätsgesetzes

Verlängerung und Ausweitung der Zugangsregelungen an Universitäten ist positiv zu sehen - Qualität des Studiums wird gesteigert

"Wir begrüßen den von Vizekanzler Reinhold Mitterlehner ausgesandten Entwurf, mit dem das Universitätsgesetz (UG) geändert werden soll. Die für die Wirtschaft wesentlichen Neuerungen sind die Verlängerung der Zugangsregelungen für fünf Studien sowie die Ausweitung dieser Bestimmungen auf weitere Studienrichtungen", betont Michael Landertshammer, Leiter der Abteilung für Bildungspolitik der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ). Durch die Gesetzesänderung wird eine vorausschauendere Planung der Universitäten unterstützt und für Studierende die Qualität des Studiums durch bessere Betreuungsverhältnisse gesteigert. Die IHS-Evaluierung stelle hier eine fundierte Basis für den Entwurf der UG-Novelle dar und solle bis 2020 weitergeführt werden, so Landertshammer. „Die nächsten erforderlichen Schritte sind nun, dass die Zugangsregelungen auf weitere Studienfelder ausgedehnt und Studienbeiträge – flankiert durch Studienförderung - eingeführt werden“, betont der WKÖ-Bildungsexperte. 

Talente müssen gefordert und gefördert werden

„Wir haben Talente in Österreich, die gefordert und gefördert werden müssen, um Innovation voranzutreiben. Die besten Köpfe brauchen wir auch in der Wissenschaft“, unterstreicht Landertshammer. Um diese im Inland zu bekommen und – vor allem auch - zu halten, müssen attraktive Karrierewege an den heimischen Universitäten aufgezeigt werden. Dafür sind die sogenannten „Tenure Track-Modelle“ vorgesehen, welche das Paket der Novelle abrunden.

"Die WKÖ ist starker Partner im Hochschulsektor und legt Wert auf die Gesamtschau auf die österreichische Bildungslandschaft. Die Profile der Hochschulen sollen geschärft und der Weiterbildungsbereich unter Berücksichtigung des Nationalen Qualifikationsrahmens (NQR) angepasst werden. Es ist erforderlich, dass aufgezeigt wird, dass im tertiären Bildungssektor die berufsbildenden Abschlüsse gleichwertig, aber andersartig zu den akademischen Abschlüssen stehen. Der NQR bietet die Chance, dies voranzutreiben und umzusetzen. Wissenschaft und Wirtschaft können zusammen den österreichischen Tertiärsektor in seiner internationalen Sichtbarkeit stärken“, so Landertshammer abschließend. (PWK563/PM)

  

Rückfragen:
Abteilung für Bildungspolitik
Dr. Michael Landertshammer
T: +43 5 90 900 3573
E: michael.landertshammer@wko.at

13.7.2015 Petra Medek
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