Grünes Licht für Bau der Rail Baltic

Europäische Kommission unterstützt Großprojekt mit 442 Mio. Euro

Die Planungsgesellschaft RB Rail hat mit der EU-Behörde Exekutivagentur für Innovation und Netze (INEA) einen Vertrag zur Förderung des Eisenbahnprojekts Rail Baltica unterzeichnet.

Mit einer EU-Kofinanzierung von EUR 442 Mio. sollen in dem bis 2020 vorgesehenen Bauabschnitt technische Untersuchungen, Grundstücksenteignungen, erste Bautätigkeiten, die Bauaufsicht sowie die Einbeziehung der Öffentlichkeit finanziert werden

In Estland fließen die Mittel unter anderem in die Planungen zum Bau eines neuen Bahnhofs in Pärnu, eines Multimodalterminals in Tallinn sowie eines neuen Depot. Daneben sollen Studien, vor allem zu Umweltaspekten finanziert werden. ILettland ist ein Teil der Mittel für die Projektierung des Anschlusses des Flughafens Riga vorgesehen. In Litauen, wo der Abschnitt von der polnischen Grenze bis Kaunas im Herbst 2015 eröffnet wurde, ist die Strecke zwischen Kaunas und der lettischen Grenze zu bauen.

Der Förderantrag hat ein Gesamtvolumen von EUR 540 Mio. und wird mit EUR 442 Mio. aus dem EU Förderprogramm Connecting Europe Facility (CEF) unterstützt. Die Gesamtsumme mit Eigenfinanzierung verteilt sich folgend: Estland EUR 213 Mio., Lettland EUR 291 Mio. und  Litauen EUR 28 Mio.

Projektleiter Miiko Peris meinte, dass durch die Finanzierung die Vorbereitungsarbeiten ab 2016 beginnen können. "Unter Vorbereitungsarbeiten verstehen wir die Projektierung des Eisenbahnnetzes und Reiseterminals, sowie den Erwerb der Grundstücke und alles andere, was nötig ist, um mit dem  Bau zu beginnen. Die Unterstützung zeigt, dass das Projekt hohe Prioritäten in Europa haben wird", sagte Herr Peris.

Nach vorläufigen Schätzungen soll das Projekt Rail Baltica, welches eine Strecke mit europäischer Normalbreite von Polen bis Tallinn vorsieht,  mehr als EUR 1,2 Mrd. kosten.

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