Rabmer-Koller: Maßgeschneiderte Politik für Europas innovative KMU

Vizepräsidentin der WKÖ und des Europäischen Handwerks- und KMU-Verbandes UEAPME fordert maßgeschneiderte Unterstützung auf nationaler und auf europäischer Ebene

„Für kleine und mittlere Unternehmen gibt es im Innovationsbereich keine „one-size-fits-all-Politik“, weil KMU sich eben unterscheiden. Je nachdem, in welchem Bereich und Entwicklungsstadium sie sind, muss eine maßgeschneiderte Unterstützung auf nationaler und auf europäischer Ebene erfolgen“, forderte Ulrike Rabmer-Koller, Vizepräsidentin der Wirtschaftskammer Österreich und des Europäischen Handwerks- und KMU-Verbandes UEAPME, am Mittwoch im Rahmen der Veranstaltung „Bessere Unterstützung für innovative KMU zur nachhaltigen Entwicklung“ im EU-Parlament. Essentiell seien hier eine funktionierende Arbeitsteilung und ein besseres Zusammenspiel zwischen den regionalen und nationalen sowie den europäischen Fördermaßnahmen.  

Auf europäischer Ebene stehen für die Unterstützung von Forschungs- und Innovationsaktivitäten von kleinen und mittleren Unternehmen insbesondere die Programme Horizon 2020 und CoSME zur Verfügung, die sich jetzt im zweiten Jahr befinden. „Die ersten Erfahrungen mit Horizon 2020 sind ermutigend: Es sind wesentliche Fortschritte gegenüber dem Vorgängerprogramm zu verzeichnen, z.B. vereinfachte Fördersätze, schnellere Verfahren und ein klares Ziel hinsichtlich der KMU-Beteiligung von 20%“, so Rabmer-Koller. „Die Beteiligung ist bisher zufriedenstellend und sie ist DER Schlüssel zum Erfolg, weil nur damit eine Hebelwirkung auf Wirtschaftswachstum und Beschäftigung erzielt werden kann. Ohne Beteiligung von Unternehmen bliebe Horizon 2020 eine akademische Übung.“ Ein Problem bereitet die Überzeichnung – d.h. zu viele Bewerbungen pro Ausschreibung -, die aber gleichzeitig auch den Erfolg des Programms belegt: „Hier ist wieder eine bessere Abstimmung des nationalen und regionalen Beratungsangebotes zu Horizon 2020 nötig, damit nur geeignete Projekte eingereicht werden und gute Projekte auch Unterstützung finden.“ 

Rabmer-Koller hat in ihrer Funktion als Vizepräsidentin der einflussreichen europäischen Vertretung des Handwerks sowie der Klein- und Mittelbetriebe, UEAPME, in der Hochrangigen Expertengruppe für Schlüsseltechnologien der EU-Kommission mitgearbeitet und aktiv die Anliegen der KMU eingebracht: „Unsere Empfehlungen enthalten konkrete Maßnahmen für den Ausbau und die Finanzierung der Forschungsinfrastruktur in Europa, um mit Asien und Amerika mitzuziehen. Neben einem einfachen Zugang zu Finanzierung ist auch der Abbau bürokratischer Behinderungen entscheidend, um das vorhandene Innovations- und Wachstumspotenzial europäischer KMU zu heben.“ (PWK568/SR)

Rückfragen:
EU-Büro der Wirtschaftskammer Österreich/ Presse
Mag. Franziska Annerl
T: +32 474 47 25 94
E: franziska.annerl@eu.austria.be

15.7.2015 Sabine Radl
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