Die WKO-Initiative gegen die Mega-Maut: megamautneindanke.at

Standort

Die Mega-Maut bedeutet einen hausgemachten Standortnachteil für die heimische Wirtschaft.

Die Bundesländer planen zurzeit eine neue Mega-Maut: Neben den Autobahnen und Schnellstraßen soll zusätzlich eine Maut für Fahrzeuge über 3,5 t auf allen Landes- und Gemeindestraßen eingeführt werden. Auf diesen Straßen sind im Gegensatz zu den Autobahnen und Schnellstraßen fast nur österreichische Unternehmen unterwegs.

Regionen

Die Mega-Maut schadet besonders ländlichen Regionen.

In Österreich läuft die Versorgung der Bevölkerung größtenteils über Transporte auf Landes- und Gemeinde Straßen. So führt die Verteuerung der Transportkosten rasch zu einer Schwächung von ländlichen Gebieten. Schätzungen gehen hier von höheren Transportkosten bis zu 16,8 % aus. Das verteuert den Standort und kostet Arbeitsplätze. Das widerspricht allen Anstrengungen der Politik, gerade periphere Regionen zu stärken. Teure Regionalförderungen werden zunichte gemacht.

Ausgaben

Die Mega-Maut ist kontraproduktiv und kostspielig für uns alle.

Die erhöhten Transportkosten werden über kurz oder lang an die Konsumenten weitergegeben. Auch öffentlicher Verkehr und Tourismus wären durch steigende Kosten bei Busfahrten betroffen. Laut Studie* kämen auf jeden Öster­reicher Mehrkosten von bis zu 77,-- Euro pro Jahr. Das wirkt sich nachteilig auf ein mögliches Wirtschaftswachstum aus und führt in Folge zu einem allgemeinen Kostenanstieg. Damit ist ein Teil der Entlastungen der Steuerreform gleich wieder weg.

*Quelle: Prof. Kummer, Institut für Transportwirtschaft und Logistik, WU Wien

Finanzen

Die Mega-Maut stopft Budgetlöcher auf Kosten der Wirtschaft.

Durch den Straßenverkehr nimmt der Staat bereits jetzt 13 Milliarden Euro pro Jahr an Abgaben ein. Für den Ausbau und den Erhalt der Landes- und Gemeindestraßen ist also genügend Geld vorhanden. Nur wird es nicht dafür verwendet, weil diese Einnahmen nicht zweckgebunden eingesetzt werden.
Die neue Mega-Maut ist vielmehr dazu da, Budgetlöcher zu stopfen. Und dafür soll die heimische Wirtschaft herhalten. 

Was steckt hinter der Mega-Maut?

Fahrzeuge

Fahrzeuge

Fahrzeuge


Nachteile statt Vorteile

Mega-Maut Pro und Contra

Kosten der Mega-Maut

650 Mio. Zusatzbelastung

LKW und Busse zahlen heute schon über 1,2 Milliarden Euro Maut/Jahr auf Autobahnen und Schnellstraßen. Die Länder wollen von der heimischen Wirtschaft zusätzlich 650 Mio. Euro pro Jahr (ca. 30 Cent/km) abkassieren.

Kosten der Mega-Maut anhand von Branchen-Beispielen

Direkte Mautzusatzkosten

Busunternehmen

Busunternehmen
€ 552.763,-

  • 9 Mio Euro Umsatz
  • 39 mautrelevante Fahrzeuge
  • 85% Fahrleistungsanteil niederr. Netz
  • 53.000 km Fahrleistung/FZ/Jahr
Baugewerbe

Baugewerbe
€ 752.165,-

  • 200 Mio Euro Umsatz
  • 60 mautrelevante Fahrzeuge im Eigenfuhrpark (plus Fremdleistungen)
  • 80% Fahrleistungsanteil niederr. Netz
  • 52.000 km Fahrleistung/FZ/Jahr
Handelsunternehmen

Handelsunternehmen
€ 1.631.250,-

  • 1,3 Mrd. Euro Umsatz
  • 150 mautrelevante Fahrzeuge im Eigenfuhrpark (plus Fremdleistungen)
  • 50% Fahrleistungsanteil niederr. Netz
  • 75.000 km Fahrleistung/FZ/Jahr
Transportunternehmen

Transportunternehmen
€ 2.022.237,-

  • 32 Mio Euro Umsatz
  • 118 mautrelevante Fahrzeuge
  • 45% Fahrleistungsanteil niederr. Netz
  • 140.000 km Fahrleistung/FZ/Jahr

Über 70% der befragten Unternehmen gehen von einer Verschlechterung der Wettbewerbsfähigkeit aus.
Bei einigen der analysierten Unternehmen betragen die direkten Zusatzkosten über 6% vom Umsatz.

