TTIP und CETA: Export und Freihandel sichern 230.000 Arbeitsplätze in der Maschinen- und Metallwarenindustrie

Appell an Bundesregierung und Parlamentarier zu mehr Engagement für den Industriestandort

Die aktuelle Debatte um TTIP und CETA steht mittlerweile stellvertretend für die Frage, ob und wie Österreich sich in Zukunft in Sachen Freihandel verhalten will und wie sich die Politik für den Industriestandort einsetzt. Die Maschinen-, Metallwaren- und Gießereiindustrie (MMGI) ist Österreichs stärkste Branche. Mehr als 1.200 Unternehmen, 85 % davon sind Familienbetriebe, beschäftigen rund 120.000 Menschen und sichern indirekt an die 230.000 Arbeitsplätze. Über 80 % ihrer Produkte gehen in den Export. Die USA sind nach Deutschland der zweitwichtigste Handelspartner mit rund 3 Mrd. € Exportvolumen.

Christian Knill, Obmann des Fachverbands der MMGI: „Die Zukunftsfähigkeit unserer Industrie und von Österreichs Wohlstand generell ist entscheidend vom Export abhängig. TTIP und CETA sind für die österreichische Industrie klare Maßnahmen zur Verbesserung der Exportbedingungen und Sicherung der daran hängenden Arbeitsplätze. Ich rufe die Vertreter der österreichischen Politik, vor allem den Bundeskanzler und die Bundesregierung sowie alle Parlamentarier dazu auf, sich sachlich und konstruktiv mit dem Thema TTIP und CETA zu beschäftigen.“ Knill weiter: „Wir sind auf einen erfolgreichen und freien Welthandel angewiesen. Andernfalls werden andere Wirtschaftsräume Österreich im internationalen Wettbewerb zurückdrängen. Deshalb brauchen wir ein klares Votum für den Export. Handelsabkommen, die diesen Export unterstützen, sind für uns überlebensnotwendig. Opfern sie dies nicht auf dem Altar des parteipolitischen Taktierens.“

CETA: Schiedsgerichtsbarkeit wurde verbessert

Die MMGI sieht in CETA ein gut verhandeltes Abkommen, es wurde sogar noch einmal aufgeschnürt, um das Thema Schiedsgerichtsbarkeit zu verbessern. Auch TTIP ist nicht ausverhandelt, gewisse soziale und ökologische Themen lassen sich sicher lösen. Dazu muss man aber verhandeln.

Knill appelliert an alle verantwortlichen Politiker: „Wenn Sie Standort und Arbeitsplätze sichern wollen, dann unterstützen Sie den Freihandel. Der Bundeskanzler will 200.000 Arbeitsplätze schaffen, das geht jedoch nur mit Wachstum und einer starken Industrie. Wir stehen zu unser Verantwortung, aber es braucht auch eine Politik, die Chancen ergreift und für den Standort kämpft. Im Moment sehen wir das leider nicht.“

Über den FMMGI

Die Maschinen-, Metallwaren- und Gießereiindustrie umfasst in Österreich alle Unternehmen aus den Industriezweigen Maschinenbau, Anlagenbau, Stahlbau, Metallwaren und Gießerei. Mit über 1.200 Unternehmen und 118.000 Beschäftigten erwirtschaftete die Maschinen-und Metallwarenindustrie im Jahr 2015 einen Produktionswert von 33,4 Milliarden Euro. Die Gießereiindustrie mit 7.000 Beschäftigten erzielte einen Produktionswert von 1,5 Milliarden Euro. Die mittelständisch strukturierte Branche stellt das Rückgrat der industriellen Beschäftigung in Österreich dar.

Oberstes Ziel des Fachverbandes ist die Mitwirkung an der Gestaltung von maßgeblichen rechtlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, um den erfolgreichen Fortbestand der Unternehmen der Maschinen-, Metallwaren- und Gießereibranche im internationalen Wettbewerb zu sichern.

Rückfragen:
Fachverband der Maschinen-, Metallwaren- und Gießereiindustrie
Telefon: +43 (0)5 90900-3482
E-Mail: office@fmmi.at
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