Philippinische Glücksspielindustrie wächst

Gewinne sollen 2015 auf 3 Mrd. US-Dollar ansteigen

Trotz Chinas Anti-Korruptionsinitiative, die zu einem merklichen Gewinnrückgang in vielen Teilen der asiatischen Glückspielindustrie geführt hat, konnten die philippinischen Casinos bereits in der ersten Jahreshälfte einen Gewinnanstieg auf USD 1,4 Mrd. verzeichnen, wie gestern von der Philippine Amusement & Gaming Corp. (PAGCOR) verkündet wurde. Die Veröffentlichung dieser positiven Halbjahreszahlen hatte zur Folge, dass die größten Casinobetreiber einen bis zu 8,8%-igen Kursgewinn zu Börsenschluss notieren konnten.  

Während Macau, eine chinesische Sonderverwaltungszone deren Haupteinnahmequelle das Glücksspiel ist, einen Besucherrückgang von 38% hinnehmen musste, wächst die philippinische Tourismus- und Vergnügungsindustrie stark. Schon in den ersten fünf Monaten dieses Jahres konnte ein Besucherzuwachs von 2,23 Mio. verzeichnet werden, was vornehmlich auf die Besucherströme aus Südkorea, Japan und den USA zurückzuführen ist. 

Die stabilen makroökonomischen Grundlagen und die verstärkte Kaufkraft haben in den vergangenen Jahren zu einem Anstieg der Investitionen von multinationalen Unternehmen geführt. Die Glücksspielbranche wird zurzeit als der „sunshine market“ der Immobilienbranche gehandelt. Manila befindet sich in Mitten zahlreicher Casinoeröffnungen, -erweiterungen und Neubauten. Die Investitionsbank Credit Suisse prophezeit den philippinischen Casinos bis 2018 einen Gesamtgewinn von USD 6 Mrd., womit das Land zu einer der Top 4 Glücksspieldestinationen weltweit werden könnte. 

In den Philippinen wird das Glücksspiel von der Regierungsbehörde PAGCOR reguliert. Zuvor betrieb PAGCOR die meisten Casinos unter dem Namen Casino Filipino. Da die PAGCOR Lizenzen nun auch an private Unternehmen vergeben werden, entstand in den letzten Jahren ein Trend zu privat geführten Luxus-Casinohotels und Resorts. 

15.7.2015 Lisa Koscak
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