Durch den ungebrochenen Wunsch nach Bewegung in der Natur erreichten die Mitgliedsbetriebe teilweise sogar das Vorkrisenniveau. „Der Sommer 2021 war ein guter Erfolg“, bestätigt Kornel Grundner, Sprecher der Besten Österreichischen Sommer-Bergbahnen. „Es lohnt sich in den Sommer zu investieren. Gerade in dieser Saison zeigt sich, was für ein wichtiger Wirtschaftsmotor der alpine Bergsommer für die österreichische Tourismuslandschaft ist.“

Der Sommer als relevante Wirtschaftssäule in der Tourismuswirtschaft

Das Gütesiegel, das heuer 20-jähriges Jubiläum feiert, wurde vor dem Hintergrund gegründet, dass der Bergsommer in Österreich wirtschaftlich nicht mehr tragbar war. Es brauchte eine radikale Änderung, damit die Betriebe im Sommer nicht zusperren. Heute, 20 Jahre später, gilt die Qualitätsinitiative des Fachverbandes der Seilbahnen in der Wirtschaftskammer Österreich als einzigartige Erfolgsgeschichte im alpinen Raum.
 
Eine Blitzumfrage unter den Expertinnen und Experten der 73 Mitgliedsbetriebe zeigt, dass auch in weltweit wirtschaftlich herausfordernden Zeiten an das Potenzial des Sommers geglaubt und investiert wird: Österreichweit wird kontinuierlich an der Weiterentwicklung der Bergsommerangebote gearbeitet. „Nur so können für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Ganzjahresarbeitsplätze geschaffen werden. Wir sehen die Bergbahnen und die vielseitigen Angebote als Publikumsmagnet, der auch die regionale Hotellerie und Gastronomie unterstützt“, so Grundner.

Sonniger Spätsommer sorgt für Entwicklung auf Vorkrisenniveau

Eine erste Trendanalyse des Branchentools Webmark Trendmonitor von Manova zeigt, dass die Ersteintritte in der Sommersaison 2021 um 10,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gesteigert werden konnten. Diese Stimmung wird auch in der Blitzumfrage widergespiegelt. War zu Beginn dieser Saison noch eine gewisse, wetterbedingte, Zurückhaltung bei den Gästezahlen spürbar, so konnten die Mitgliedsbetriebe in der Hauptsaison deutlich aufholen. Die durchwachsene Wetterlage sorgte zwar zwischendurch immer wieder für Schwankungen, doch die Monate August und September waren sehr stark frequentiert. Der Trendmonitor zeigt außerdem, dass mehr als jeder zweite Sommergast in Österreich eine Bergbahn im Urlaub benutzt. Die Bergbahn ist demnach fester Bestandteil des Sommerurlaubes in Österreich und mehr als „nur“ eine Aufstiegshilfe.

Internationale Sehnsucht nach dem österreichischen Bergsommer

 Auch Gäste aus den Nachbarländern zog es diesen Sommer wieder in die österreichische Bergwelt. „Der heimische Bergsommer hat in den letzten zwei Jahren viele junge Urlauberinnen und Urlauber, Familien und ‚Bergneulinge‘ angelockt. Wir freuen uns zu beobachten, dass die Nachfrage aus den Nachbarländern eng mit der Grenzöffnung und Reisefreiheit verknüpft ist. Sobald es möglich war, kamen die Gäste aus den Nachbarländern, die wir voriges Jahr vermisst haben, wieder. Das ist unter anderem die Bestätigung für uns, dass die Strategie des Gütesiegels aufgeht. Investiert man in die Infrastruktur und Angebotsvielfalt des Bergsommers, reisen die Gäste dafür auch gerne aus dem Ausland an.“

Zusammenhalt für ein ungetrübtes Bergerlebnis

Die korrekte Durchführung der geltenden Vorschriften stellt keine Herausforderung mehr dar, zeigt die Umfrage. Nicht nur die gute Organisation der Mitgliedsbetriebe in Punkto Besucherstromlenkung und breit gestreuten Angeboten, die für eine Verteilung der Gäste am Berg sorgen, gewährleistet Sicherheit. „Die Disziplin unserer Gäste bei der Einhaltung der geltenden Bestimmungen ist bemerkenswert. Alle – Bergbahnen und Gäste – ziehen an einem Strang, um ein unbeschwertes Sommergefühl erleben zu können“, so Grundner.

Von Nachhaltigkeit bis Wandern 2.0: Was die Gäste im Sommer 2022 erwartet

Die Mitglieder des Gütesiegels blicken dem kommenden Sommer sehr positiv entgegen. Manche BetreiberInnen erwarten sich sogar ein „Sommer-All-Time-High“ mit konstant guten Gästezahlen für die gesamte Saison 2022. Neben dem Ausbau das Bikeangebotes, sind vielerorts Optimierungen der Erlebnisse für Familien vorgesehen. In diesem Kontext wird das Thema Wandern 2.0 immer interessanter. So sind z. B. Sagenwanderwege mit App oder ein Erkunden der Natur mit Augmented Reality in Planung. Investiert wird auch in den Ausbau der Infrastruktur und der nachhaltigen Energieversorgung.
 
„Mich freut es auf ein rundum gelungenes Jubiläumsjahr zurückblicken zu können. Seit 20 Jahren steht das Gütesiegel für Qualität, Kooperation und nachhaltige Regionalentwicklung. Das hat sich in herausfordernden Zeiten einmal mehr bewährt“, schließt Kornel Grunder ab. „Auch wenn gewisse Planungsunsicherheiten bestehen bleiben, sind wir mehr als optimistisch in der kommenden Saison an den diesjährigen Erfolg anzuschließen.“

Über das Gütesiegel „Beste Österreichische Sommer-Bergbahnen“

Das Gütesiegel Beste Österreichische Sommer-Bergbahnen ist eine Initiative des Fachverbandes der Seilbahnen (Wirtschaftskammer Österreich). Das Gütesiegel vereint die Experten und Vorreiter des heimischen Sommer-Berg-Tourismus und zählt mittlerweile 73 Mitglieder mit 87 Themenbergen. Insbesondere für bergunerfahrene Sommerurlauber ist das Gütesiegel ein wichtiges Entscheidungskriterium für die Destinationswahl. Nur Betriebe, die mindestens 160 Qualitätskriterien erfüllen, werden Mitglied der Besten Österreichischen Sommer-Bergbahnen. Spezialisiert in fünf Themenwelten – Abenteuer, Familie, Panorama & Naturerlebnis, Genuss, Kunst & Kultur – müssen die Mitglieder alle drei Jahre eine Rezertifizierung bestehen. Diese hohen Anforderungen schlagen sich im Markterfolg positiv zu Buche: Die Besten Österreichischen Sommer-Bergbahnen verzeichnen ein jährliches Gäste- und Umsatzwachstum. 2020 lagen die Ersteintritte bei 7,8 Mio. und der Gesamtumsatz der Mitgliedsbetriebe bei 78 Mio. EUR. (Quelle: Trendmonitor Manova, Stand August 2021)

www.sommer-bergbahnen.at