Leitl: Wachstums-Impulse jetzt rasch umsetzen

Lohnnebenkostensenkung ist unabdingbare Entlastung- „Nehmen die Regierung beim Wort“

„Österreichs Unternehmen brauchen dringend verlässliche Rahmenbedingungen, die die Standortqualität und Wettbewerbsfähigkeit heben und mehr Beschäftigung ermöglichen. Das heute von Vizekanzler Mitterlehner und Finanzminister Schelling präsentierte Impuls-Programm zu Wirtschaft und Arbeit bündelt wesentliche Lösungsansätze in diese Richtung: Von der längst überfälligen Entlastung der Unternehmer über Bürokratieabbau, Bekämpfung der kalten Progression bis zu flexibleren Arbeitszeitregelungen. Jetzt muss es darum gehen, diese Bewegungsimpulse sehr rasch in Taten umzusetzen“, begrüßt Wirtschaftskammer-Präsident Christoph Leitl das heute präsentierte ÖVP-Programm „Wir bewegen Österreich“. 

Positiv streicht Leitl besonders die angekündigte Senkung der Lohnnebenkosten hervor. „Das ist eine dringend notwendige Entlastung für unsere Wirtschaft, welche den Standort und die Beschäftigung stärkt. Umso wichtiger ist es, dass dies auch wirklich so kommt: Wir nehmen die Regierung hier beim Wort“, so Leitl. Dass die Umsetzung erst für 2018 angepeilt werde, sei vor dem Hintergrund knapper Budgets zu erklären. „Um rasch Bewegung im Sinne von Wirtschafts- und Beschäftigungswachstum zu erzielen, brauchen wir aber auch rasch ein Zeichen der Ermutigung für unsere Betriebe. Daher sollte ein erster Schritt der Lohnnebenkosten-Entlastung auf 2016 vorgezogen werden.“ 

Auch flexiblere Arbeitszeiten und weniger bürokratische Auflagen würden den Betrieben helfen, alle Auftragschancen zu nutzen. Leitl: „Wir müssen Österreichs Betriebe entlasten. Zusätzliche drohende Erschwernisse wie etwa eine Verkürzung der Arbeitszeit mit vollem Lohnausgleich oder ein Überstunden-Strafeuro müssen unterbleiben. Sie erhöhen nur die Arbeitskosten und vernichten Arbeitsplätze.“  

Investitionsanreize forcieren

Ein wirksamer Hebel für mehr Wachstum ist ein besseres und attraktiveres Umfeld für mehr Investitionen. „Wenn wir nicht genügend Investitionen ermöglichen, schaden wir der notwendigen Modernisierung und künftigen Wettbewerbsfähigkeit. Ohne neue Investitionen kann es kein zusätzliches Wachstum und keine neue Beschäftigung geben. Niemand will 500.000 Arbeitslose im kommenden Winter. Daher müssen wir hier nachlegen und die Investitionen jetzt verstärkt ankurbeln.“  

Der WKÖ-Präsident erneuert in diesem Zusammenhang seine Forderung etwa nach einer zeitlich befristeten Investitionsprämie oder der raschen Umsetzung des bereits erarbeiteten milliardenschweren Wohnbau-Pakets. Diese von den Sozialpartnern ausgehende Initiative umfasst ein Volumen von 5 Mrd. Euro mit dem Bau zusätzlicher 30.000 Wohnungen binnen fünf bis sieben Jahren. (PWK576/PM)

Rückfragen:
Stabsabteilung Presse
Mag. Rupert Haberson
E: presse@wko.at

20.7.2015 Petra Medek
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