Quelle: Prof. Kummer, Institut für Transportwirtschaft und Logistik, WU Wien

Teures Mautsystem

Sat

Für die Einhebung der Maut ist ein teures Satellitentechnologie-System notwendig, seine Erhaltung und Kontrolle sind ebenfalls kostenintensiv. Dazu kommen Zusatzkosten für Fahrzeugnachrüstung und Abwicklung. Sprich: Ca. 20% der Einnahmen würden wieder aufgezehrt.


Erwartete Einnahmen und Kosten

Kosten, Kosten, Kosten

Die Mega-Maut verteuert jeden gefahrenen Kilometer um rund 30 Cent.

Kosten


*) Quelle: Bundesländer
**) Quelle: Prof. Kummer, Institut für Transportwirtschaft und Logistik, WU Wien

Die Mega-Maut. Und was sie uns alle kostet.

Kosten

Kosten





*) Quelle: Prof. Kummer, Institut für Transportwirtschaft und Logistik, WU Wien

Die Einnahmen und Ausgaben der Bundesländer im Vergleich

Während die Bundesländer 131 %* mehr durch Steuern des Straßenverkehrs einnahmen, sanken ihre Ausgaben für den Straßenbau gleichzeitig um 6 %.
Einnahmen

*2003-2014; enthaltene Steuern/Abgaben: Mineralölsteuer, NoVA, Kfz-Steuer, motorbezogene Versicherungssteuer
Quelle: BMF, eigene Darstellung

Video

Mega-Maut? Nicht mit uns!

Um unser Anliegen einer breiten Öffentlichkeit bekannt zu machen und so Druck auf die politisch Verantwortlichen auszuüben starten die Wirtschaftskammern im März eine breitenwirksame Kampagne.

Sagen wir jetzt NEIN zur Mega-Maut.

Nein zur Mega-Belastung für Österreichs Wirtschaft!
Nein zu Mega-Kostensteigerungen für uns alle!

Ansprechpartner in Ihrem Bundesland

Wirtschaftkammer Salzburg

Mag. Robert Soder
Tel.: +43 662 88 88 292
rsoder@wks.at
Mag. Anita Wautischer
Tel.: +43 662 88 88 303
awautischer@wks.at
Johann Höflmaier
Tel.: +43 662 88 88 264
jhoeflmaier@wks.at

Wirtschaftkammer Steiermark

Mag. Peter Lackner
Tel.: +43 316 601 614
peter.lackner@wkstmk.at
Mag. Robert Steinegger
Tel.: +43 316 601 497
robert.steinegger@wkstmk.at

Wirtschaftkammer Oberösterreich

Mag. Christian Strasser
Tel.: +43 5 90 909 4500
christian.strasser@wkooe.at

Wirtschaftkammer Niederösterreich

Mag. Karl Ungersbäck
Tel.: +43 2742 851 18300
karl.ungersbaeck@wknoe.at
Mag. Patricia Luger
Tel.: +43 2742 851 18500
patricia.luger@wknoe.at


Wirtschaftkammer Burgenland

Mag. Claudia Scherz
Tel.: +43 5 90 907 4411
claudia.scherz@wkbgld.at

Wirtschaftkammer Tirol

Mag. Josef Ölhafen
Tel.: +43 5 90 905 1257
josef.oelhafen@wktirol.at

Wirtschaftkammer Vorarlberg

Mag. Michael Tagwerker
Tel.: +43 5522 305 340
tagwerker.michael@wkv.at

Wirtschaftkammer Wien

Dr. Ernst Pollak
Tel.: +43 1 514 50 3510
ernst.pollak@wkw.at

Wirtschaftkammer Kärnten

Mag. Gerhard Eschig
Tel.: +43 5 90 904 500
gerhard.eschig@wkk.or.at