Sommertourismus profitiert vom weltweiten Wirtschaftswachstum

  • Große Nachfrage nach Entdeckungen und Erlebnissen in der Natur
  • Neue Studie zeigt Potenziale für den Bergurlaub und Bergbahnen auf
  • ÖW-Kampagnen zielen auf Sehnsüchte in verschiedenen Kulturkreisen ab

Kurz vor Beginn des Sommers stehen alle Zeichen auf Wachstum. Die UNWTO geht angesichts des weltweiten Wirtschaftswachstums davon aus, dass die internationalen Ankünfte im Jahr 2018 um 4 bis 5 Prozent steigen werden. Eine Entwicklung, von der auch Österreich profitieren wird, wie die Geschäftsführerin der Österreich Werbung Petra Stolba in einem gemeinsamen Pressegespräch mit dem Obmann des Fachverbands der Seilbahnen Österreichs Franz Hörl Montagabend in Wien erklärte: „Nach Einschätzung unserer Marktexpertinnen und -experten ist die allgemeine Reiselust in den wichtigsten Herkunftsmärkten auf hohem Niveau. Die Reisedauer sinkt weiterhin ein wenig, dafür steigt aber die Anzahl der Reisen, vor allem in Form von Kurz- und Städtereisen.“ Städtereisen sind laut IPK International mit einem weltweiten Plus von 18 Prozent der wichtigste Wachstumstreiber, dahinter kommen Strand- und Badeurlaube mit einem Plus von 9 Prozent. „Aber auch neue Entdeckungen und Erlebnisse in der Natur sind gefragt, am besten gepaart mit – mehr oder weniger - sportlichen Aktivitäten. Vor allem Wander- und Radurlaube stehen bei den Gästen hoch im Kurs“, so Stolba.

Eine neue Studie, die gemeinsam von ÖW und Seilbahnen durchgeführt wurde, bescheinigt dem Sommerurlaub in den Bergen jedenfalls großes Potenzial. Und verstärkt damit den optimistischen Blick der Branchenvertreter auf die laufende Saison - auch wenn konkrete Vorhersagen angesichts der immer kurzfristigeren Buchungen kaum mehr möglich sind. „Die Voraussetzungen sind jedenfalls gut. Wenn auch noch das Wetter mitspielt, werden wir die Erfolgsgeschichte des Sommers 2018 hoffentlich fortschreiben können“, so Stolba.

Seilbahnen sind entscheidender Innovations- und Qualitätstreiber

Österreichs Bergbahnen nehmen in dieser Erfolgsgeschichte eine tragende Rolle ein – das Angebot wird laufend umfangreicher und attraktiver, die Gästeanzahl steigt und der Umsatz wächst kontinuierlich. Der Sommerbetrieb der Seilbahnen nimmt in Österreich damit auch einen immer wichtigeren ökonomischen Stellenwert ein.

18 Millionen Ersteintritte verzeichneten die österreichischen Seilbahnen zwischen Mai und Oktober 2017 – das ist ein Plus von 6 Prozent gegenüber dem Vorjahr. „Unseren Gästen vielfältige Bergerlebnisse zu ermöglichen, sehen wir zusätzlich zur Transportleistung als unsere wesentlichste Aufgabe. Die Seilbahnwirtschaft ermöglicht es Gästen wie Einheimischen den ganzen Sommer über, bequem, schnell, sicher und umweltfreundlich direkt in die prachtvolle Bergwelt zu gelangen", betont Franz Hörl, Obmann des Fachverbandes der Seilbahnen der Wirtschaftskammer Österreich. Dies belegen auch die Zahlen: Pro Tag lassen sich die Gäste durchschnittlich knapp drei Mal auf den Berg befördern – im Sommer 2017 fanden so insgesamt knapp 50 Millionen Beförderungen statt. Dies führte zu einer Umsatzsteigerung von 2 Prozent auf 196 Millionen Euro. Die Sommerbergbahnen steuern damit bereits in etwa 15 Prozent der Jahresumsätze der Branche bei.

Schon seit 2001 forciert und bündelt die Branche ihre Anstrengungen, den Sommer am Berg noch attraktiver zu gestalten. Damals wurde von der Wirtschaftskammer Österreich gemeinsam mit sieben Seilbahnunternehmen die Initiative Beste Österreichischen Sommer-Bergbahnen gegründet. Ziel war und ist es, den Bergsommer thematisch neu zu etablieren und wirtschaftlich zu stärken. Heute stellen die 65 Mitglieder 28 Prozent der gesamten Seilbahnen mit Sommer-Betrieb dar, begrüßen aber 41 Prozent aller Gäste.

