Peking zum zweiten Mal Olympiastadt – Chancen für österreichische Unternehmen

Region Beijing-Yanqing-Zhangjiakou erhält Zuschlag für Austragung der Winterspiele 2022 – bereits die Bewerbung hatte Boom in Chinas Wintersportsektor ausgelöst

In der 128. Sitzung des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) in Kuala Lumpur wurde die Region Beijing-Yanqing-Zhangjiakou als Austragungsort für die Olympischen Winterspiele 2022 ausgewählt. Einziger Konkurrent war Almaty im Nachbarland Kasachstan. Einer der Beweggründe für die Entscheidung war die langfristige Stärkung der Sport- und Freizeitwirtschaft in China, insbesondere des Wintersports. „Das Potenzial der Wintersporttreibenden im Reich der Mitte wird auf über 300 Millionen Personen geschätzt. Bereits die Bewerbung Pekings löste einen Boom im chinesischen Wintersportsektor aus. Neben verstärkten Investitionen in die Entwicklung von Sportstätten wird auf den Nachwuchs gesetzt, um den Wintersport als Breitensport zu etablieren. So wurden in den Schulen Pekings mit Anfang des Jahres Skifahren und Eislaufen als Schulsportarten eingeführt“, so Martin Glatz, österreichischer Wirtschaftsdelegierter in Peking.

Ausgezeichnete Geschäftsmöglichkeiten für heimische Unternehmen

In Peking werden die Eissportbewerbe in vier für die Olympischen Sommerspiele 2008 errichteten Sportstätten ausgetragen. Zusätzlich wird ein neuer Standort, der Nationale Eisschnelllaufring, errichtet. Die Schneesportbewerbe werden in Yanqing (ca. 70 km nordwestlich von Peking) und in Zhangjiakou (ca. 100 km nordwestlich von Peking) stattfinden. Glatz: „Der Zuschlag für die Austragung der Olympischen Winterspiele 2022 wirkt wie ein Turbo für die  Branche. Für österreichische Unternehmen ergeben sich daraus ausgezeichnete Geschäftsmöglichkeiten.“ Neben Beratungsleistungen für die Planung und Entwicklung von Skiresorts und Winterportanlagen bieten sich exzellente Absatzchancen für die Aufrüstung bestehender Resorts und bei der Belieferung neuer Skigebiete. Beschneiungsanlagen, Pistenausstattung, Schneefahrzeuge und Pistenraupen, Skilifte sowie Zugangssysteme und Sicherheitsausrüstungen werden verstärkt nachgefragt werden. Chinas wachsender Mittelstand verfügt nicht nur über mehr Geld, sondern auch über mehr Freizeit, was das Interesse für den Skisport und den Absatz von Ski, Snowboards, Skischuhen und Bekleidung fördert. Investitionen in die Ausbildung und Sicherheit werden notwendig sein, um die Begeisterung aufrecht zu erhalten.

Werbetrommel für Österreichs Knowhow im Wintersport wird gerührt

Heimische Firmen können auf dem starken Engagement Österreichs in den letzten Jahren aufbauen. Das AußenwirtschaftsCenter Peking der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) bietet der Branche regelmäßig Plattformen für das Knüpfen der in China so wichtigen Geschäftskontakte. „Erst im Mai hat eine große Gruppe chinesischer Experten Österreich besucht, in den nächsten Monaten wird – jetzt noch lauter – die Werbetrommel für Österreichs einzigartiges Knowhow im Wintersport gerührt werden“, so Glatz abschließend. (PWK591/BS)

Rückfragen:
Wirtschaftskammer Österreich
AußenwirtschaftsCenter Peking
Dr. Martin Glatz
T: +86 10 85 27 50 50
E: peking@wko.at
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