Internationalisierung hat wesentlichen Anteil an der Erfolgsgeschichte Sommer

Österreich konnte in den letzten Sommersaisonen stetig Zuwächse verzeichnen, im vergangenen Sommer 2017 waren es 75 Mio. Nächtigungen (+2,8 % gegenüber dem Vorjahr) und 23,9 Mio. Ankünfte (+4,4 %). „Diese Zahlen sind aber nicht alleine ausschlaggebend für den Erfolg. Es geht auch um Kennzahlen wie Umsätze, Ertrag, Wertschöpfung, Arbeitsplätze, aber auch um Akzeptanz der Bevölkerung“, erklärt Stolba. „Vor diesem Hintergrund begrüßen wir die Vorhaben des Masterplans Tourismus, der unter anderem ein umfassendes und vor allem zukunftsgerichtetes Indikatorensystem erarbeiten will, das uns anzeigt, ob wir österreichweit am richtigen Weg sind“.

Die Zuwächse kamen letzten Sommer vor allem aus dem Ausland, allen voran aus dem wichtigsten Herkunftsmarkt Deutschland. Die absolut größten Nächtigungszuwächse konnten bei Gästen aus China (+160.000), USA (+97.000), Ungarn (+68.000), Polen (+67.000), Tschechien (+56.000) und Italien (+30.000) gemessen werden. Die Internationalisierung des österreichischen Tourismus, insbesondere mit Fokus auf die asiatischen Märkte, hat für die ÖW daher auch 2018 oberste Priorität. „Vor diesem Hintergrund haben wir Anfang des Jahres eine Repräsentanz in Südkorea eröffnet. In der zweiten Jahreshälfte werden wir mit Thailand, Singapur, Malaysia und Indonesien neue Märkte in Südostasien erschließen“, so Stolba.

Weltweites Marketing – Sehnsuchtskampagnen 2018

2018 setzt die ÖW erstmals auf sogenannte Sehnsuchtskampagnen. Diese vier emotionalen Image-Kampagnen zielen auf die tiefen Sehnsüchte der Zielgruppe in den verschiedenen Kulturkreisen und Märkten ab. Heuer sind es konkret vier Kampagnen, die exakt abgestimmt auf die Bedürfnisse in sechs Ländern ausgespielt werden.

Während „Österreich. Die Kunst des Entdeckens“ bereits Anfang des Jahres in Deutschland, Schweiz und Großbritannien gelauncht wurde, fanden die Kick-Offs der anderen Sehnsuchtskampagnen in den letzten beiden Wochen statt. #playgroundAustria zielt auf die Sehnsucht nach Selbstbestimmtheit ab und wird aktuell in der Tschechischen Republik ausgespielt. So scheuen Tschechen keine Herausforderung, gehen gerne ans Limit und suchen ihr persönliches aktives Urlaubserlebnis in spielerischem Ausprobieren der eigenen Potenziale beim Klettern, Mountainbiken oder Schwimmen. Das Highlight der Kampagne war eine großangelegte und innovative Social Media Kampagne, die in einer sportlichen Challenge dreier Influencer- Follower-Teams mündete.

Bei „Austrian Gemütlichkeit“ wiederum geht es um die Sehnsucht nach gemeinsamen Glücksmomenten, die vor allem in den Niederlanden tief verankert ist. Zu diesem Zweck organisierte die ÖW Ende Mai gemeinsam mit Zillertal Tourismus einen 16 m langen Esstisch - das zentrale Key Visual der Kampagne - vor die Kulisse des ehemaligen Filmmuseums im Amsterdamer Vondelpark. Journalisten, Social Influencer und zahlreiche Passanten konnten bei herrlichem Frühsommer-Wetter Platz nehmen und die österreichische Gemütlichkeit und Gastlichkeit hautnah erleben.

Breathe.time bringt Österreich unseren italienischen Gästen näher, die die Sehnsucht nach Aufatmen und Natur in den Urlaub treibt. Österreich genießt bei unseren südlichen Nachbarn ein besonders positives Image: beeindruckt sind die Italiener vor allem von der Kombination aus Natur und Kultur. Sie sehnen sich nach grüner sauberer Natur, entdecken gerne Neues und genießen die Entschleunigung. Aus diesem Grund landete das Airship.03 Anfang Juni in Mailand. Dieser mobile Wald aus mehr als 520 unterschiedlichen Moosen, Flechten und anderen Urpflanzen beschert den Gästen einen Kurzurlaub in der saftigen Natur Österreichs.

Neben diesen Imagekampagnen, die für das Urlaubsland Österreich begeistern werden, gibt es absatzorientierte Aktivitäten für alle Bereiche und Angebote der österreichischen Tourismusbranche.

Weitere Informationen zu den einzelnen Kampagnen, der Studie sowie alle Presseunterlagen, Charts und Fotos befinden sich im ÖW-Newsroom unter https://www.austriatourism.com/presse.

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Rückfragehinweis:
Österreich Werbung - Unternehmenskommunikation
Mag. Ulrike Rauch-Keschmann
Tel.: (01) 588 66-299
ulrike.rauch-keschmann@austria.info
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www.austriatourism.com

Fachverband der Seilbahnen Österreichs – Marketing Forum
Mag. (FH) Ricarda Rubik
Tel: +43 1 503 78 02
marketingforum.seilbahnen@wko.at
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